openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Strafprozess im Infinus-Skandal eröffnet

Bild: Strafprozess im Infinus-Skandal eröffnet
Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht.
Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht.

(openPR) Zwei Jahre nach der Razzia bei der Infinus-Gruppe ist am 16. November 2015 der Strafprozess gegen sechs ehemalige Infinus-Manager eröffnet worden. Die Anklage lautet auf gewerbsmäßigen Bandenbetrug im besonders schweren Fall und Kapitalanlagebetrug.

Die Staatsanwaltschaft geht von einem Schneeballsystem aus, mit dem tausende Anleger betrogen worden sein sollen. Das ganze Ausmaß des mutmaßlichen Betrugs wird in dem Prozess noch gar nicht deutlich. Denn aus Zeitgründen wird nur ein Teil verhandelt. Dabei geht es immerhin auch noch um ein Anlagevolumen von rund 312 Millionen Euro, das von ca. 22.000 Anlegern stammt. „Der tatsächliche Schaden ist wahrscheinlich noch größer. Rund 50.000 Anleger sollen vom Infinus-Skandal betroffen sein. Beim Insolvenzverwalter sollen schon Forderungen in Höhe von zirka zwei Milliarden Euro eingegangen sein“, sagt Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller.

Aber auch so dürfte auf das Landgericht Dresden viel Arbeit warten. Die Anklageschrift ist dick. Anleger konnten sich u.a. über Orderschuldverschreibungen, Nachrangdarlehen oder Genussrechte an den verschiedenen Anlageprodukten der Infinus-Produkte oder deren Mutter Future Business (FuBus) beteiligen. Doch auch wenn Auszahlungen an die Anleger erfolgten, soll das Ganze sich nur über ein Schneeballsystem finanziert haben. Neben dem frischen Geld neuer Anleger soll dazu noch Kapital aus diversen Scheingeschäften geflossen sein. Spätestens 2011 hätte dies den Angeklagten auch klar sein müssen, so die Staatsanwaltschaft.

Doch die Spirale drehte sich immer weiter bis es im November 2013 zu einer groß angelegten Razzia bei der Infinus-Gruppe kam. Zahlreiche Gesellschaften, die zu der Gruppe zählten, sind in der Zwischenzeit insolvent, die Anleger haben viel Geld verloren. „Für sie gibt es zwei Möglichkeiten, ihren Schaden zu minimieren. Zum einen aus der Insolvenzquote und zum anderen können sie noch Schadensersatzansprüche geltend machen. Das ist ganz unabhängig vom Strafprozess oder den Insolvenzverfahren möglich“, erklärt Cäsar-Preller. Möglicherweise wurde das Geschäftsmodell in den Emissionsprospekten nicht zutreffend dargestellt und die Anleger dadurch getäuscht.

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit geschädigte Anleger.

Mehr Informationen: www.anlegerschutz-news.de

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 880051
 168

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Strafprozess im Infinus-Skandal eröffnet“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller

