(openPR) Bundesjustizminister Maas (SPD) hat sich zum Ziel gesetzt, die Mord und Totschlag betreffenden Paragrafen im Strafgesetzbuch zu ändern. Man hatte sich daran erinnert, dass die bestehenden gesetzlichen Regelungen aus dem Jahr 1941 stammen und glaubte, in Formulierungen wie „Totschläger“ und „Mörder ist…“ braunes Gedankengut entdeckt zu haben. Das gerade erschienene Buch mit dem Titel „Die Reform des Tötungsstrafrechts“ setzt sich kritisch mit diesem Vorhaben auseinander. Die Bezeichnung „Anti-Maas“ beruht auf einer Meinungsäußerung über dieses Buch, auch wenn der Inhalt weit über eine Kritik der Absicht des Bundesjustizministers hinausgeht.
Verfasser ist ein Richter, der hier den Sinngehalt einer Reform des Tötungsstrafrechts, bei der es um die Neugestaltung des Mordparagrafen im deutschen Strafrecht geht, einer gründlichen Analyse unterzieht und auf alle damit zusammenhängenden Fragen Antworten gibt. Es wird erklärt, wie die noch heute gültigen Paragrafen entstanden sind und inwieweit in den Formulierungen „braune Gedanken“ überlebt haben. Das Ergebnis dürfte viele Befürworter einer Reform überraschen. Darüber hinaus wird auf die zahlreichen Anläufe seit 1945 eingegangen, diese Paragrafen zu reformieren und darauf, weshalb jede Reform zum Scheitern verurteilt ist.
Autor Martin Mrosk weiß, wovon er schreibt, denn er ist Strafrichter an einem Landgericht. 2009 erschien von ihm das Buch „Nicht immer ist es Mord – Über die Abgrenzungsmerkmale der Tötungsdelikte“.
Martin Mrosk „Die Reform des Tötungsstrafrechts – Eine kurze Analyse zur Reformbedürftigkeit der Tatbestände §§ 211, 212 StGB“
Patalas Verlag, Softcover, 120 Seiten, ISBN 978-3-941535-09-1, Preis: 14,95 €











