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Wundliegen vermeiden - Die Angst vor dem Dekubitus

13.01.201609:41 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Wundliegen vermeiden - Die Angst vor dem Dekubitus

(openPR) Langes Liegen belastet – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wer lange liegt, läuft Gefahr, wunde Hautstellen zu bekommen. Im schlimmsten Fall entstehen Hautgeschwüre – auch Dekubitus genannt.

Bei pflegebedürftigen Menschen, die im Rollstuhl sitzen oder bettlägerig sind, können leicht Druckgeschwüre und offene Stellen entstehen. Der sogenannte Dekubitus ist ein Schreckgespenst in der Pflege. Denn er ist äußerst schmerzhaft und langwierig. Deshalb sollten Sie alles tun, um ein Wundliegen zu vermeiden. Ist ein Dekubitus erst einmal entstanden, ist die Behandlung auf jeden Fall Sache eines Arztes. Aber durch pflegerische Maßnahmen und Hilfsmittel können Hautschäden vermieden werden.


Welche Menschen sind besonders gefährdet?
• Bettlägerige Menschen
• Menschen im Rollstuhl
• Menschen mit Durchblutungsstörungen
• Menschen mit Über- oder Untergewicht
• Diabetiker
• Menschen mit Inkontinenz
Wodurch entsteht ein Dekubitus?
Mangelnde Bewegung - Die Hauptursache eines Dekubitus ist mangelnde Bewegung. Durch langes Liegen oder Sitzen entsteht Druck auf einzelnen Hautstellen. Außerdem verschlechtert sich dadurch die Durchblutung.
Schlechte Hygiene – Feuchte Hautstellen entzünden sich leichter. Dies ist besonders eine Gefahr bei pflegebedürftigen Menschen, die unter Inkontinenz leiden.
Trockene Haut – Waschlotionen können die Haut angreifen und austrocknen. Trockene Haut ist aber besonders gefährdet und kann leicht Druckstellen entwickeln.
Ernährungsmangel – Zwischen Mangelernährung und der Neigung zum Wundsliegen besteht ein enger Zusammenhang. Besonders die Vitamine A und C sowie Zink sind von Bedeutung für den Aufbau von Gewebe. Außerdem ist es wichtig, ausreichend zu trinken.
Wie äußert sich ein Dekubitus?
Bei einem Dekubitus werden folgende Grade unterteilt:
1. Grad 1 – scharf begrenzte, länger als zwei Minuten anhaltende Rötung nach Druckentlastung. Der Patient spürt Kribbeln, Brennen oder Schmerzen.
2. Grad 2 - Hautschäden wie Blasen, Abschürfungen oder flache Geschwüre. Bereits jetzt sehr schmerzhaft für den Patienten.
3. Grad 3 – tiefes, offenes Geschwür, hellblaue bis schwarze Färbung. Bänder, Sehnen und Muskeln werden sichtbar.
4. Grad 4 – Tiefes, eitriges Geschwür mit Schädigung von Muskeln, Knochen und Sehnen. Begleitet von starken Schmerzen und häufig auch Fieber. Gefahr von Blutvergiftung oder Knochenentzündung.
Wie vermeide ich das Wundliegen
Durch Bewegung vorbeugen – ausreichende Bewegung hilft, ein Wundliegen zu vermeiden. Patienten sollten immer wieder dazu motiviert werden, sich zu bewegen. Betroffene oder gefährdete Patienten müssen soweit als möglich mobilisiert werden, um die Eigenaktivität zu steigern.
Richtige Lagerung – wenn ein Patient nicht mehr dazu in der Lage ist, sich selbst ausreichend zu bewegen, ist es wichtig, zwischendurch immer wieder die Liegeposition zu verändern. Sorgen Sie für eine Druckentlastung gefährdeter Körperstellen. Besprechen Sie dies mit dem behandelnden Arzt oder ausgebildeten Pflegekräften. Die Häufigkeit der Umlagerung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen des Menschen. Bitte beachten: Das Ausschalten der Ursache der Druckbelastung ist die wirksamste Methode im Bereich der Prophylaxe.
Spezielle Hautpflege – Die Haut von bettlägerigen Patienten muss besonders gepflegt werden. Es muss besonders darauf geachtet werden, dass die Haut möglichst trocken gehalten wird, da sie sonst schnell aufweicht. Übrigens gilt immer: Duschen ist besser als ein Vollbad. Verzichten Sie auf alkalische Waschzusätze. Es gibt spezielle Waschlotionen und Wundcremes mit rückfettenden Inhaltsstoffen, die auch Druckstellen pflegen. Wir beraten Sie gerne zu diesem Thema.
Ernährung - Achten Sie auf eine abwechslungsreiche Ernährung mit frischen Zutaten. Wichtig ist es, dass der Patient genügend Vitamine und Mineralstoffe zu sich nimmt und ausreichend Flüssigkeit. Außerdem führt eine unzureichende Ernährung zu Energieverlust und damit zu Einschränkung der Mobilität und Motivation.
Beobachten und Kontrollieren – Gefährdete Hautstellen immer wieder begutachten. Jegliche Veränderung des Gewebes muss registriert und darauf reagiert werden. Ziehen Sie gegebenenfalls den Hausarzt zu Rate.
Welche Hilfsmittel gibt es für bettlägerige Patienten:
• Statische Bettauflagen
• Gelgefüllte Lagerungssysteme
• Gelkissen
• Schaumstoffmatratzen
• Großzellige Wechseldruckmatratzen
• Spezialbetten
Diese Hilfsmittel erhalten Sie in allen gut geführten Sanitätshäusern.
Welche Hilfsmittel sollte ich nicht mehr einsetzen?
• Eisen oder Föhnen – das schädigt die Haut zusätzlich.
• Watteverbände
• Gummiringe oder Wasserkissen – sie führen zu einem starken Druck an den Seitenrändern, dadurch nimmt die Durchblutung ab und das Risiko des Wundliegens steigt.
• Echte oder künstliche Felle – vermindert den Effekt einer druckverteilenden Matratze.
• Fersen-, Hacken- und Ellbogenschoner
• Durchblutungsfördernde Maßnahmen – belasten das empfindliche Gewebe zusätzlich.
• Pasten, Salben, Cremes – verstopfen die Poren und trocknen die Haut aus.
• Einreiben mit alkoholhalten Mitteln – zum Beispiel Franzbranntwein, trocknet die Haut aus.

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