(openPR) Der ungebremste Zustrom von Menschen aus anderen Kulturen macht immer mehr Deutschen Angst. Welche Folge wird das für sie haben? Verständlich. Veränderungen, vor allem wenn sie erheblich sind, müssen verarbeitet werden, vor allem emotional.
Die Politiker wären gut beraten, dem Aufkommen von Ängsten durch kluges Handeln entgegen zu wirken. Daran hapert es leider jetzt schon. Die Grenzen für alle, die es nach Deutschland zieht, für offen zu erklären, ist – freundlich ausgedrückt – unklug. Denn wir wissen gar nicht, wer da unsere Gastfreundschaft in Anspruch nimmt und welche Absichten ihn in unser Land treiben. Anspruch auf den Schutz des Asylrechts haben die allerwenigsten.
Andererseits können viele der Zuwanderer unserer Gesellschaft demographisch auf die Beine helfen und sie kulturell wie auch wirtschaftlich bereichern – wenn wir sie lassen und so rasch wie nur möglich die dafür erforderlichen Voraussetzungen schaffen. Wir sollten gar nicht erst daran denken, Zuwanderer in erster Linie als zusätzliche billige Arbeitskräfte zu betrachten, wie es einige Wirtschaftslobbyisten mit ihrer durch Profitgier eingeengten Wahrnehmung tun.
Unsere wichtigste Aufgabe ist die staatsbürgerliche und kulturelle Integration derer, die unser Land als ihre neue Heimat betrachten. Sie sollten wir als willkommene Gäste begrüßen, aber auch klar fordern, daß sie sich als Gäste benehmen. Wer bleiben möchte, muß unsere Kultur und unsere Lebensart als die das Zusammenleben bestimmenden respektieren. Deutschland gehört den Deutschen. Gleiche Rechte bedingen gleiche Pflichten. Extrawürste aus falsch verstandener Liberalität (die eher mit Libertinage zu bezeichnen wäre) dürfen nicht gebraten werden, wenn wir das Ziel der Integration nicht gefährden wollen. Unsere Kultur ist die Leitkultur, der sich die Zuwanderer anpassen müssen.
Praktisch bedeutet es, daß die Kinder zusammen mit deutschen Kindern erzogen und gebildet werden. Eine Befreiung der Mädchen vom gemeinsamen Sportunterricht mit den Jungen kommt zum Beispiel nicht infrage. Die Verhüllung des ganzen Körpers ist verboten. Das Gesicht muß immer sichtbar sein. Wir müssen uns sogar als Besucher, zum Beispiel des Irans oder Saudi Arabiens, auch an deren Sitten und Gesetze halten. Wer in Deutschland leben will, muß unsere Sitten und Gesetze achten.
Um das sicherzustellen, muß bei der Ansiedlung unbedingt Ghettobildung verhindert werden. Die Chancen dafür sind umso größer, je schneller und besser sich die Zuwanderer an unsere Kultur und Lebensgewohnheiten anpassen. Dabei müssen wir ihnen helfen. Eines der wichtigsten Mittel dazu ist das Erlernen der deutschen Sprache. Nur wer die Sprache des Volkes spricht, in dem er lebt, gehört wirklich dazu. In diesem Zusammenhang ist der Unsinn des Betreuungsgeldes, auch Herdprämie genannt, unverzüglich abzuschaffen, weil er die (sprachliche) Integration verhindert. Optimal wäre eine obligatorische gemeinsame Erziehung und Bildung der Kinder vom vierten Lebensjahr an. Dafür die Mittel bereitzustellen, ist neben der Sicherstellung auskömmlicher Einkommen für den Lebensunterhalt aller Mitbürgerinnen und Mitbürger eine unserer wichtigsten Aufgaben zur Sicherung unserer Zukunft.
Die Erfahrungen mit den Nachfahren türkischer Gastarbeiter lassen daran zweifeln, ob wir alle zu uns gekommenen Menschen integrieren können. Deshalb wäre es wichtig, diejenigen Zuwanderer, die kein Anrecht auf Asyl haben, daraufhin gründlich zu überprüfen, ob sie die Absicht haben, deutsche Staatsbürger zu werden und kulturell wie wirtschaftlich problemlos integrierbar sind. Nur dann ist es sinnvoll, ihnen Aufenthaltsrecht zu gewähren und ihnen eine spätere Einbürgerung zu ermöglichen. Nur wenn diesbezüglich konsequent gehandelt wird, haben wir die Chance, die Vorteile der massenhaften Zuwanderung zu nutzen und künftige Probleme zu vermeiden.
Klar ist, daß vorübergehende Gastfreundschaft ebenso wie langfristige Integration der Zuwanderer viele Milliarden Euro kosten wird. Die Zweckentfremdung von Sporthallen, die Verknappung und Verteuerung von Wohnraum, und die Forderungen der Wirtschaftslobby nach einer Senkung des Mindestlohns lassen befürchten, daß die Hauptlast der Zuwanderung vor allem von denen getragen werden muß, die über die geringsten Einkommen verfügen und kaum Aussicht auf auskömmliche Altersversorgungen haben. Wenn die Politiker dem nicht schleunigst entgegenwirken, erzeugen sie sozialen Sprengstoff, der schon mittelfristig äußerst unangenehme politische Auswirkungen haben und den sozialen Frieden ernsthaft gefährden könnte.
Ob die Politiker und Staatsbürokraten in der Lage sind, den notwendigen Kraftakt klug und weitsichtig, sowie unbeirrt durch lobbyistische Einflüsterungen zu bewerkstelligen, wissen wir noch nicht. Das Potential ist sicherlich vorhanden. Nur müssen der Mut, der Wille und die Beharrlichkeit hinzukommen.
Gegenüber den unsolidarischen Mitgliedern der Europäischen Union sollte „klare Kante“ gefahren werden. Deutschland trägt neben Österreich, Zypern, Malta und Schweden die Hauptlast der Zuwanderung. Dagegen nehmen Spanien, Portugal, Slowakei, Ungarn und Tschechien erheblich weniger Zuwanderer auf, als ihrer Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft entspräche. Die Länder, die mehr Zuwanderer aufnehmen als sie nach Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft aufnehmen müßten, sollten sich wegen ihrer hohen Belastungen künftig weigern, den unsolidarischen Ländern Gelder für die Wirtschafts- und Strukturentwicklung zur Verfügung zu stellen. Ein Europa der Egoisten, die gern auf Kosten ihrer Partner leben, aber selbst nichts zum Gelingen des Gemeinschaftsprojekts beitragen wollen, brauchen wir nicht.
Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit über 25 Jahren das oft fragwürdige Treiben des Menschentiers. Seine zeitlos-zeitkritischen Beobachtungen und Kommentare erscheinen gesammelt in einer eBook-Reihe, die bisher fünf Bände umfaßt. Ein sechster Band wird derzeit vorbereitet. Alle eBände im Umfang zwischen ca. 180 und 220 Seiten kosten je 9,95 Euro und sind beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital sowie in allen gut sortierten (Internet-)Buchhandlungen erhältlich.
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