(openPR) Studie zum Einsatz des tomographischen Neurofeedbacks an der Universitätsklinik Zürich mit Neurofeedback-Systemen von BEE Medic
Zürich / Singen / München, 18. Januar 2016. Tinnitus gilt als Volkskrankheit. Ca. 10-15% der Bevölkerung leiden zumindest zeitweise unter Tinnitus. Bei 3 % der Betroffenen sind die Ohrengeräusche chronisch, erstrecken sich also über mehrere Wochen. Seit einigen Jahren kommt verstärkt Neurofeedback in der Behandlung zum Einsatz. Das Psychologische Institut der Universität Zürich untersucht derzeit in Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Zürich die Wirksamkeit von Neurofeedback bei der Behandlung von chronischem Tinnitus. Ziel ist es Behandlungsformen zu entwickeln, die individuell auf die Betroffenen abgestimmt werden. Die Neurofeedback-Systeme für die Studie werden von BEE Medic bereitgestellt.
Der Zusammenhang bestimmter Muster im EEG mit Tinnitus
In der Forschung konnte bisher das dominante Auftreten bestimmter EEG-Muster mit Tinnitus-Symptomatiken in Zusammenhang gebracht werden. Allerdings ist noch nicht eindeutig geklärt, wie genau Tinnitus mit diesen anormalen EEG-Mustern in wechselseitiger Beziehung steht. Zudem ob die verschiedenen Arten von Tinnitus mit unterschiedlichen anormalen Mustern in Verbindung gebracht werden können. Ziel der Studie ist es, diese Zusammenhänge weiter zu untersuchen und die neuropsychologischen Grundlagen von Tinnitus zu erforschen.
Möglichkeiten des tomographischen Neurofeedback bei Tinnitus
Neurofeedback ist eine nicht-medikamentöse, computergestützte Therapiemethode, bei der ausgewählte Aktivitätsmuster, die am äußeren Rand des Gehirns entstehen, in Echtzeit gemessen und dem Patienten in Form einer Animation auf einem Monitor zurückgemeldet werden. Patienten sollen durch dieses Feedback lernen gewünschte Frequenzen zu erreichen und Frequenzen die im Zusammenhang mit bestimmten Symptomen stehen zu unterdrücken.
Bei der aktuellen Tinnitus-Studie der Universität Zürich kommt ein spezielles Verfahren, das sogenannte tomographische Neurofeedback zum Einsatz. Als bildgebendes Verfahren bietet es die Möglichkeit, die Aktivität aus tieferen Gehirnregionen dreidimensional darzustellen und zu lokalisieren. Dabei kommt erstmals ein von BEE Medic entwickeltes Neurofeedback-System zum Einsatz, das mit einer besonders hohen räumlichen Auflösung ausgestattet ist und die im Gehirn verteilten Aktivitätsmuster präzise ermitteln kann.
Tomographisches Neurofeedback als Basis individueller Therapie
Durch das tomographische Neurofeedback ist es möglich, die mit Tinnitus im Zusammenhang stehende Hirnaktivität gezielt zu lokalisieren und mit den dort entstehenden Frequenzen zu trainieren. Die Aktivitätsmuster, die die Wahrnehmung und negative Bewertung des Tinnitus unterstützen, sollen so verlernt und damit Symptome gelindert werden. Im Rahmen der Tinnitus Studie sollen die therapeutische Anwendung des tomographischen Neurofeedbacks weiter untersucht und gemeinsam mit BEE Medic Behandlungsformen entwickelt werden, die auf das individuelle Störungsbild des Betroffenen abgestimmt sind.