Bild: OLG Stuttgart: Kündigung von Bausparverträgen unwirksamBild: OLG Stuttgart: Kündigung von Bausparverträgen unwirksam
OLG Stuttgart: Kündigung von Bausparverträgen unwirksam
„Ein aktuelles Urteil des OLG Stuttgart zeigt deutlich, dass es sich lohnt, sich gegen die Kündigung von Bausparverträgen zu wehren“, sagt Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden. „Das Urteil könnte eine Trendwende in der Rechtsprechung bedeuten – zu Gunsten der Verbraucher.“ Es ist bekannt, dass Bausparkassen versuchen, zuteilungsreife aber nicht voll angesparte Bausparverträge loszuwerden und diese kündigt. Dieser rechtlich ohnehin umstrittenen Praxis hat das Oberlandesgericht Stuttgart …
Bild: BGH-Verhandlung zum Widerruf geplatzt – Bank zieht Revision zurückBild: BGH-Verhandlung zum Widerruf geplatzt – Bank zieht Revision zurück
BGH-Verhandlung zum Widerruf geplatzt – Bank zieht Revision zurück
„Offenbar fürchten die Banken eine Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofs zum Darlehenswiderruf“, sagt Rechtsanwalt Christof Bernhardt von der Kanzlei Cäsar-Preller in Wiesbaden. Denn nicht zum ersten Mal hat eine Bank nun ihre Revision zurückgezogen, bevor es zu einer Verhandlung vor dem BGH kommt. Am 5. April hätte das Thema Widerruf von Darlehen in Karlsruhe verhandelt werden sollen (Az.: XI ZR 478/15). Dazu kommt es nun nicht, da die Bank die Revision zurückgezogen hat, wie der BGH am 31. März mitteilt. „Es ist nicht das erste Mal,…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Infinus: Vermittler stehen wohl nicht in der HaftungBild: Infinus: Vermittler stehen wohl nicht in der Haftung
Infinus: Vermittler stehen wohl nicht in der Haftung
Nach dem Infinus-Skandal befürchten viele Vermittler der Infinus-Produkte, dass Schadensersatzklagen auf sie zukommen könnten. Rechtsanwalt Nikolaus Sochurek sieht keinen Grund zur Panik: „Meiner Meinung nach stehen die Vermittler nicht in der Haftung. Das hat der bisherige Verlauf schon gezeigt.“ In der Fachzeitschrift „Portfolio International“ (Ausgabe …
Bild: Insolvenzanträge der Infinus AG und der Future Business AG | KAP Rechtsanwälte informierenBild: Insolvenzanträge der Infinus AG und der Future Business AG | KAP Rechtsanwälte informieren
Insolvenzanträge der Infinus AG und der Future Business AG | KAP Rechtsanwälte informieren
… dass die Future Business KGaA, die nach bisherigen Erkenntnissen mit rund Euro 400 Mio. eingesammelten Anlegergeldern den Großteil des Schadens im Zusammenhang mit dem Infinus-Skandal verursacht haben dürfte, nicht mehr zur Zahlung der Nominalwerte der Orderschuldverschreibungen in der Lage sein dürfte. Der Schadensfall ist damit nicht mehr nur hypothetisch, …
Bild: Jura-Professor Dr. Bernd Schünemann: Strafrichter sind mit ihrer Machtfülle überfordertBild: Jura-Professor Dr. Bernd Schünemann: Strafrichter sind mit ihrer Machtfülle überfordert
Jura-Professor Dr. Bernd Schünemann: Strafrichter sind mit ihrer Machtfülle überfordert
… die hoch emotionale, täglich anwachsende Kampagne der Justizkritik speist sich zum großen Teil aus eigenen schmerzlichen Erfahrungen vieler Akteure. "Der deutsche Strafprozess ist krank an Haupt und Gliedern", diagnostiziert Professor Dr. Bernd Schünemann, Ordinarius für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie an der Universität …
Bild: Eine lange Liste – INFINUS Anleger müssen sich beeilenBild: Eine lange Liste – INFINUS Anleger müssen sich beeilen
Eine lange Liste – INFINUS Anleger müssen sich beeilen
INFINUS-Skandal: Erste Insolvenzverfahren eröffnet – Staatsanwaltschaft veröffentlicht sichergestellte Vermögenswerte – INFINUS Manager: ein Leben in Schönheit und Reichtum -Informationsveranstaltung für geschädigte Kapitalanleger am 11.02.2014 in Berlin- Anleger der Infinus AG können kaum glauben was die lange Liste enthält. Ein Bild vom Leben in Saus …
