(openPR) VORWORT
Heute noch prägen Darwins Evolutionstheorie und die Gleichformigkeitslehre von Lyell, zum Dogma erhoben, unser starres Weltbild. Nachweisbare Katastrophen in Vergangenheit unseres Planeten und wahrscheinliche zukunftige werden einfach totgeschwiegen.
Ich glaube, dem ist gut so, die meisten, die mir begegneten sind gar nicht interessiert zu erfahren, was mit der Welt in der wir leben geschiet, geschehen ist und vielleicht noch passieren wird, sie haben Angst davor, sie werden geboren, leben um zu überleben und kämpfen dafür mit allen Mitteln, wenn sie sterben haben sie eben nur gelebt. Vollkommen abhängig von der Gesellschaft in der sie leben benehmen sich wie Schaffe in einer Herde, die nicht selbständig leben kann und eine starke Fuhrung braucht.
Im Namen von Recht und Ordnung werden dem Bürger noch die letzten Rechte weggenommen, die unheimlich angewachsene Bürokratie hat sie jetzt alle. Wer aufmuckt ist eben ein Terrorist und muss eliminiert werden. Es wird raffiniert vorgegangen, um gehorsame, nicht eigenständig denkende Bürger zu züchten. Schon von den Kinderschuhen an wird man nur auf den Gebieten aufrichtig geschult die politisch ungefährlich sind, ansonsten in der Schule mit falschen Tatsachen gefüttert, echtes Wissen ist der Elite vorbehalten. Dem war schon seit dem Anfang dieser Zivilisation so, also nichts Neues.
Zu viele Menschen vegetieren auf unserem Planeten und wir haben die Gaia, unsere Mutter Erde, mit unserer Gier an den Rand der Vernichtung gebracht. Die Bevölkerung wächst sprungartig, der natürliche Reichtum ist beinahe erschöpft, wie geht es weiter? Die führende Weltelite hatte es schon entschieden, die neue Weltordnung ist anvisiert, mindestens 80% der Menscheit soll durch biologische Kriegsführung mit Virusen, die in Laboratorien kreirt wurden und durch Kriege schnell vernichtet werden. Die restlichen sollen für die Regierenden arbeiten, die wie die alten Götter Dank der neuen Erfolge in der Genetik viel länger leben sollen. Ich finde diese Idee eigentlich richtig, leider werden in dem Fall nicht die Götter sondern die unfähigen Politiker den kleinen Rest der Menscheit führen. Wohin?????
Seit Urzeiten kämpfen die Menschen für die Freiheit, heute sind wir weiter davon entfernt als jehe zuvor. Solange wir die Erde nicht verlassen können, bleibt fur den Einzelnen das Leben auf den Ozeanen die letzte Chance, um einigermaßen frei zu sein, weg von wenigstens einigen Zwängen der Gesellschaft. Viele haben dies begriffen und sich dafür entschieden, auch ich gehöre schon lange dazu.
Es sollten schon lange Listen der Privilligierten mit verbrieftem Anrecht fürs Überleben existieren und ich bin, (kaum zu glauben), nicht darauf zu finden. Natürlich wusste ich bei Beginn meiner Abenteuer auf See kaum etwas von alldem, zu diesen Erkenntnissen war ich erst nach und nach gekommen, zur See war ich der Freiheit und Komforts wegen gegangen. Irgendwie hatte ich mich damals richtig entschieden, doch anstatt weiterer Philosophie komme ich besser gleich zu tatsächlichem Leben und dem eigentlichem Zweck von diesem Buch:
Wie lebt und überlebt man auf einer Jacht auf hoher See. Ich werde Ross und Reiter nennen, Angreifer und Banken mit Namen, auch auf die Gefahr hin, dass es damit Probleme geben sollte. Für jede meiner Behauptungen habe ich genug Beweise um vor einem ordentlichen und ehrlichen Gericht zu bestehen. Auch solche gibt es noch, auch wenn nur selten.
Als ich zum erstenmal zur See fuhr war die Hochsee Segelei noch ein Abenteuer für wenige Auserwählte, heute ist es ein Massensport. Inzwischen hat sich auf See auch eine eigene Gesellschaft gebildet, die sich dem Umständen solchen Lebens gut angepasst hat. Jedes Jahr stoßen neue Horden von Abenteuerlustigen dazu, für viele ist aber dieses Abenteuer schneller zu Ende als geplant. Um hier draußen zu überleben ist Wissen nötig, den man in keiner Schule lernen kann.
