openPR Recherche & Suche
Presseinformation

2030-Agenda: Gesundheit als 'Querschnittsthema'

30.09.201514:09 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Difäm-Direktorin Gisela Schneider begrüßt Gesundheit als nachhaltiges Entwicklungsziel

Vertreterinnen und Vertreter von 193 Staaten, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel, einigten sich bei einem Sondergipfel in New York am vergangenen Wochenende auf die 2030-Agenda mit 17 globalen Zielen für eine nachhaltige Entwicklung. "Wir begrüßen sehr, dass das Thema Gesundheit einen prominenten Platz (Ziel 3) in der Agenda einnimmt und der allgemeine Zugang zu Gesundheit ebenso aufgegriffen wird wie die Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten", sagt Dr. Gisela Schneider, Direktorin des Difäm – Deutsches Institut für Ärztliche Mission e.V. in Tübingen. "Aber nun müssen den großen Worten auch die Taten folgen."



Als Ergebnis ihres bisher längsten Beratungsprozesses haben die Vereinten Nationen eine neue ehrgeizige Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda verabschiedet: Die 2030-Agenda verbindet in 17 Zielen und 169 Unterzielen wirtschaftliche, soziale und ökologische Fragen und nimmt gleichermaßen Schwellen- und Entwicklungsländer sowie Industrienationen in die Pflicht. "Die Umsetzung der Entwicklungsziele bis zum Jahr 2030 erfolgt in den einzelnen Ländern zwar auf freiwilliger Basis," sagt Difäm-Direktorin Dr. Gisela Schneider. "Aber sie bieten neue Chancen und wir als Organisation für weltweite christliche Gesundheitsarbeit werden uns als Mitglied des Verbandes Entwicklungs-politischer Nichtregierungsorganisationen (VENRO) und gemeinsam mit unseren Partnern aktiv dafür einsetzen, dass insbesondere das Ziel 3, das sich mit dem Zugang zu Gesundheit befasst, umgesetzt wird."
In der 2030-Agenda, die 2016 in Kraft treten soll, hat Gesundheit ein eigenes Ziel: Das Entwicklungsziel 3 fordert die „Sicherstellung eines gesunden Lebens und Förderung des Wohlergehens aller Menschen jeden Alters“. Diesem sehr allgemeinen Ziel sind neun spezifische Unterziele zugeordnet. Obenan steht die weitere Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit. Neben Aids, Malaria und Tuberkulose sind andere infektiöse Erkrankungen wie die Krankheiten durch verunreinigtes Wasser aufgenommen. Als Reaktion auf den globalen epidemiologischen Wandel stehen nicht übertragbare Erkrankungen sowie psychische Erkrankungen als neue Themen auf der Agenda. Darüber hinaus werden Krankheits- und Todesursachen wie Alkohol- und Drogenmissbrauch, Verkehrsunfälle, Wasser- und Luftverschmutzung sowie der fehlende Zugang zur reproduktiven Gesundheit adressiert.

"Eines der Unterziele fordert den Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle Menschen, ein Thema, das dem Difäm schon lange sehr wichtig ist", sagt Dr. Gisela Schneider. Hierbei geht es zum einen um die Verfügbarkeit einer guten Gesundheitsversorgung, zum anderen sollen neue Finanzierungsmechanismen verhindern, dass Menschen durch Krankheit in die Armutsfalle geraten. "Diese Gesundheitssystemstärkung muss eine hohe Priorität bekommen, besonders seit uns die Ebola-Epidemie die katastrophalen Folgen schwacher Gesundheitssysteme dramatisch vor Augen führte."

Auch die anderen der 17 Entwicklungsziele integrieren wichtige Bedingungen für Gesundheit: Die weitere Bekämpfung von Armut und Hunger, die Geschlechter-Gerechtigkeit, die Verbesserung der Sanitärversorgung und Hygiene sowie der Wohnverhältnisse und die Förderung des Friedens. Dies reflektiert die Einsicht, dass Gesundheit sowohl Voraussetzung wie auch Folge und Indikator nachhaltiger Entwicklung ist. Zudem sind Gesundheit und Gerechtigkeit eng miteinander verwoben.

