(openPR) ADHS gilt landläufig immer noch als Kinder-/ und Jugendkrankheit, was zu gravierenden Folgen führen kann. Eine Aufmerksamkeits – Defitzit – Störung wächst sich nicht einfach raus, sondern hinterlässt bei ca. 60% der ADHS Kinder auch im Erwachsenenalter noch Spuren.
ADHS galt lange Jahre als reine Kinderkrankheit. Die Kinder sind unruhig, können nicht still sitzen, haben Schwierigkeiten Regeln einzuhalten und sich anzupassen, die Konzentrationsspanne ist unter dem „Normalbereich“ und sie ecken ständig an.
Doch eine ADHS wächst sich nicht einfach raus – sie kann auch im Erwachsenenalter ihre Kreise ziehen.
Die Verhaltensweisen einer ADHS verändern sich im Laufe des Erwachsen werdens, doch sie verschwinden nicht einfach. Aus der Hyperaktivität wird z. B eine innere Unruhe und viele Erwachsene mit ADHS haben das Gefühl „des Getrieben seins“. Eine ADHS im Erwachsenenalter kann sich in vielfältigen Bereichen unterschiedlich auswirken. Die Bereiche des persönlichen Lebens, die durch eine ADHS zu einer Herausforderung werden können sind individuell verschieden, dennoch gibt es eine Kernbereiche im Erwachsenenalter.
- Konzentrationsschwäche
- Ablenkbarkeit
- Mangelnde Strukturen
- Mangelndes planvolles Handeln
- Mangelnde Fähigkeit wichtige Dinge von unwichtigen Dingen zu unterscheiden
- Schnelle Frustration
- Mangelnde Stressbewältigungsstrategien
Viele Menschen mit ADHS bekommen in Kinder- und Jugendtagen Sätze mit auf den Weg wie „streng dich doch mal an“, „du könntest wenn du wolltest“, „konzentrier dich doch mal“, „du bist immer nur chaotisch“, „aus dir wird nie was“. Dies ist ein Grund dafür, warum ca. 90 % aller ADHS ´ler im Erwachsenenalter über ein mangelndes Selbstvertrauen verfügen. Sie sind sich ihrer enormen Stärken und positiven Eigenschaften nicht bewusst und können sie somit nicht gewinnbringend für sich und ihr Leben nutzen.
Besonders im Berufsleben ist das Wissen und die Kenntnis über die eigenen Stärken und das eigene Können allerdings unerlässlich um sich einen Platz im Unternehmen „zu sichern“. Diese persönlichen Stärken können nicht nur gewinnbringend genutzt werden, mit ihnen können auch „vermeidliche“ Schwächen ausgeglichen und kompensiert werden.
Besonders Menschen mit ADHS und Autismus verfügen über einen Reichtum an angeborenen Stärken, die bei einer optimalen Förderung durchaus zu „Hochleistungsstärken“ werden können.
Für Erwachsene mit ADHS hat sich ein spezielles ADHS Coaching bewährt, das an den individuell betroffenen Bereichen eines jeden Einzelnen ansetzt. Ein Coaching bei ADHS sollte immer individuell auf den Erwachsenen zugeschnitten werden und sich stark an seinem Alltag orientieren. Darüber hinaus ist es wichtig, dass sich der Coach mit den unterschiedlichen und individuellen Fassetten einer ADHS auskennt.
Möglichkeiten eines ADHS Coachings im Erwachsenenalter können sein
- Struktur und Zeitmanagement ( nicht mehr verzetteln, Aufschieberitis verringern, Aufgaben in sinnvollen Teilabschnitten erledigen, Zeitplanung)
- Paarberatung ( ADHS kann die Partnerschaft nachteilig beeinflussen und es können viele Problembereiche entstehen)
- Berufscoaching
- Stärken finden und Selbstvertrauen aufbauen (wo sind meine Stärken, was habe ich für Interessen, wo liegen meine positiven Eigenschaften, wie kann ich sie ausbauen und gewinnbringend nutzen)
- Anti – Stress – Training ( auch ADHS kann und muss sich entspannen)
- Problembewältigungsstrategien erlernen ( je mehr Lösungen ich für unterschiedliche Problembereiche zur Verfügung haben, um so gelassener kann ich bleiben)











