(openPR) „Ein Boot mag noch so groß und seetüchtig sein. Wer nicht mitrudert, wird schnell unbeliebt.“ (Prof. Querulix)
Es wäre doch so schön, wenn alle Menschen – unabhängig von ihrer Rasse, ihrer Religion und ihrer Kultur – einträchtig zusammenleben könnten. Tatsächlich, es w ä r e so schön. . ., aber leider ist es nur ein Traum. Und das nicht erst seit heute. Wer sich gründlich genug in der Welt umgesehen hat, der weiß, daß auch dort, wo nicht gerade Krieg zwischen unterschiedlichen sozialen Klassen, Ethnien und Glaubensrichtungen herrscht, bei weitem nicht alles eitel Sonnenschein ist, und es auch nie war.
Im Gegenteil. Es steht mit Toleranz und gegenseitiger Achtung oft schlechter als der erste Anschein uns glauben macht. Das gilt sogar für einige europäische Länder. Frankreich und Großbritannien haben zum Beispiel seit langem Erfahrungen mit Menschen, die aus den früheren Kolonien dieser Länder zugewandert sind. In den großen Städten gibt es dort Ghettos, kulturelle Enklaven, die sich wie Fremdkörper ausnehmen und es auch sind. Die dort lebenden Menschen sind sozial nicht in die Bevölkerungen ihrer neuen Heimatländer integriert, oft auch nicht einmal wirtschaftlich und schon gar nicht kulturell.
Für Europa und vor allem für Deutschland ist der nicht abreißende und teilweise ungeordnete Zustrom von Flüchtlingen die größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg. Wer da genau zu uns kommt, weiß eigentlich niemand. Die Aufarbeitung mittels Registrierung, Verteilung und schließlich Integration dürfte Jahre dauern. Wenn alles gut geht. Doch das bleibt abzuwarten. Bei der Ansiedlung der Zuwanderer, darunter ca. 50 Prozent Muslime, wird darauf zu achten sein, daß sich die Ghettobildung nicht ausweitet wie heute schon in einigen englischen und französischen Städten und dadurch zusätzlicher Nährboden für soziale Spannungen und gewaltsame Auseinandersetzungen geschaffen wird.
Die Integration hunderttausender Flüchtlinge wird ein sehr schwieriges Stück Arbeit werden. Anderes zu glauben, wäre blauäugig. Dabei sind die vielen Milliarden Euro, die es kosten wird, noch das geringste Problem. Diese Menschen so in unsere Gesellschaft zu integrieren, daß sie keine Fremden bleiben, ist eine sehr schwierige, ohne systematisches Bemühen so gut wie unlösbare Aufgabe. Das zeigen Erfahrungen mit den schon lange hier lebenden Nachkommen der ehemaligen Gastarbeiter.
Soll die Integration der heutigen Zuwanderer wenigstens eine Chance haben, sind mindestens einige Voraussetzungen zu schaffen:
1. Willkommenskultur heißt nicht, jedem Zuwanderer seine Extrawurst zu braten. Wir sind Deutsche und leben in Deutschland. Es ist unser Land. Wer hier mit uns leben möchte, muß akzeptieren, daß u n s e r e Kultur das Miteinander bestimmt. Wer Wert darauf legt, sich von unserer Kultur abzugrenzen, und ostentativ seine eigene Kultur auslebt, dokumentiert damit, daß er sich nicht integrieren will. Er oder sie ist deshalb als Mitbürger bzw. Mitbürgerin ungeeignet.
2. Wer in Deutschland leben möchte, muß Deutsch können, und zwar so gut, daß er sich ohne Schwierigkeiten in allen Alltagssituationen sowie in seinem Beruf verständigen kann. Andernfalls darf er kein Aufenthaltsrecht erhalten. Das ist für die Norweger und die Schweden zum Beispiel selbstverständlich und hat sich dort als für die Integration sehr nützlich erwiesen.
3. Die Kinder der Zuwanderer müssen gemeinsam mit deutschen Kindern in Kitas, Vorschulen und Schulen unterrichtet werden, und zwar nach deutschen Regeln und an den Zielen unseres Bildungssystems orientiert, sowie entsprechend unserer Kultur. Befreiungen von Mädchen vom gemeinsamen Sportunterricht mit Jungen darf es zum Beispiel nicht geben. Wer Schwierigkeiten hat, sich unserer Kultur anzupassen, sollte mit seinen Kindern in ein Land auswandern, das ihm kulturell näher liegt als Deutschland.
4. Wer auf Dauer in Deutschland bleiben möchte, muß den Willen haben, Deutscher zu werden. Andernfalls bleibt er Gast, der so lange willkommen ist, wie er sich unserer Kultur gegenüber respektvoll benimmt und seinen Unterhalt selbst verdient.
5. Die gut gebildeten und fachlich Qualifizierten unter den Zuwanderern müssen so schnell wie möglich dem Arbeitsmarkt zugeführt werden. Wirtschaftsunternehmen, die davon profitieren, sollten auch die Kosten für Sprachunterricht und möglicherweise notwendige formale Nachqualifikationen übernehmen.
6. Beruflich wenig- oder nicht Qualifizierte, aber auf Grund ihrer Vorbildung Qualifizierbare sollten vor allem für Mangelberufe im Handwerk gewonnen und dafür aus- bzw. weitergebildet werden. Auf gar keinen Fall dürfen sie aber als „billige Jacobs“ mißbraucht werden.
7. Für begrenzt aus- und weiterbildungsfähige sowie Geringqualifizierte sollten entsprechende Arbeitsplätze im kommunalen Bereich geschaffen werden. Sie für die Allgemeinheit arbeiten zu lassen, ist sinnvoller und für die Integration hilfreicher als sie profitorientierten Wirtschaftsbetrieben als billige Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen oder sie gar für den Rest ihres Lebens auf Hartz-IV-Niveau zu versorgen.
Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll dokumentieren, daß Deutschland den Zuwanderungen viele Chancen für positive Lebensperspektiven bieten kann und sollte, wenn auch diese ihren Teil zur Integration beitragen. Nur dann können beide, Deutsche und Zuwanderer, Nutzen von den Anstrengungen und Aufwendungen erwarten, die ihnen in den kommenden Jahren abverlangt werden.
Das Zitat von Prof. Querulix stammt übrigens von der CD „Volksmund tut Weis- und Wahrheit kund“. Seine Publikationen erscheinen im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de). Außer der umfangreichen CD „Volksmund tut Weis- und Wahrheit kund“, die auch Zitate von anderen Denkern und Dichtern aus zweieinhalb Jahrtausenden sowie eine kleine Bildergalerie mit Ölkreiden und Grafiken von Prof. Querulix enthält (ISBN 978-3-943788-27-3, 29,95 Euro inkl. Versand) sind von Prof. Querulix auch mehrere eBooks mit Aphorismen, Reimen und Gedichten erschienen. Zum Beispiel „Besser quer gedacht als quergeschossen“ (ISBN 978-3-943788-15-0, 141 S., 12,95 Euro) und „Am Abgrund hat man den besten Überblick“ (978-3-943788-16-7, 124 S., 9,95 Euro).
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