(openPR) Betrachtungen und Kommentare zur Zeitgeschichte aus der Sicht eines kritischen Betroffenen sind jetzt mit einem fünften Band erschienen. Es sieht so aus, als dokumentiere Prof. Querulix damit den Niedergang einer Epoche glanzvoller gesellschaftlicher Entwicklung – vor allem in Westeuropa und den Vereinigten Staaten. Wie schon immer in der Geschichte der Menschheit ist es die unheilvolle Wechselwirkung zwischen der Minderheit derer, die den Hals nicht voll genug mit Macht und Beute bekommen können, und der Mehrheit derer, die das gleichgültig hinnehmen und erdulden.
Wenn die gierigen Wölfe zu viele Schafe reißen, zerstören sie ihre eigene Lebensgrundlage.
Kriege zwischen Ländern, zwischen Ethnien, zwischen Glaubenssystemen, und Kriege aus bloßer Macht- und Beutegier breiten sich gegenwärtig weltweit aus. Viele Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht. Aber der Flüchtlingszustrom nach Europa kann nicht endlos so weitergehen. Die soziale und wirtschaftliche Integration von Millionen Menschen aus vollkommen anderen Kulturen wird nach aller Erfahrung nicht gelingen. Die Probleme Afrikas können nicht in Europa gelöst werden. Je länger man davor die Augen verschließt und nur Symptome bekämpft, desto unerfreulicher wird nach aller menschlichen Erfahrung eine schließlich unvermeidliche „Lösung“ des Problems.
Weltweit beuten skrupellose Minderheiten die Mehrheiten ihrer Mitmenschen aus. Machtvolle Ämter und die Nähe zu Inhabern mächtiger Positionen im Staate werden nicht erstrebt, um das allgemeine Wohl zu fördern, sondern um persönliche Eitelkeiten und den eigenen unersättlichen Beutetrieb zu befriedigen. Nicht einmal in den Staaten der sogenannten Ersten Welt ist das wesentlich anders, obwohl es dort (noch) eine aufmerksame Öffentlichkeit gibt. Was Demokratie genannt wird, ist bei genauem Hinsehen nichts weiter als eine Lobbydemokratur, in der Sonderinteressen die Belange des Allgemeinwohls dominieren.
Politiker, diejenigen, die euch gewählt und mit Privilegien versehen haben, erwarten, daß ihr Probleme unter Zuhilfenahme der euch zur Verfügung gestellten Expertenapparate im Interesse der Völker löst und sie nicht einfach aussitzt, bis euch der Hosenboden verbrennt! Die Allgemeinheit genannte große Mehrheit der Menschen erwartet, daß ihr dient und daß ihr euch um die Belange dieser großen Mehrheit endlich so kümmert wie es euer Auftrag ist. Zunehmende Ausbeutung, sich ausbreitende Altersarmut und das drohende Desaster der Weltfinanzwirtschaft verlangen endlich Aktivitäten zum Schutze des Wohls der Allgemeinheit!
Die US-Amerikaner versuchen über Freihandelsabkommen, zum Beispiel TTIP, Einfluß auf die Gesetzgebung souveräner Staaten zu bekommen. Mit der Vereinbarung von Schiedsgerichten wollen sie erreichen, daß mögliche und in der Regel auch dringend erforderliche Verbesserungen im Gesundheits- und Umweltschutz durch Schadenersatzansprüche heimischer Großkonzerne verhindert werden können, wenn deren Geschäfte davon beeinträchtigt werden. Mehr noch: Es soll sogar im Vorfeld Konsultationen geben, damit souveräne Parlamente gar nicht erst auf die Idee kommen, solche „schädlichen“ Gesetze zu verabschieden. Und was tut die bundesdeutsche Wirtschaftslobby innerhalb und außerhalt des Parlaments? Sie stellt sich hinter die Forderungen der Amerikaner, weil sie sich Zusatzprofite verspricht. Wann sagen die Politiker endlich klar und einfach Nein zu solchem allgemeinwohlschädlichen Ansinnen? Wer sich beschwert fühlt, soll sich gefälligst an die bestehende Gerichtsbarkeit wenden.
