(openPR) us-adnews . Mad Men bietet alles, was man von einer Erfolgsserie erwartet: Eigenwillige Charaktere, eine spannende Handlung, Sex, Intrigen, Missgunst und Freundschaft, Rückschläge und Triumphe. Etwas fehlt allerdings und das ist die ethnische Vielfalt, für die Amerika eigentlich von jeher steht. Stattdessen spiegelt die Werbesaga die Rassendiskriminierung der 60er Jahre wieder und vermittelt den Eindruck, afroamerikanische Top-Kreative gehörten damals nicht zum Bild einer erfolgreichen Agentur. Matt Weiner, der Erfinder von Mad Men, hat nach Kritik immer wieder betont, es habe in der betreffenden Ära in der Werbebranche keine afroamerikanischen Mitarbeiter gegeben und seine Serie sei deshalb authentisch.
Den meisten Zuschauern wird das Fehlen afroamerikanischer Charaktere nicht aufgefallen sein, aber den Grafik-Designer Xavier Ruffin hat es geärgert und es hat seine Begeisterung für die Serie spürbar geschmälert. So reifte in ihm der Plan, das fehlende Element bei Mad Men nachträglich zu ergänzen. Er konnte das Original natürlich nicht umschreiben, also entwickelte er eine Satire auf die fiktive Agentur Sterling Cooper. Wie das Nachrichtenportal us-adnews.de meldet, folgt die 6-teilige Mini-Serie mit dem nahe liegenden Titel "Mad Black Men" drei afro-amerikanischen Werbern bei ihren Erlebnissen und Erfahrungen in einer Agentur der 60er, genauer gesagt bei ihrer Arbeit im Colored Marketing Department. In dieser Abteilung entwickeln sie Kampagnen für ethnische Minderheiten, ihr erster Kunde ist Mississippi Melons. Zu den ironischen Anspielungen auf die stereotypen Vorurteile in den 60ern wird der Art Director in einer Szene gebeten, die Nase und Lippen des Darstellers zu vergrößern, weil er nicht "schwarz" genug wirkt.
Das direkte Pendant zu Don Draper ist der erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete Art Director Ron Rapper, der schon beim Antrittsbesuch an seinem neuen Arbeitsplatz mit den üblichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Die überhebliche Sekretärin am Empfang will ihn zunächst abwimmeln und als ihr das nicht gelingt, ruft sie den Sicherheitsdienst. Das ist im Wesentlichen der Inhalt der 5-minütigen Pilotfolge, die seit Anfang März auf dem Videoportal Dailymotion zu sehen ist. Ein anderer Protagonist der kommenden Folgen ist Rufus, der als Accountant für die ethnischen Kampagnen der Agentur verantwortlich ist und gleichzeitig als Hausmeister und Reinigungskraft arbeitet. Xavier Ruffin, der kreative Kopf hinter Mad Black Men, hat sein ehrgeiziges Projekt über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert, die er im September 2013 gestartet hatte. Damit wurde unter anderem das Geld für die aufwendige Dekoration und Ausstattung im Stil der 60er aufgebracht.













