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Alt geworden - Pflege – Aus der Sicht des weisen Erzählers

27.06.201615:27 UhrKunst & Kultur
Bild: Alt geworden - Pflege – Aus der Sicht des weisen Erzählers
Sie weiß, wovon sie schreibt - Matilda Bernstein, Autorin von
Sie weiß, wovon sie schreibt - Matilda Bernstein, Autorin von "Mutterbande"

(openPR) Wenn der selbstständige Unternehmer aus dem Bereich der Pflege zum Stift des Schriftstellers greift, wird der Leser selbst mal zum Pflegenden, mal zum hilflosen alten Menschen und wechselt aus der Deckung der Nichtbetroffenheit in die Vogelperspektive des weisen Erzählers, fliegt über die Facetten menschlicher Abgründe und wird dennoch nicht zum Richter. Aber wie viel Leid ist zumutbar?





Sie spricht von einem
„Schau- und Kampfplatz an der Pflegefront“,

ein Beitrag von Matilda Bernstein:



Alt geworden - Der Zahn der Zeit verrichtet gnadenlos sein Werk, scharfkantig und unerbittlich. Erst schlagen wir uns noch mutig im Lebenskampf, rappeln uns immer wieder auf. So geht es weiter, immer weiter, jede Endlichkeit ist fern. Doch dann fangen wir ganz langsam an zu schrumpfen. Es knackt und knarrt in den Gelenken. Das Zipperlein plagt, der Spiegel lügt, die Zähne fallen aus, nicht alles lässt sich glatt bügeln. Plötzlich ist man alt – und schlecht dran, wenn man sich selbst nicht mehr zu helfen vermag.



„Hilfreich sei der Mensch – edel und gut“, predigte schon der alte Goethe. Dies vernahm der Mensch und er versuchte Abhilfe zu schaffen. Er baute den Alten Heime, gar prächtig anzusehen, einladend all jene, die da in Hilflosigkeit und Not an Tür und Tor klopften. Ein sanftes Ruhelager, der Würde Tribut zollend? Was aber ist mit denen, die der Hilfe bedürfen, und sich nicht entwurzeln lassen mögen, sich ihr vertrautes Heim, ihr eigenes Zuhause, bewahren möchten? Zu diesem Zwecke wurden zahlreiche Pflegedienste erschaffen, in denen sich tagtäglich motivierte, aber auch zusehends an ihre Grenzen geratende Willige - im Dienste des Menschen verausgaben.


Der Umgang mit gestandenen Menschen, mit Blick auf deren Lebensgeschichten, die oft verbunden sind mit Erfahrungen von Krieg, Flucht, „Mutterbande“ und anderen persönlichen Schicksalen, stellt eine enorme Herausforderung für das Pflegepersonal dar, physisch und auch psychisch: Respekt vor der Leistung! Man muss die Menschen mögen, um in diesem Bereich zu arbeiten. Nicht jeder Beschäftigte ist menschlich befähigt und geeignet. Da ist der Perspektivwechsel für den Außenstehenden oft nicht möglich.



Die Prägungen erlebter Jahre, fühlbares Altern und die Interaktion damit, durch die Pflegekräfte, lassen sich nicht in Minuten-Einheiten tackten, auch nicht angesichts von Hilfsbedürftigkeit und Hilflosigkeit. Wie gut können die Pflegenden aber ihrer Aufgabe gerecht werden, wenn die Stechuhr im Nacken schlägt und die Zeitwahnhetzfressmaschine das Lächeln gefrieren lässt.

