(openPR) Berlin, 18. August 2015: Afrokaribische und europäische Elemente beeinflussten über Jahrhunderte die Kulturen Zentralamerikas. Noch immer spiegelt sich ihr Erbe in den verschiedenen Musikstilen der Region wider.
Das Volk der Garifuna mit ihren afrokaribischen und europäischen Wurzeln hat sich bis heute seine Traditionen und Bräuche erhalten: Auf den nationalen Garifuna-Tanzfesten in Belize, Guatemala, Nicaragua und Honduras wird mit großen Trommeln und afrikanischen Tänzen gefeiert und das kulturelle Erbe zelebriert. Muschelschalen, Schildkrötenpanzer und Maracas erzeugen dabei einen schlichten Rhythmus. In ihren begleitenden Texten erzählen sie vom Fischfang oder Maniok-Anbau und bewahren damit ihr althergebrachtes Wissen. Die Kleinstadt Livingston an der Karibikküste Guatemalas oder Baja Mar nahe Puerto Cortés in Honduras sind zwei Städte, in denen man in diese Kultur eintauchen kann.
Ein typischer Tanz ist beispielsweise der Palo de Mayo. Laute Trommeln begleiten einen Sänger, der abwechselnd mit dem Chor interagiert. Zum Maifest, das an der gesamten Karibikküste gefeiert wird, drehen sich die Tänzer dabei um einen farbenprächtigen hölzernen „Maibaum“. Als eines der bedeutendsten Instrumente gilt die Marimba, Nationalinstrumente in Costa Rica und Guatemala, die sich einst aus einem afrikanischen Vorläuferinstrument entwickelt hat.
Ebenso lassen sich die aktuellen Tänze wie Salsa, Cumbia oder Merengue auf die aus Afrika stammenden Volkstänze zurückführen. Zu den rhythmischen Elementen mischten sich einst die religiösen Gesänge der europäischen Missionare. Auch in Panama entstanden aus den ursprünglichen Formen unterschiedliche Musikstile: Während sich in den ländlichen Gebieten die Folkloremusik erhalten hat, entwickelte sich in den Städten Salsa als eine Form der música tropical.










