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Mutterbande - Roman zum Thema Transgenerationale Weitergabe

10.02.201615:44 UhrKunst & Kultur
Bild: Mutterbande - Roman zum Thema Transgenerationale Weitergabe
Buchcover
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(openPR) Da ist Katharina. Irgendetwas stimmt nicht mit ihr. Tagsüber scheint sie pflichtbewusst in ihrer Arbeit als Pflegefachkraft zu versinken. Für jeden Genuss am Leben, den sie sich gönnt, bestraft sie sich ganz nach dem Muster, welches ihre Mutter ihr während ihrer Kindheit vorgab. Als sie den Auftrag ihres Pflegedienstleiters annimmt, die adipöse Traute zu pflegen, zeigt sich das erschreckende Ausmaß ihres Kindheitstraumas.



Matilda Bernstein öffnet in ihrem Roman „Mutterbande“ die Büchse der Pandora, indem sie das Tabu, die quasi „Unantastbarkeit“ der liebevollen, sich aufopfernden Mutter berührt und immer mehr in den Vordergrund stellt. „Das Hinterfragen und Beleuchten von Ursache und Wirkung ist mir sehr wichtig. Warum konnte Katharina nicht anders handeln? Wir tragen unsere Prägungen weiter und wissen es oft gar nicht“, sagt die Autorin, die unter Pseudonym schreibt.

Seit das „Traumata zwischen den Generationen“ im Mai 2015 Thema im Hessischen Rundfunk war, ist die Weitergabe von Traumatisierung an die folgenden Generationen einer breiteren Öffentlichkeit bewusst geworden. Bis dahin war das Thema überwiegend im Zusammenhang mit Abkömmlingen von Opfern des Holocaust bekannt. Freud bezeichnete diesen Vorgang als „Gefühlserbschaft“.
Mütter, die in ihrer Kindheit Opfer von Lieblosigkeit und Vernachlässigung oder von Missbrauch durch die ihnen vertrauten Bezugspersonen wurden, leiden ein Leben lang darunter. Häufig zeigen sie gegenüber ihren eigenen Kindern dann genau das gleiche Verhalten, denn ganz oft ist ihre Fähigkeit zur Fürsorge von Grund auf gestört. Auch mangelt es an Empathie. Diese Mütter können die Gefühläußerungen ihrer Kinder dann nicht richtig einordnen.
„Besonders erschütternd“, so Matilda Bernstein, „ist, dass Traumata sogar unsere Gene, also unser Erbgut, verändern können. Man hat solche Veränderungen bei Untersuchungen von Terror-Opfern festgestellt“. So berichtete 3sat in einer Sendung vom 10. September 2015 von einer entsetzlichen Entdeckung, nämlich davon, dass „Traumata im Kindesalter das Erbgut nachhaltig verändern und zeitversetzt zu Depressionen oder Angststörungen führen können“. 3sat.de berichtet unter anderem davon, dass Florian Holsober und sein Team vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in Blutproben der Überlebenden des Anschlags von 9/11 sage und schreibe 25 Gene fand, welche „methyliert“ worden waren. Das bedeutet eine chemische Veränderung der DNA. Unter anderem soll das Gen FKBP5 inaktiv gewesen sein, was dazu führt, dass die Opfer ihren Cortisol-Spiegel nicht mehr richtig steuern, und damit nicht mehr angemessen auf Stress reagieren können. – Damit ist ein Trauma vererbbar. Wir tragen eventuell Jahrhunderte in uns.
Rund 30 Prozent der Menschen, die eine schwere Belastung hinter sich haben, leiden unter einem Trauma. Wer mit einer traumatisierten Mutter aufwächst und nichts anderes kennt, schafft es meist nicht, die Ursachen für die ungerechte und bösartige Behandlung nicht bei sich selbst zu suchen. Mit diesem Wissen wäre es geradezu absurd, zu glauben, das Opfer wäre dazu in der Lage, das ihm widerfahrende Verhalten auf eine Persönlichkeitsstörung seitens der eigenen Mutter zurückzuführen.

In dem Roman von Matilda Bernstein steht die hilflose, pflegebedürftige Traute für die Rolle einer aus ihrer frühen Kindheit heraus, während der Flucht traumatisierten Mutter. Ihr Schicksalsweg kreuzt sich mit dem der Altenpflegerin Katharina, welcher sie anvertraut ist, und die auf tragische Weise die Rolle der Tochter verkörpert, und die nicht anders kann, als dies anzunehmen. Mit „Mutterbande“ ist der Autorin ein atemberaubend spannender Roman zu diesem sehr bewegenden Thema gelungen.

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