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Globale Gehaltsstudie: Reallöhne steigen 2016 um 2,5 Prozent

(openPR) • Höchster weltweiter Anstieg der vergangenen drei Jahre

• Reallöhne steigen in Deutschland mit 2,7 Prozent stärker als der europäische Durchschnitt (2,3 Prozent)

• Ukraine und Russland mit stark sinkenden Reallöhnen

Frankfurt, 10. Dezember 2015 – Arbeitnehmer in den meisten Ländern der Welt können sich freuen: Im kommenden Jahr werden die Reallöhne weltweit um 2,5 Prozent steigen – und damit so stark wie zuletzt vor vier Jahren. Auch in Europa können die Beschäftigten mit einem starken Gehaltsplus rechnen: Flächendeckend steigen die Löhne im kommenden Jahr um 2,8 Prozent – inflationsbereinigt um 2,3 Prozent. Deutschland liegt mit einem Gehaltsplus von 2,9 Prozent (real 2,7 Prozent) damit leicht über dem europäischen Durchschnitt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Korn Ferry Hay Group, die für 73 Länder das Lohnwachstum mit den Inflationsprognosen vergleicht.

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Vergütung weltweit wieder an Fahrt gewinnt. Vor allem die niedrige Inflation in vielen Ländern führt zu einem starken Anstieg der Reallöhne“, sagt Thomas Gruhle, Vergütungsexperte von Korn Ferry Hay Group. „Auch die Vergütungsdaten für Deutschland sind weiterhin auf einem hohen Niveau. Das starke Gehaltsplus in Deutschland ist ein Indikator, dass Unternehmen auch für das kommende Jahr von einer guten konjunkturellen Lage ausgehen.“

Positive Aussichten für (fast) ganz Europa
Auch in den anderen europäischen Ländern ist mit einer positiven Entwicklung bei der Vergütung zu rechnen. In Frankreich steigen die Löhne um 1,9 Prozent (real um 1,7 Prozent), in Großbritannien sogar um 2,5 Prozent. Inflationsbereinigt bedeutet dies einen Anstieg von 2,3 Prozent. In Griechenland ist aufgrund der Deflation sogar von einem Anstieg der Reallöhne von 3,4 Prozent auszugehen.

Anders dagegen ist die Situation in Russland und der Ukraine. In beiden Ländern steigen die Gehälter mit 7 Prozent und 11,5 Prozent stärker als im Rest Europas. Aufgrund der hohen Inflationsraten müssen Arbeitnehmer aber mit niedrigeren Reallöhnen rechnen (-7,5 Prozent, -36,8 Prozent).

Asien mit höchsten Gehaltssteigerungen
Weltweit am stärksten steigen die Löhne in Asien. Die Gehälter werden in 2016 zwar etwas schwächer als im Vorjahr steigen (2016: 6,4 Prozent / 2015: 6,8 Prozent), doch die Reallöhne wachsen hier im weltweiten Vergleich mit 4,2 Prozent am stärksten. Inflationsbereinigt ist mit der höchsten Gehaltssteigerung in Vietnam (7,3 Prozent), China (6,3 Prozent) und Thailand (6,1 Prozent) zu rechnen.

Auch im wachstumsstarken Schwellenland Indien zeigt sich eine positive Entwicklung bei der Vergütung. Arbeitnehmer können sich dort auf das stärkste Gehaltsplus der letzten drei Jahre freuen. Im kommenden Jahr steigen die Reallöhne um 4,7 Prozent (2015: 2,1 Prozent; 2014: 0,2 Prozent).

Konstante Vergütungssituation in Nordamerika – sinkende Reallöhne in Südamerika
Stabil zeigt sich die Lage für Beschäftigte in Nordamerika. Die Gehälter steigen im kommenden Jahr mit 2,8 Prozent genauso stark wie im laufenden Jahr. In den USA ist für 2016 mit einem Anstieg der Reallöhne von 2,7 Prozent zu rechnen. Die niedrige Inflationsrate von 0,3 Prozent und die gute Lage am Arbeitsmarkt des Landes tragen zur positiven Entwicklung bei. Unternehmen in Kanada werden die Gehälter um 2,6 Prozent erhöhen – den Beschäftigten bleibt damit inflationsbereinigt 1,3 Prozent mehr Lohn.

In Südamerika hingegen zehrt die hohe Inflation von im Schnitt 12,8 Prozent die Gehaltssteigerungen im kommenden Jahr auf. Trotz des starken Gehaltsplus von 11,4 Prozent sinken die Reallöhne um 1,4 Prozent. Dies zeigt sich zum Beispiel in Argentinien: Trotz einer prognostizierten Gehaltssteigerung von 31 Prozent bleibt den Menschen inflationsbereinigt nur ein Plus von 3,6 Prozent. In Brasilien sinken die Reallöhne sogar um 1,2 Prozent, obwohl die Gehälter generell um 7,7 Prozent steigen. Besonders drastisch ist die Situation in Venezuela: In keinem anderen Land weltweit sinken die Reallöhne in kommenden Jahr so stark. Zwar steigen die Gehälter um 70 Prozent, doch durch die extrem hohe Inflation von 122,6 Prozent brechen die Löhne inflationsbereinigt um 52,6 Prozent ein.

Starkes Wachstum im Nahen Osten und Afrika
Zahlreiche Konflikte, wirtschaftliche Krisen und der niedrige Ölpreis haben scheinbar keinen Einfluss auf die Entwicklung der Gehälter im Nahen Osten und in den Ländern Afrikas. Die Prognosen gehen von einer Erhöhung von 5,3 Prozent und 6,5 Prozent aus (real: 3,8 Prozent und 1,6 Prozent).

Im Libanon und in Jordanien steigen die Reallöhne mit 11,5 Prozent und 5,3 Prozent am stärksten in der Region, in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit 0,9 Prozent am schwächsten. Arbeitnehmer in Ägypten müssen in 2016 aufgrund der hohen Inflation als einzige in der Region mit sinkenden Reallöhnen rechnen (-0,4 Prozent).


Über die Studie
Für die Studie wurden Daten aus der globalen Datenbank Hay Group PaNet verwendet. Die Datenbank enthält Informationen zu mehr als 20 Millionen Arbeitnehmern in 25.000 Organisationen in mehr als 110 Ländern. Die Studie zeigt die Prognosen zur Gehaltsentwicklung für 2016, vergleicht diese mit denen des Vorjahres und setzt sie mit den Inflationsprognosen des Economist Intelligence Unit vom Oktober 2015 in Beziehung.

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