(openPR) Der Geschäftsführer des Deutschen Pflegeverbands (DPV) Rolf Höfert machte deutlich, wohin die Reise aus Sicht der Vertreter der Pflegeberufe hingehen soll: So könne sich die Kompetenzerweiterung der Pflege langfristig nicht auf die Verordnung von Heil- und Hilfsmitteln beschränken, sagte er. Notwendig sei zudem ein Verordnungsrecht von Pflegenden bei der Vorsorge in der ambulanten Pflege, etwa zur Dekubitusprophylaxe.
Eigenverantwortliche Vorsorgeleistungen der Pflege seien heute jedoch nicht möglich, kritisierte er. Höfert nahm für seine Berufsgruppe eine Führungsrolle in Anspruch. "Für mich sind die Pflegerinnen und Pfleger die Lokführer im System", sagte er. "Ohne Pflege läuft nichts."
Quelle: Ärzte Zeitung Online (29.01.08)
Kurze Anmerkung (L. Barth):
Dem emanzipatorischen Anspruch der Pflege sind keine Grenzen gesetzt und von daher ist es aus der Sicht der Pflegeberufsverbände nur allzu konsequent, die Führungsrolle zu reklamieren. Hier verkennt allerdings der Geschäftsführer des DPV nachhaltig, dass vielmehr den Hausärzten mit Blick auf die medizinische Behandlungspflege eine zentrale Lotsenfunktion bei der Versorgung der Patienten zukommt. Die Pflege wird erst den Beweis dafür antreten müssen, dass diese sowohl formell als auch materiell hinreichend qualifiziert ist, um die mit der reklamierten Verordnungskompetenz hohe Verantwortung gerecht werden zu können. Es geht nicht allein darum, eine Verordnung rezeptieren zu dürfen, sondern vielmehr darum, dass das Pflegepersonal die mit der Verordnung eingeleiteten therapeutischen Folgen insgesamt zu überblicken vermag und hier scheint nach der bisherigen Ausbildung noch ein entsprechender Ausbildungsbedarf angezeigt.






