Im Vergleich zu den bisherigen Millenniums-Entwicklungszielen sind die nachhaltigen Entwicklungsziele breiter und komplexer. Dadurch werden die Umsetzung und die Messung des Erfolgs schwieriger sein. Die gesundheitsbezogenen Ziele, gerade im Bereich der Prävention, können nicht allein durch den Gesundheitssektor erreicht werden, sondern brauchen einen integrativen Ansatz, bei dem das Gesundheitswesen, die Regierung und andere Akteure eng zusammen arbeiten.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 872710
 131

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „2030-Agenda: Gesundheit als 'Querschnittsthema'“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Difäm - Deutsches Institut für Ärztliche Mission e.V.

Bild: Kriminelle missbrauchen Hoffnung auf Heilmittel für COVID-19Bild: Kriminelle missbrauchen Hoffnung auf Heilmittel für COVID-19
Kriminelle missbrauchen Hoffnung auf Heilmittel für COVID-19
Difäm-Partner decken Fälschungen des Malariamittels Chloroquin auf. Kriminelle missbrauchen Hoffnung auf Heilmittel für COVID-19 Der Anti-Malaria-Wirkstoff Chloroquin wird zurzeit in Studien auf seine Wirksamkeit bei der Behandlung von COVID-19-Patienten getestet. Medikamentenfälscher nutzen die damit verbundenen Hoffnungen der Menschen aus und bringen Chloroquin-Fälschungen in Afrika auf den Markt. Um Profit zu machen, riskieren sie Menschenleben. Difäm-Partner in Afrika deckten Fälschungen auf und meldeten sie an die Weltgesundheitsorgani…
Helfen mit Weitblick – Stiften und Gesundheit nachhaltig fördern
Helfen mit Weitblick – Stiften und Gesundheit nachhaltig fördern
Dem eigenen Vermögen einen Sinn geben und Menschen in Not langfristig eine gute Gesundheitsversorgung zu ermöglichen – das bietet die neue Gesundheitsstiftung des Deutschen Instituts für Ärztliche Mission e. V. (Difäm). Gegründet wird die ‚Difäm Stiftung Gesundheit weltweit‘ offiziell am 29. November 2019. Bis dahin sucht das Difäm noch Gründungsstifterinnen und -stifter, die mit ihrer Zustiftung die Gesundheitsarbeit des Difäm nachhaltig unterstützen möchten. „Jeder Euro, der das Stiftungskapital erhöht, trägt langfristig und verlässlich z…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Zukunftsfähiges Präventionsgesetz von Bundesgesundheitsminister Bahr gefordertBild: Zukunftsfähiges Präventionsgesetz von Bundesgesundheitsminister Bahr gefordert
Zukunftsfähiges Präventionsgesetz von Bundesgesundheitsminister Bahr gefordert
… bereits vielfältige Ansätze, gerade auf kommunaler Ebene. Wichtig sei nun, dass diese besser miteinander verknüpft und alle wesentlichen Akteure zusammengeführt werden. „Vorsorge ist Querschnittsthema und braucht langfristig angelegte Konzepte. Daher muss Schluss sein mit nur kurzfristigen Programmen, die dazu häufig noch in ihren Zielen wechseln“, erklärt …
Bild: DB Cargo und EUPD Research veröffentlichen Branchen-Studie „Corporate Health Management in Deutschland“Bild: DB Cargo und EUPD Research veröffentlichen Branchen-Studie „Corporate Health Management in Deutschland“
DB Cargo und EUPD Research veröffentlichen Branchen-Studie „Corporate Health Management in Deutschland“
… vermeiden, Kosten reduzieren“ für die Branche Verkehr/Logistik.Corporate Health Management kann, laut Studienergebnissen, z.B. nur dann nachhaltig erfolgreich sein, wenn es als Querschnittsthema ganzheitlich im Unternehmen verankert ist. So braucht es, wie die erfolgreichsten Unternehmen bisher gezeigt haben, festgelegte fachliche Strukturen, strategische und …
Bild: EUPD Research veröffentlicht CHES-Studie 2022 „Relevanz verstehen, Fehler vermeiden, Kosten reduzieren“Bild: EUPD Research veröffentlicht CHES-Studie 2022 „Relevanz verstehen, Fehler vermeiden, Kosten reduzieren“
