(openPR) Die Audio Transkriptionen von YouTube sind kostenlos weil sie automatisch vonstattengehen. Bei deutsch gesprochenem Text kommt mit dieser Automatik nur wenig Sinnvolles heraus, weil die Spracherkennung noch fehlerhaft ist. Die Fehler lassen sich in kurzer Zeit vom Inhaber des Videos beseitigen. Die richtige Zeichensetzung und erklärende Texte, z.B. „Gelächter“, „Klatschen“, „Pfeifen“ lassen sich ergänzen. Angela Merkel und Barak Obama haben ihre wichtigen Videos schon korrigieren lassen. Danach sind sie für die Gehörlosen barrierefrei und für jeden, der lesen kann zugänglich. Die Option zur Korrektur in der gesprochenen Sprache ist jedoch nur eine Option. Das Verstehen unserer deutschen Sprache wird erleichtert, wenn Ausländer ihre Sprache als Untertitel wählen können. YouTube liefert dazu schon den kompletten Werkzeugkasten und die Gebrauchsanleitung: Lade die zum Video gehörende Textdatei samt Zeitleiste herunter, übersetze die Texte in beliebige Sprachen und lade diese Übersetzungen anschließend als Videoergänzung hoch. Mit zwei Klicks kann dann jeder seine gewünschte Sprache aus dem Angebot an lesbaren Untertiteln wählen.
Bis zu 160 Sprachen stehen derzeit zum Upload geeigneter Untertitel bereit. Zur Demonstration dieser Funktionalität wurde ein einfaches Erklärvideo für YouTube erstellt: Konrad Rennert erklärt seine Idee in deutscher Sprache. Via Untertitel können dazu wahlweise die englische, die französische oder die arabische Übersetzung an der passenden Stelle der Zeitleiste gezeigt werden.
Diese Technologie könnte auf tausende vorhandene Lehrvideos der Deutschen Welle oder der öffentlich rechtlichen Sender angewendet werden. Der Minutenpreis pro einmalige Übersetzung durch Muttersprachler wird in der Größenordnung von 1 bis 2 Euro liegen.
Damit wären nicht nur die Inhalte in anderen Sprachen zugänglich sondern auch so etwas wie „Open Educational Resources“ entstanden, die vor allem von Flüchtlingen und Menschen ohne deutsche Sprachkenntnisse genutzt werden können. Smartphones und Tablets für unter hundert Euro reichen aus, um lehrreiche Videos im Original mit Untertiteln in eigener Sprache zu hören.












