(openPR) Ein Stück über das Paradox der Marketingkritik. Eine anonyme Theatergruppe spielt da nicht mit – und tut es doch. Nach der erfolgreichen und viel diskutierten Premiere im Januar folgt nun der zweite Raubzug auf Berliner Bühnen. Mittlerweile sind weitere KünstlerInnen dem Kollektiv beigetreten und werden maskiert und mit verzerrter Stimme vor dem Publikum stehen.
„überraschend...gelungen...wichtig...intelligent und gut.
...der Funke springt über.“
(Christoph Ramm in unruheimoberrang, Januar 2015)
„Insight Men“, thematisch angelehnt an Spike Lees „Inside Man“, umgeht die kritisierten neoliberalen Strukturen des Kulturbetriebs: keine berühmten Namen, keine Lebensläufe und kein Netzwerk. Und keine Scheu vor neuen Ideen, denn die KünstlerInnen von anonymoUS bezahlen ihre Zuschauer. Trotz des Premierenärgers mit der Kulturverwaltung bleibt es dabei, dass die ersten 10 Zuschauer pro Abend eine Freikarte und 10 Euro extra geschenkt bekommen. Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten.
Die Performance thematisiert die Selbstvermarktung, nicht nur in der Kultur.
Bei „Insight Men“ geht es zuerst und vordergründig um die globale Bankenkrise hinter dem vermeintlichen Banküberfall, dann aber um das Neo-Liberale im Alltag – alle verkaufen alles von sich: ihre Lebensentwürfe, ihre Biographien und ihre Geschichten. Die Erwartungshaltung der ZuschauerInnen wird mehrfach unterlaufen: Anstatt eine Bankraubgeschichte zu erzählen, wird Bankenkritik geübt, dann aber die Kritik am Selbstmarketing in der heutigen Arbeitswelt. Das De-Maskieren von Motiven unterläuft die Maskerade der Beteiligten.
Aufführungen:
1. – 4.10.2015, 20.00 Uhr
Spielort:
Ballhaus Ost
Pappelallee 15
10437 Berlin
Reservierung:
Ballhaus Ost
www.ballhausost.de
030 440 39 168
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Tickets:
15€ / 10€ erm.
Informationen:
http://www.ballhausost.de/
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