Hinter der weichen Begrifflichkeit „Pflegeheime“ verbirgt sich das, was die Zeitwahnhetzfressmaschine übrig lässt: Wenig Zeit für Menschlichkeit, Gespräche, soziale Verknüpfung, Anteilnahme, Individualität. - Schlimm? Nein, nicht aus Sicht der ZWHF-Maschine, denn derlei „Leistungen“ sind ohnehin kontraproduktiv, da nicht „abrechenbar“. Die Folgen sind bekannt: Hohe Personalfluktuation und hoher Krankheitsstand, Burnout. Schicht- und Teildienste laugen aus, ebenso der ständige Stress. Wird der Dienst am Menschen gesellschaftlich anerkannt und wie wird diese fordernde Tätigkeit vergütet? Was ist der Dienst am Menschen wert? Die Antwort ist ein Armutsbeleg für die Gesellschaft! Wer nicht besonders privilegiert ist, wird dieser Frage nicht ausweichen können: „Würden wir uns diese Zustände selbst zumuten wollen? – im Alter und in hilfsbedürftigem Zustand?“ Wie viele Pflegekräfte würden niemals in ein Heim ziehen! Ist das Personal noch fähig, zu reflektieren? Abhilfe wäre zum Teil mit einem anderen Personalschlüssel zu erreichen. Die Pflege ist eine durchaus rentable „Industrie“. Aber dieser Bereich sollte nicht den marktwirtschaftlichen Bedingungen unterliegen. Dennoch gehen Überlegungen in exakt die andere Richtung: Es wird darüber nachgedacht, Roboter in der Pflege einzusetzen…



Die Verantwortung im Bereich der Pflege ist immens. Insbesondere auf diese Frage geht auch Matilda Bernstein in ihrem Roman „Mutterbande“ ein. Mit welchen Anforderungen sieht sich die Pflegekraft täglich konfrontiert? Die Erwartungen sind hoch. Aber wer ist stets gut gelaunt, immer bei Kräften, immer geduldig und duldsam? Was passiert gerade im häuslichen Bereich, wenn niemand zusieht. Wer kontrolliert den Umgang mit Medikamenten? Gewalt und Aggressivität in der Pflege? Sind wir geschult im professionellen Umgang mit Traumatisierten? Hier zeigt sich oft die Hilflosigkeit seitens der Pflegenden und auch im Hinblick auf die ganz individuellen Bedürfnisse der Pflegebedürftigen, die man eigentlich nicht in „Standards“ pressen kann - da ist professionelles Agieren und Handeln nicht immer gegeben. Was geschieht, wenn die Pflegekraft sich mit eigenen Schatten konfrontiert sieht, wenn sie psychisch nicht stabil ist? Wie wirkt es sich aus, wenn sie Probleme hat, sich an eigene Traumata erinnert, wenn sie Vergleiche zieht und im Mitleid versinkt, in menschlichen Untiefen versackt? Was passiert im Pflegealltag, wenn sie Leiden mindern oder beenden möchte, im Glauben, das Gute zu tun? Was, wenn die Pflegende sich aufopfert und Undank erntet, wenn sie über Sterbehilfe nachdenkt? Wie viel Leid ist zumutbar und aushaltbar?


Hier hat Matilda Bernstein mit ihrem Roman „Mutterbande“ eine Möglichkeit zum Perspektivwechsel geschaffen:


Der Lebensweg zweier Frauen kreuzt sich - die eine nähert sich dem Ende, die andere einem "Kreuzweg". Katharina, eine souveräne und idealistisch veranlagte Pflegerin trifft auf die adipöse, verbitterte Traute, die aggressiv agierend austeilt, was das Leben ihr an Ungerechtigkeit zugemutet hat. Als Kriegskind aus der heilen Welt katapultiert und vertrieben, kam sie nie wieder richtig an. Nun hat sie nur noch einen einzigen Wunsch: Sie will sterben. Mit Bosheit und Gewalt hatte sie bisher alle Pflegekräfte in die Flucht geschlagen: Doch Katharina ist anders. Sie bietet sich ihr als willfähriges Opfer dar und lässt sich als Mittel zum Zweck benutzen. Traute schlägt und keift und treibt es auf die Spitze - doch Katharina lässt sich nicht vertreiben - sie will helfen, um jeden Preis...


Zum Buch:
https://www.amazon.de/Mutterbande-Strafe-muss-Matilda-Bernstein/dp/3943168913/ref=sr_1_1_twi_per_1?ie=UTF8&qid=1467011179&sr=8-1&keywords=matilda+bernstein


Daten und Fakten
...finden Sie u. a. hier, Ü15 aus der Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin - Berufsausstieg bei Pflegepersonal - http://www.baua.de/cae/servlet/contentblob/699560/publicationFile/

.

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