(openPR) Die \"Bürgerinitiative Lenting, NEIN – zur Stromtrasse, JA – zur Energiewende\" hat sich wegen der fortgesetzten Ignoranz der zuerst 28.000 und dann 39.000 Bürgerstellungnahmen zu den bisherigen Netzentwicklungsplänen (NEP) zu einem Boykott des inzwischen beendeten NEP 2025 entschieden. Bestärkt wurde diese Vorgehensweise durch das am 03.12.2015 vom Deutschen Bundestag beschlossene Gesetz zur Änderung von Bestimmungen des Rechts des Energieleitungsbaus, das weitere 10 Trassen und den Endpunkt Isar (Landshut) festgeschrieben hat, obwohl das laufende Konsultationsverfahren noch nicht beendet war.
Zum Ausdruck der Entrüstung der Bürger wurden im Rahmen einer Aktion von 23 Bürgerinitiativen aus dem Nürnberger Land, der Oberpfalz und aus Oberbayern, die insgesamt 51.200 Bürger vertreten, für jeden dieser Bürger symbolisch gleichlautende Stellungnahmen in Form von Klopapier fristgerecht an die Bundesnetzagentur übergeben.
Die Klopapierübergabe sollte ausdrücken, wie sinnlos jede Bürgerbeteiligung an der Trassenplanung empfunden wird, da sie ohnehin keine ausreichende Würdigung erfährt. Das hochgelobte Verfahren der Bürgerbeteiligung wird damit nämlich zur Farce.
Parallel zur dieser Aktion informierte die \"Bürgerinitiative Lenting, NEIN – zur Stromtrasse, JA – zur Energiewende\" in persönlichen Anschreiben alle Ministerpräsidenten/innen und alle Bundestagsabgeordnete über die Boykottaktion. Sie werden darin aufgefordert, den vorliegenden Netzentwicklungsplan abzulehnen sowie bei den folgenden gesetzgeberischen Entscheidungen aktiv mitzuwirken, dass eine echte Energiewende mit dezentraler Stromversorgung und Energie aus regenerativen Quellen im Vordergrund steht.












