(openPR) Das für Samstag geplante Testspiel des Regionalligisten SG Dynamo Dresden gegen den englischen Drittligisten Leeds United fällt aus. Der sächsische Traditionsverein sah sich zu diesem Schritt gezwungen, da die Polizeidirektion Dresden Hinweise erhielt, dass mehrere hunderte gewaltbereite Fans aus England anreisen würden. Außerdem unterstützen die Dresdner Einsatzkräfte am Samstag die Polizeidirektion Leipzig bei einer Demonstration.
Dynamo Dresden bedauerte die Absage sehr. Bernd Maas, Hauptgeschäftsführer SG Dynamo Dresden: „Natürlich ist es für unsere Fans keine gute Nachricht, wenn das Spiel so kurz vorher abgesagt werden muss. Aber wir folgen den Hinweisen der Polizei und des DFB, weil Zwischenfälle jeglicher Art gerade nach dem tollen Anti-Gewalt-Spiel gegen Schalke 04 auf uns zurückfallen würden. Dieses Risiko können und wollen wir im Interesse von Dynamo nicht eingehen.“
Außerdem vermeldete der Verein, dass alle bereits verkauften Eintrittskarten zurückerstattet werden. Für Jörg Pochert, Redakteur des Fußball-Onlineportals „die-fans.de“, ist dies ein schwacher Trost. „Ich ärgere mich richtig über die Absage, denn ich wollte eigentlich nach Dresden fahren und hatte mich lange auf das Spiel gefreut. Viel mehr tut es mir aber um die tausenden Dynamo-Fans leid, die ja auch nicht alle Tage eine englische Mannschaft zu sehen bekommen. Mir geht es nicht in den Kopf, dass nicht genügend Ordnungskräfte zur Verfügung stehen. Der Termin war ja schließlich nicht erst seit gestern bekannt“, so der aufgebrachte Journalist. Zudem zweifelt er die sogenannten Hinweise zumindest an. „Das Verhalten der Leeds-Fans während des Freundschaftsspiels bei Union Berlin am Mittwoch war einwandfrei. Wenn in der Regionalliga Magdeburg, Union, Erfurt oder St. Pauli kommen, lockt das weitaus mehr Chaoten an. Diese Spiele kann man auch nicht einfach absagen“.
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