(openPR) Presseinformation von bbw Marketing Dr. Vossen und Partner
Der neue bbw//visiotrend Branchenreport
Gartenmarkt – Aktuell 2006
Autoren: Dipl. Soz. Wiss. Uwe Garske und Dr. Klaus Vossen
„Szenario Garten – ein Markt mit Wachstumspotenzialen“
Deutschland ist nach wie vor eine Freizeitgesellschaft mit vielen Impulsen für den Verkauf von Freizeitartikeln, die dem Fachhandel jahrelang sichere Umsätze bescherten. Doch auch deren Verkauf gestaltet sich heute nicht mehr nur rosig, sondern als Spiegelbild unserer gesellschaftlichen Probleme, sind die Rahmenbedingungen heute keineswegs mehr in allen Branchen überragend. Wirtschaftliche Probleme, demographischer Wandel oder Sättigungstendenzen sind kaum Indikatoren für ein ungebremstes Wachstum. Der Wettbewerb ist hart und auch im Gartenbereich ist über viele Produktgruppen hinweg kurz- bis mittelfristig mit unterdurchschnittlichen Entwicklungen zu rechnen. Dies soll jedoch keineswegs heißen, dass nicht immer wieder Trendartikel aus diesem Umsatzdilemma ausbrechen werden. Ein wesentlicher Trend ist das sog. „Homing“, welcher als Konsequenz der derzeitigen gesellschaftlichen Unsicherheiten den Absatz zumindest von Garten-Hartware begünstigt. Das „Homing“ sorgt immer wieder für neue „Trends“ und Vorlieben. Derzeit ist es zunehmend auch die Ethnik-Ware, die Sehnsüchte hinsichtlich Urlaub und der schönsten Tage des Jahres weckt.
Freizeit ist im Verlaufe der Zeit immer wichtiger geworden. Für viele Menschen ist sie sogar zum sinn gebenden Lebensinhalt geworden. Wer es sich leisten kann, versucht sich ein Stück mehr Lebensqualität zu verschaffen, indem er einen Garten zum Haus, ein Wochenendhaus im Grünen, einen Dauercampingplatz, einen Garten in einem der zahlreichen Kleingartenvereine oder zumindest einen Balkon mit Blick ins Grüne sein eigen nennt. Der Rosenstrauch im Garten oder in mini auf der Terrasse, die mit Mist gedüngten Tomaten aus dem Kleingarten oder die in Töpfen gezogenen vom Balkon: Gartenarbeit ist in Deutschland eine fast noch größere Passion als das Heimwerken – wobei letzteres sich im Garten genauso gut macht wie im Hobbykeller. Gartenarbeit wird von vielen als äußerst beglückende Betätigung empfunden, die fast Meditationscharakter besitzt und wie kaum eine andere Freizeitbeschäftigung Genugtuung bereitet. Nach der Flow-Theorie nicht weiter verwunderlich, bedeutet sie doch eine Anstrengung, bei der man Zeit und Raum ohne weiteres vergessen kann, seine Fähigkeiten einbringen muss und ein entsprechendes Feedback erhält: Der Lohn wächst und gedeiht. Und die Herausforderung hat niemals ein Ende. So hat sich der Gartenmarkt zu einer dynamischen Konsumwelt entwickelt, die wie vor Wachstumspotenziale, wenn auch aktuell viele Marketing-Anstöße der Hersteller und des Handels durch die Verunsicherung des Verbrauchers belastet sind.
Etwa 40 Mio. Deutsche besitzen einen Garten oder arbeiten zumindest darin. Es gibt in Deutschland derzeit knapp 20 Mio. Gartenhaushalte und bis 2010 werden es nach Meinung der Experten rd. 22 Mio. sein. Dies dürfte ein Anwachsen des Marktvolumens um knapp 20 % nach sich ziehen. Im Vergleich zur sonstigen Bevölkerung haben die Gartenbesitzer ein besonderes Profil. Das Wohnen spielt für die Gartenbesitzer eine besonders wichtige Rolle, was sich auch in einem besonders umweltbewussten Lebensstil ausdrückt. Besitz als Lebensleitlinie hat eine große Bedeutung. Auch sind Gartenbesitzer im Vergleich zum Bundesdurchschnitt älter und sind mit Geldmitteln großzügiger ausgestattet. In Deutschland haben wir quasi eine Pattsituation. 50 % der Gartenbesitzer sind überaus aktiv mit entsprechend hohen Ausgaben und 50% sind eher bequem und lassen es eher wachsen.