Griechenland ist ein Faß ohne Boden und wird noch viele hundert Milliarden Euro verschlingen, wenn nicht endlich die Ursachen für die „griechischen Verhältnisse“ beseitigt werden. Wer gedacht hätte, daß die beispiellose Solidarität der anderen EU-Partner mit entsprechenden eigenen Anstrengungen der Griechen belohnt würde, sieht sich bitter enttäuscht. Die griechische Regierung denkt gar nicht daran, sondern fordert immer mehr Geld, ohne irgendeine Gegenleistung. Die griechische Regierung hält es offenbar für selbstverständlich, daß ihre Landsleute keine Steuern zahlen, wenn sie keine Lust dazu haben, und daß Deutsche, die mit 67 Jahren in Rente gehen, die Renten von Griechen finanzieren, die mit 56 Jahren aus dem Arbeitsleben ausscheiden dürfen.
Was ist das für ein Verständnis von Gemeinsinn? Die gegenwärtige griechische Regierung scheint entschlossen zu sein, die Menschen, für die sie verantwortlich ist, in Chaos und Verderben zu treiben, wenn sich die anderen europäischen Völker nicht von ihnen ausbeuten lassen.
Bankster manipulieren während dessen weiterhin fast gewohnheitsmäßig Börsenkurse und schädigen damit selbstsüchtig und unverantwortlich das Allgemeinwohl. Milliardenschwere Bußgeldzahlungen wurden von den Aufsichtsbehörden gegen Banken zwar bereits verhängt. Ob und wie die Verantwortlichen selbst bestraft werden, weiß man nicht. Auch ist unklar, ob die Aufsicht alles sieht. Betrachtet man so manche Kursverläufe, zum Beispiel die von Gold und Silber, kann ein geübter und fachlich versierter Blick sich eines starken Anfangsverdachts von Manipulationen nicht erwehren. Im Falle von Gold und Silber sollen von den zuständigen Aufsichtsbehörden auch schon entsprechende Ermittlungen aufgenommen worden sein. Auf die Idee, die neoliberal entfesselte Beutegier durch Beschränkungen der Handlungsfreiheit der Akteure einzudämmen, scheinen die Politiker aber nicht zu kommen. Im Gegenteil: Sie lassen die Finanzmarodeure im Glauben, man werde sie auch weiterhin auf Kosten der Geldsparer und der Altersversorgungen von Millionen Bürgerinnen und Bürgern retten, sodaß sie weiterhin mit geringem Risiko spielen können. So fördern die Politiker den Zusammenbruch des gesamten Weltfinanzsystems.
25 Jahre nach dem hoffnungsvollen Ende des Kalten Krieges befindet sich die Menschheit wieder in einem Kriegszustand. Diesmal wird – jedenfalls glücklicherweise noch – von den großen Akteuren im Wesentlichen nur mit (finanz)wirtschaftlichen und diplomatischen Mitteln gekämpft. Die Auswirkungen sind dennoch verheerend und sie werden sehr bald auch unangenehme politische Konsequenzen haben.
Prof. Querulix beobachtet und kommentiert das fragwürdige Treiben des Menschentiers seit langem. In jetzt fünf Bänden eBooks sind die Notizen des Alltagsphilosophen, Essayisten, Aphoristikers und Satirikers in der eBook-Reihe „Tacheles“ erschienen. Die jeweils um die 200 Seiten starken Bände sind für je 9,95 Euro beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital und in allen guten (Internet-)Buchhandlungen erhältlich. Der fünfte Band ist unter dem Titel „Tacheles – Die Krise geht weiter“ (ISBN 978-3-943788-39-6 ) erschienen und hat 222 Seiten.
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