(openPR) Ausstellungsdauer vom 16.Juni bis 29.Juli 2006
Eröffnung am 16.Juni 06 19.00 Uhr
Die Arbeiten von Johannes Müller sind nicht an bestimmte Themen gebunden und kennen keine Titel. Ihre Handschrift ist eine, die sich assoziativ an den Gegenstand nähert, und die weniger der Beschreibung als vielmehr der Andeutung aus der Erinnerung den Vorzug gibt.
Sie ist als eine Spur zu verstehen, die aus der gesamtleiblichen Erfahrung des Künstlers im Raum auf die Fläche fließt.
Konsequent vergleicht Johannes Müller die Bildfläche mit einer Bühne, die er betritt und wieder verlässt. Ungeachtet seiner abstrakten Kompositionen weist er mehrfach auf seine Bindung an den Gegenstand hin: „ Ich kann ganz abstrakt denken, brauche aber immer wieder die Berührung mit dem Direkten, also mit der Haut, mit dem Fleisch, mit der Materie, die für mich nicht etwas Ungeistiges ist. Ich brauche unbedingt die Berührung mit der konkreten Welt.“
Wie er selbst zu bemerken weiß, ist immer eine Diskrepanz in seiner Art zu arbeiten zu beobachten: auf der einen Seite eine abstrakte Grundkonzeption, die ganz bildnerisch gedacht ist; auf der anderen Seite der Widerstand des Gegenstandes. Diese Suche nach dem Divergenten, nach dem Gegensatz fasst er gelegentlich so zusammen:
„Arbeiten quer zu allem “.
Johannes Müllers Arbeiten repräsentieren in ihrer Addition der gestalterischen Mittel, aus denen sie stets bestehen, nicht nur äußerst komplexe, sondern auch höchst emotionale Konstruktionen. Der Künstler provoziert Dialogsituationen (Linie, Fläche, Farbe) , denen der Betrachter mit Lust und Gewinn beiwohnen darf.
Annie Bardon (Textauszug Katalog Kunsthalle Rostock)
In seiner aktuellen Ausstellung in der raum5 Galerie zeigt Johannes Müller auch erste Arbeiten aus seiner neuen Serie, die sich (inspiriert von Balthasar Neumann 1687 - 1753) intensiv mit der Architektur des Barock auseinandersetzt.
Ausstellungsdauer vom 16.Juni bis 29.Juli 2006
Eröffnung am 16.Juni 06 19.00 Uhr
Biographisches:
1935 in Endschütz/Thüringen geboren
1953 – 58 Studium Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Prof. Erich Fraaß und Prof. Rudolf Bergander
seit 1958 freischaffend in Rostock
zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland, Lehrtätigkeit, mehrere Kunst- und Kulturpreise
Katalog: Johannes Müller Kunsthalle Rostock