Und wohin geht der Trend? Der reine und arbeitsintensive Nutzgarten hat seit vielen Jahren ausgedient. Ziergarten, Parkgarten und naturnaher Nutz- und Ziergarten stehen stilistisch bei den Gartenbesitzern hoch im Kurs. Der reine Nutzgarten ist out, der Familiengarten ein zwangsläufiger Stil, der sich mit dem älter werden der Kinder stärker Richtung Zier- oder teilweise sogar auch Parkgarten verändert.
Eine deutlich positive Entwicklung kann der mediterrane Stil mit viel Teakholz-Möbeln und farbenprächtig nach Jahreszeit bepflanzten Kübeln, Trögen und Töpfen verzeichnen. Der verspielte, ebenfalls südländisch angehauchte Garten oder Balkon mit Möbeln aus Eisen sowie der Stadt- oder Balkon-Garten sind stark im Kommen. Dies alles spricht für einen guten Absatz der Gartenbranche.
Der Gesamt-Absatzmarkt Grün-Indoor in Deutschland weist noch stets ein leichtes Wachstum auf. In der Mitte der 80er Jahre setzte der Trend ein, dass Topfpflanzen ihren Marktanteil gegenüber Schnittblumen steigern konnten. Diese Entwicklung setzt sich noch fort. Seit dem Jahr 2000 waren die Umsatzzahlen für Schnittblumen stets rückläufig. Erst im Jahre 2005 konnte der Trend gestoppt werden. Die Prognosen sehen derzeit auch keine Veränderung dieses Trends. D.h., der Absatz wird in den kommenden Jahren auf diesem Niveau verharren. Eine gewisse Nachfrage wird immer vorhanden sein, aber derzeit sind auch keine Anzeichen für ein deutliches Wachstum gegeben.
Etwas anders sieht die Situation bei den Topfpflanzen aus. Mit Ausnahme des allgemein schlechten Jahres 2004 sind die Umsätze seit 2000 stetig gestiegen. Und auch die Prognosen für die kommenden Jahre sind durchaus positiv, so dass sich die Branche auf ein bescheidenes Wachstum einstellen kann. Das Blumenfachgeschäft ist für den Verbraucher nach wie vor der wichtigste Einkaufsort für Blumen und Zimmerpflanzen. Daneben werden Blumen gerne beim Endverkaufs-Gärtner gekauft. In den letzten Jahren kamen der Lebensmittelhandel sowie auch die Baumärkte und Gartencenter hinzu.
Die Baumärkte und die Gartencenter haben traditionell ihren Umsatzschwerpunkt im Bereich der Hartwaren. Hier war der Markt für Produzenten und Handel in 2004 recht enttäuschend, In 2005 kam die Branche langsam, aber immerhin erneut in Fahrt. Nach den Verlusten in 2004 ist der Gesamtmarkt Garten in 2005 wieder angestiegen, ohne das Ergebnis von 2003 zu erreichen. Das bbw-Szenario zeigt allerdings, dass sich die Rahmenbedingungen für ein weiteres Wachstum bessern werden und die Aussichten für die Zukunft wieder rosiger sind.
Nach den Rückgängen in 2004 konnten in 2005 alle Hart-Warengruppen des Gartenmarktes zulegen. Neben den Gartenmöbeln stellen die Geräte die wichtigste Produktgruppe der Gartenhartware dar. Umso erfreulicher war der Umsatzverlauf bei Gartengeräten für Hersteller und Handel. Insbesondere die Elektrischen Gartengeräte hatten allein im ersten Halbjahr 2005 ein Plus von gut 10 % zu verzeichnen. Die Handelsbefragung von visiotrend und bbw Marketing hat jedoch noch einmal eindeutig aufgezeigt, dass der Verkauf von Gartengeräten in Fachmärkten eindeutig eine Domäne der Bau- und Heimwerkermärkte darstellt. Für die Gartencenter weisen diese Produkte nach deren Aussagen eher eine befriedigende Umsatzbedeutung auf. Die Branche insgesamt rechnet hinsichtlich des Verkaufs von Gartengeräten mit ansteigenden Umsatzzahlen. Die Gründe für das Wachstum liegen in den technischen Innovationen.
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