(openPR) Vom 7. März bis 11. April 2015
Eröffnung: 6. März 2015, um 19.30 Uhr
Ausgewählte Textzitate, Tanzinterpretation und musikalisch arrangierte Tonstruktur, malerische, zeichnerische, graphische, plastische, filmische und fotografische Adaptionen der literarischen Vorlage.
Beteiligte Künstler:
Regina Conrad, Berlin, Malerei, Mischtechnik (Milieu-Einfühlung)
Martin Enderlein, Berlin, Malerei, Zeichnung (Figur und Raum)
Ellen Fuhr, Berlin, Porträtzeichnung/Collage (Kafka-Umfeld)
Annette Gundermann,Berlin, Zeichnung/Collage (Schloßwege?)
Dorothee Helena Jacobs, Berlin, Malerei, Tusche (Bedrängnis)
Liz Mields-Kratochwil, Berlin, Metallskulpturen, (Dickicht)
Thomas K. Müller, Berlin; Relief-Plastik, Zeichnung (Topographien)
Regina Müller-Huschke, Berlin, Fotografie, Porzellan (Schloß-Welt)
Christian Ulrich, Berlin, Malerei, Zeichnung, Objekt (Kafkas Haus)
Walter Libuda, Schildow/Berlin, Malerei (Zyklus „Landvermesser“)
Bernd Schlothauer, Leipzig, Zeichnung, (Zyklus „Gesellschaftsbau“)
HAEL YXXS, Leipzig, Video (Text- und Körper-Metamorphosen)
Mareike Franz /Lars Scheibner, Berlin, Tanz, Video (K. und Frieda)
Bernd Petrikat, Berlin, Fotografie, (Tanzperformance – Momente)
Dani, Berlin, Musik, (Klangcollagen zur Tanzperformance)
Die Ausstellung Das Wort wird Körper – szenische Bilder eines Fragments (nach dem Roman „Das Schlo? von Franz Kafka) ist in ihrer Struktur auf die Verknüpfung der Künste Literatur, bildende Kunst, zeitgenössischer Tanz und elektronische Musik fixiert. Ausgewählte Passagen des Romanfragments stehen in Korrespondenz zu den jeweiligen stilistischen Eigenheiten der beteiligten Künstler. Die Gegenwärtigkeit der Ausstellung erschöpft sich nicht in der illustrativen Wiedergabe von Handlungsabläufen der literarischen Vorlage. Das Interesse entwickelt sich zudem an real existierenden heutigen Verhältnissen, denen der Autor Franz Kafka eine frappante, gesellschafts-verwandte Aktualität, gleichsam als künstlerische Spiegelung hinterlassen hat. Einerseits wurden die verschiedenen Œuvres diesbezüglich gesichtet.
Andererseits sind im Dialog mit den Mühen des Landvermessers K. neue Sichtweisen als individuelle bildnerische Sprachen entstanden.
Die Auswahl der Arbeiten folgte dem Prinzip des Echolots, was nichts anderes bedeuten kann, als dass sich die künstlerische Wirklichkeit nicht vom Niederen zum Höheren entwickelt. Schon eher kann man an Metaphern der Sehnsucht denken, um den gesellschaftlichen Verwerfungen persönlich begegnen zu können. So betrachtet sind die versammelten Werke natürlich eine Referenz an den Dichter Franz Kafka und darüber hinaus vermitteln sie Aspekte heutiger Gesellschaftsbetrachtung.













