(openPR) Im Rahmen eines innovativen Projekts der finnischen Universität Turku wird der Nutzen von Health Games erforscht
Teure Arztbesuche, lange Wartezeiten und Versorgungsengpässe - schon lange wird das Gesundheitssystem dem enormen Aufkommen, das sich in den letzten Jahren vervielfacht hat, nicht mehr gerecht. Eine Lösung muss her, die teure Prozesse optimiert und sich an den Bedürfnissen von Patienten und Verbrauchern orientiert.
Innovative Ansätze, die eine lang ersehnte Revolution der Branche herbeiführen sollen, stecken zwar noch in den Kinderschuhen, doch schon jetzt sind sich Experten einig: die Zukunft des Gesundheitswesens liegt in fortschrittlichen Technologien, die zur Verbesserung des Wohlbefindens beitragen sollen. Sogenannte Health Games, also computerbasierte Spiele mit therapeutischem Nutzen, erobern den Markt.
Die Entwicklung eines Health Games - ein fächerübergreifendes Projekt
Linda-Lotta Luhtala von der Universität Turku in Finnland hat dieses Potenzial schon lange erkannt. In ihrer Masterarbeit untersucht sie, welche Erfordernisse bei der Entwicklung solcher Spiele notwendig sind und identifiziert mithilfe von 25 Experten aus den Bereichen Spiele/ Technologie, Gesundheit und Finanzierung vorhandene Strukturen der medizinischen Computerspielbranche. Ihr Fokus liegt dabei auf der Entwicklung und Vermarktung von Health Games.
Luhtalas Arbeit ist Teil der multidisziplinären Forschung „Play for Reward“ (dt. „Belohnung durch Spiele“) der Universität Turku. Das wissenschaftliche Projekt, welches Ansätze aus Medizin, Psychologie, Wirtschaft und Spieleforschung vereint, konzentriert sich auf den Nutzen von Computerspielen bei der Rehabilitation von Patienten, die ein Hirntrauma erlitten haben. Die Grundlage der Forschung basiert auf der Annahme, dass motivierende Computerspiele einen positiven Effekt auf neurologische Prozesse im Gehirn haben können.
Mit Spiel und Spaß gegen Rechenschwäche - ein Health Game in der Praxis
Pionier auf dem Gebiet der Gamification, also der Verknüpfung spielerischer Elemente mit einem therapeutischen Nutzen, ist der Softwareentwickler Kaasa health. Mit dem Spiel „Meister Cody - Talasia“ motiviert das Düsseldorfer Unternehmen Kinder mit Dyskalkulie und Rechenschwäche zur Bewältigung von Matheaufgaben, bei denen sie im Alltag Schwierigkeiten haben. So kommt es zu einer Leistungssteigerung und die Kinder verbessern ihre Ressourcen spielerisch.
Nur wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, ist es möglich, innovative Strukturen innerhalb der Branche zu generieren und ein Spiel zu entwickeln, das die Prozesse der Gesundheitsbranche vereinfacht und verbessert.