EUPD Research veröffentlicht CHES-Studie 2022 „Relevanz verstehen, Fehler vermeiden, Kosten reduzieren“
… Nachhaltigkeit und Corporate Health Management für Verkehr- und Logistikunternehmen herauszustellen.„Corporate Health Management kann nur dann nachhaltig erfolgreich sein, wenn es als Querschnittsthema ganzheitlich im Unternehmen verankert ist. In unserer mittlerweile neun Jahre umfassenden Datensammlung ist zu erkennen, dass dies zunehmend von Unternehmen …
Bild: 3,9 Millionen Euro Förderung für KI-ForschungsprojektBild: 3,9 Millionen Euro Förderung für KI-Forschungsprojekt
3,9 Millionen Euro Förderung für KI-Forschungsprojekt
… die mit der technologischen Entwicklung und der rasend schnellen Verbreitung der künstlichen Intelligenz einhergehen.“„Wir wollen einen verantwortungsbewussten KI-gestützten Methodeneinsatz als Querschnittsthema in Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung dauerhaft an der HAW Hamburg etablieren“, sagt Prof. Dr. Michael Gille, der das Gesamtvorhaben koordiniert. …
Vom Studierenden zum reflektierten Mitglied einer verantwortungsvollen Gesellschaft
Vom Studierenden zum reflektierten Mitglied einer verantwortungsvollen Gesellschaft
… statt, da dieser Korridor bei allen Bachelor-Studiengängen freigehalten wird - Formale Vorgaben: Lehrende aus mindestens drei Fachdisziplinen und zwei Fachbereichen lehren gemeinsam ein Querschnittsthema; Studierende werden nach einem Algorithmus (nach Abgabe von drei Präferenzen) so verteilt, dass möglichst alle Fachbereiche zu gleichen Teilen in den …
Neue Spezialagentur für nachhaltige Kommunikation in Berlin
Neue Spezialagentur für nachhaltige Kommunikation in Berlin
… zukunftsfähige ganzheitliche Lösungen in den Bereichen Branding, Corporate Design, Corporate Social Responsibility, Kampagne und Reporting. SH versteht Kommunikation als Schlüssel- und Querschnittsthema, um Organisationen als komplexe, dynamisch vernetzte Systeme in eine nachhaltige Zukunft zu führen. Arbeitsweise: SHs umfangreiche Expertise und gute Kreation …
Recht auf Nahrung fuer alle ? Halbierung der Zahl der Hunger-leidenden bis 2015 dringend notwendig
Recht auf Nahrung fuer alle ? Halbierung der Zahl der Hunger-leidenden bis 2015 dringend notwendig
hts auf Nahrung ein und unterstuetzt die Ziele UN-Millenniumserklaerung, den Anteil der Hungernden in der Welt bis zum Jahre 2015 zu halbieren. Hierzu hat die Bundesregierung im April 2001 das Aktionsprogramm 2015 verabschiedet. Durch den Kabinettsbeschluss wurde die weltweite Armutsbekaempfung zum Querschnittsthema der Politik der Bundesregierung.
Bild: Ökohaus-Pionier unterstützt journalistisches QualifizierungsprojektBild: Ökohaus-Pionier unterstützt journalistisches Qualifizierungsprojekt
Ökohaus-Pionier unterstützt journalistisches Qualifizierungsprojekt
… große Gesamtbild einordnen können. Das gemeinnützige Netzwerk Weitblick hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, angehende und berufstätige Journalisten sowie Medienschaffende zum Querschnittsthema Nachhaltigkeit zu schulen. Seit dem zweiten Halbjahr 2016 haben Dozenten aus dem Netzwerk rund 100 angehende Journalisten qualifiziert. Diese lernen in verschiedenen …
Stifterverband vergibt weitere Zertifikate „Vielfalt gestalten"
Stifterverband vergibt weitere Zertifikate „Vielfalt gestalten"
Berlin, 04.03.2026. Das Diversity Audit des Stifterverbandes begleitet Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, DEIB als Querschnittsthema innerhalb der Institution fest zu verankern. DEIB steht für Diversity, Equity, Inclusion und Belonging also für Diversität, Gerechtigkeit, Inklusion und Zugehörigkeit. Folgende Institutionen haben …
Sie lesen gerade: 2030-Agenda: Gesundheit als 'Querschnittsthema'