(openPR) Intelligente Software zur optimalen Lagerung von Patienten
Gemeinsam mit Kooperationspartnern aus Forschung und Wissenschaft hat die Hydrotechnik electronics GmbH ein neues Anti-Dekubitussystem zur Verbesserung der stationären und häuslichen Pflege zur Marktreife geführt.
Pressetext:
Das Dekubitus-Problem
Im jahrelangen Austausch mit Kunden und Partnern wurde der Elektronik-Spezialist Hydrotechnik electronics GmbH auf das Dekubitus-Problem aufmerksam: Immer wieder kommt es in der pflegerisch-medizinischen Versorgung zum Wundliegen von immobilen oder teilimmobilen Patienten, was zu so genannten Dekubiti (Druckgeschwüren) führen kann. Aufgrund der zunehmenden Alterung der Gesellschaft wird sich dieses Problem in den kommenden Jahren noch weiter ausdehnen. Bereits jetzt liegt der Anteil der Dekubitusfälle bei älteren Menschen laut Studien bei etwa 30 Prozent. Die betroffenen Patienten leiden oftmals unter starken Schmerzen, die zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes führen. Zudem ist eine Therapie von Druckgeschwüren nur mit erheblichem Zeit- und Kostenaufwand möglich. Das Institut für Innovationen im Gesundheitswesen und angewandte Pflegeforschung schätzt die Kosten für eine Dekubitus-Therapie auf bis zu 50.000 Euro pro Fall.
Ziel zur Verbesserung
Zusammen mit den Kooperationspartnern, dem Medizintechnikunternehmen AirMed PLUS GmbH, der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke sowie dem Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen hat sich die Hydrotechnik electronics GmbH im Jahre 2010 diesem Problem angenommen. Die Partner haben sich zum Ziel gesetzt, eine intelligente Lösung zu erarbeiten, um die häusliche und stationäre Pflege von bedürftigen Menschen zu verbessern und dem Dekubitus-Problem entgegenzuwirken. Das Entwicklungsprojekt wurde dabei durch das „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM), einem bundesweiten Förderungsprogramm des Mittelstandes vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, unterstützt.
Funktionsweise
Im Rahmen der mehrjährigen Forschungskooperation gelang es den beteiligten Partnern ein Anti-Dekubitussystem mit einer intelligenten Software zu entwickeln, die zur optimalen Lagerung eines Patienten beiträgt und zugleich seine Mobilität messen kann:
Innovation
Im Entwicklungsverlauf hat Hydrotechnik electronics GmbH dabei sowohl ein Patent für die „pneumatische Verschaltung“ als auch ein Patent für die „intelligente Mobilitätsdiagnostik“ erworben. Das Gesamtsystem zeichnet sich durch fünf wesentliche Innovationen aus:
• Lokalisierung druckbelasteter Stellen
• Erkennung der Größe der druckbelasteten Stelle
• automatische optimale Weichlagerung
• Erkennung der Nicht-Bewegung des Patienten nach einstellbaren Parametern wie der Zeit oder von Druckschwellwerten
• Fachpflegekräfte werden bei der Erkennung von Nicht-Bewegung unterstützt
„Wir haben viel getestet und ausprobiert. Als Hydrotechnik electronics GmbH haben wir die Anliegen unseres Partners dabei immer verstanden und schnellstmöglich mit unserem technischen Know-How darauf reagiert. Dank einer hervorragender Projekt-Betreuung, einer schnellen Umsetzung und einer vertrauensvollen Partnerschaft - auch nach Projektabschluss - sind wir mit der Gesamtlösung überaus zufrieden“, so Christoph Bendel, Geschäftsführer der Hydrotechnik electronics GmbH über das Feedback der AirMed PLUS GmbH, die das neue System unter dem Namen „ADS intelligent“ in den Markt bringt.
Produkt auf dem Markt
Nach fünf Jahren Entwicklungszeit hat die Hydrotechnik electronics GmbH gemeinsam mit der AirMed PLUS GmbH und den Kooperationspartnern aus Forschung und Wissenschaft das neue Anti-Dekubitus-System zur Marktreife geführt. Das System stellt eine spürbare Verbesserung für den Patienten dar und erleichtert die Pflege deutlich. Daher ist der potenzielle Einsatzbereich des neuen Anti-Dekubitussystems überall da gefragt, wo Patienten liegend behandelt werden müssen. So ist das Endgerät für Kliniken, Altenheime sowie den häuslichen Bereich, der besonders im Fokus der Entwickler stand, besonders geeignet.
„Wir betrachten das von uns mitentwickelte Anti-Dekubitussystem als ein Pflegeassistenzsystem, das der Pflegekraft im täglichen Umgang mit pflegebedürftigen Menschen hilft, sie auf bestimmte Probleme hinweist und das Pflegeverhalten im Allgemeinen verbessert“, so Christoph Bendel.
Fazit: Das neue Anti-Dekubitussystem unterscheidet sich von den bisher am Markt verfügbaren Systemen vor allem durch eine intelligente Software, die eine Mobilitätserkennung und optimale Regelung der Weichlagerung des Patienten ermöglicht sowie die Fachpflegekräfte zur Verbesserung der Liegeeigenschaften unterstützt.