Bild: Infinus: Anklage im Infinus-Skandal erhobenBild: Infinus: Anklage im Infinus-Skandal erhoben
Infinus: Anklage im Infinus-Skandal erhoben
… mutmaßlich betrügerischen Geschäfte der Infinus-Gruppe auf. Seitdem sitzen auch mehrere ehemalige Manager in Untersuchungshaft. Nun ist die 757 Seiten umfassende Anklageschrift fertig. Der Strafprozess gegen die sechs Angeklagten könnte in wenigen Wochen eröffnet werden. Die sechs Angeklagten müssen sich dann wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug im …
Bild: Infinus-Skandal: Wurden die Anleger bewusst getäuscht?Bild: Infinus-Skandal: Wurden die Anleger bewusst getäuscht?
Infinus-Skandal: Wurden die Anleger bewusst getäuscht?
Nach Ansicht des Landgerichts Leipzig könnten die Anleger im Infinus-Skandal vorsätzlich sittenwidrig getäuscht worden sein. In den Prospekten sei das Geschäftsmodell nicht richtig dargestellt worden. Die 9. Zivilkammer des LG Leipzig verhandelt über die Schadensersatzklage eines 57-jährigen Infinus-Anlegers. Der Prozess wird von vielen als eine Art …
Bild: Infinus: Staatsanwaltschaft durchsucht VersicherungskonzerneBild: Infinus: Staatsanwaltschaft durchsucht Versicherungskonzerne
Infinus: Staatsanwaltschaft durchsucht Versicherungskonzerne
Im Anlage-Skandal rund um die Infinus / Future Business Gruppe ist es erneut zu Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft Dresden gekommen. Nach Medienberichten wurden dabei diverse Versicherungskonzerne durchsucht. Ziel der Ermittlungen ist, weiteres Beweismaterial sicherzustellen. Dabei wird nicht gegen die Versicherer ermittelt. Sie sind vielmehr in der Rolle des Zeugen. Vom Anlage-Skandal rund um die Infinus-Gruppe sind rund 40.000 Anleger betroffen, die um ihr Geld fürchten müssen. Gegen mehrere Verantwortliche der Infinus-Gruppe wird berei…
Bild: BWF-Stiftung: Auch die Vermittler sind betroffenBild: BWF-Stiftung: Auch die Vermittler sind betroffen
BWF-Stiftung: Auch die Vermittler sind betroffen
Die auf Vermittlerhaftung spezialisierte Münchner Wirtschaftskanzlei "Peres & Partner" sieht auch im aktuellen Skandal um die BWF-Stiftung (Bund Deutscher Treuhandstiftungen e.V.) eine klassische Vermittlerproblematik. Rechtsanwalt Nikolaus Sochurek: "Nach dem Einsatz von BaFin und Staatsanwaltschaft ist die Sache für die Anleger klar: Sie wurden betrogen." Fakt ist aber auch, dass die rund 400 bekannten Vermittler dieser Kapitalanlage wohl in den allermeisten Fällen nichts vom mutmaßlich betrügerischen Wirken der Verantwortlichen der vermein…
Bild: Future Business (FuBus): Keine Nachrangigkeit der Genussrechte - GläubigerversammlungBild: Future Business (FuBus): Keine Nachrangigkeit der Genussrechte - Gläubigerversammlung
Future Business (FuBus): Keine Nachrangigkeit der Genussrechte - Gläubigerversammlung
Die Staatsanwaltschaft Dresden hat ihre Ermittlungen im Infinus-Skandal ausgeweitet und die Genussrechte-Inhaber der Infinus-Mutter Future Business (FuBus) dürfen doch hoffen, im Insolvenzverfahren berücksichtigt zu werden. Wie der Insolvenzverwalter inzwischen mitteilte, werden ihre Forderungen nicht nachrangig behandelt. Am 8. Oktober findet in Dresden …
Bild: Infinus: Verdächtige bleiben in U-Haft – Gericht sieht FluchtgefahrBild: Infinus: Verdächtige bleiben in U-Haft – Gericht sieht Fluchtgefahr
Infinus: Verdächtige bleiben in U-Haft – Gericht sieht Fluchtgefahr
… Richtigkeit der Angaben überprüft werden. Sind die Angaben unvollständig, falsch oder irreführend, kann auf Rückabwicklung geklagt werden“, erklärt Diler. Natürlich gelte auch im Infinus-Skandal nach wie vor die Unschuldsvermutung. Sollten sich die Betrugsvorwürfe allerdings bestätigen, können noch weitere rechtliche Hebel angesetzt werden, damit die Anleger …
Sie lesen gerade: Strafprozess im Infinus-Skandal eröffnet