Um die Welt zu segeln hört sich romantisch an, ist aber Hochseesegeln gleichzeitig auch Abenteuer? Je nach dem für wen, für mich ist es die Art zu leben. Heute nach über 30 Jahren des Lebens auf See hatte ich einige Abenteuer erlebt und bin um etliche Erfahrungen reicher geworden. In diesem Buch möchte ich besonders den Abenteuerlustigen, die sich auf eine Bootsreise ins Ungewisse vorbereiten oder schon dabei sind erzählen, was ich selbst erlebt hatte. Die meisten Reportagen der Seereisenden berichten über eigene Abenteuer und die erlebten Gefahren. Über die größte Gefahr, die auf jeden sogar zu Hause lauert, die Mitmenschen selbst, die sich das Recht genommen haben andere zu berauben, berichtet aber selten jemand. Außer des Wetters und der Riffe gibt es da draußen einen gefährlicheren Gegner: die krumme Bürokratie, die scheinheiligen Piraten hinter dem Schreibtisch oder die in Uniform und einige altmodische, die noch mit Booten und Waffen jagen gehen. Auch ich selbst wurde des Öfteren angegriffen, von beiden Sorten der Piraten. Ob die Angreifer mit der Waffe in der Hand als Piraten oder uniformiert als sogenannte Gesetzeshüter kommen bleibt ziemlich gleich für den Überfallenen. Na ja, einen Unterschied gibt es doch: man darf auf „echte Piraten“ wenigstens schiessen. Die Berichte über die Untaten der Behörden verschwinden überraschend schnell aus den Schlagzeilen oder man hört nie etwas davon. Eine Krähe schlägt der anderen keine Augen aus, deswegen hat man außerhalb der Heimat auch keinen aufrichtigen diplomatischen Schutz vom eigenen Land, wenn man angegriffen wird.
Beschlagnahmte Jachten sind in beinahe jedem Hafen zu sehen, kleine Schnellboote mit meist in dunklen Overalls gekleideten Insassen lauern Tag und Nacht auf neue Opfer. Auch auf offener See ist man nicht sicher, moderne Schnellboote haben große Reichweite und Uniformierte klettern oft überraschend an Bord einer Jacht weit weg von den Küsten. Der Betroffene kann dann nur noch hoffen, dass deren Absicht lediglich eine Kontrolle ist. Die kleinsten Inselstaaten haben oft große Kriegschiffe unter ihrer Flagge laufen, wie z.B. St Kitts und Nevis in der Karibik. 1990 hatte deren 110 Fuß Schiff 4 Motoren zum Antrieb, die Besatzung sah Furcht erregend aus. Wozu bräuchte der Ministaat so ein Gerät? Die Behörden Hydra wird immer gewaltiger und allwissend, aus der heutigen weltweiten Verflechtung der Behörden entstehen dem Einzelnen aber keine Vorteile. Vonwegen weggehen von den Schikanen des Großen Bruders, an Land ist er omnipräsent. Dass hat schon Christian Fletcher gewusst, sonst hätte er sich nach der Meuterei auf der Bounty bestimmt nicht auf Pitcairn verkrochen. Man muss aber kein Gesetzesbrecher sein, um in Schwierigkeiten zu geraten, es ist leicht für die Bürokraten und die uniformierten Beamten, jedem Einzelnen etwas Unrechtes in die Schuhe zu schieben.
In fast jedem Hafen der Drittländer sitzt mindestens ein zweibeiniger Hai, der ein wachsames Auge auf alles hält, was ihm der Zufall herein weht. Jedes Versäumnis in deiner Einklarierung oder jeden Fehler den du möglicherweise später machst nutzt er aus, sein Ziel ist, dein Boot umsonst zu kriegen oder wenigstens dein Geld. Er hat ja Computer und wird in Minuten mehr über dich wissen als du selbst. Wenn er nichts findet fabriziert er notfalls etwas, wobei Waffen an deinem Boot seine beste Gelegenheit sind. Und die hat draußen beinahe jeder, aber den lokalen Medien kann man eine Story über eine Waffen Beschlagnahme immer gut verkaufen. Die lokalen Gerichte und Anwälte sind meist ein Teil dieser Mafia, so ist es ratsam, nirgendwo zu lange zu bleiben oder sich mit den Paten vor Ort zu arrangieren. In diesem Falle behält man aber nicht viel Geld von eigener Arbeit, weil solche Paten meistens sehr gierig sind.
Im Vergleich mit den “echten Piraten”, die Jachten auf See zu überfallen pflegen, sind die Bürokraten zusammen mit den Uniformierten für mich bei weitem die gefährlicheren. Sie können den Angriff unbegrenzt ausdehnen und du kannst dich ohne Anwälte nicht Mal wehren. Und für die brauchst du erst Mal reichlich Geld, so ist es manchmal billiger, sich berauben zu lassen. Die Plätze, wo man noch ungestört von beiden Sorten der Piraten verweilen kann sind selten geworden, zum Glück existieren aber noch welche.
























