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ABDA verbrennt weiter Geld: Apotheker über Hausbau-Pläne verärgert

26.06.201512:20 UhrGesundheit & Medizin
Bild: ABDA verbrennt weiter Geld: Apotheker über Hausbau-Pläne verärgert

(openPR) Herxheim, im Juni 2015 - Es reicht. Gerade erst wurden die
Beitragserhöhungen der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
(ABDA) bekannt, schon kommt der nächste Schlag für Apotheker: 35
Millionen will die ABDA für den geplanten Neubau eines Bürogebäudes am


Berliner Hauptbahnhof investieren. Experten rechnen schon jetzt eher mit
über 40 Millionen. Das entspricht mehr als das Doppelte des
ABDA-Jahreshaushalts. „Bezahlen werden es wir - die ApothekerInnen“,
kritisiert Dr. med. Helma Gröschel, Vorsitzende der „Freien Apothekerschaft“.

„Unser Geld wird rausgeschmissen. Für nix. Das ist eine reine
Außendarstellung. Die ABDA präsentiert sich als wäre immens viel Geld
vorhanden. Das ist es aber nicht“, moniert Gröschel. Gerade erst wurde
eine erneute Beitragserhöhung bekannt. „Hier wird unser Geld einfach so
verbrannt. Gut vertreten fühlen wir uns schon lange nicht mehr.“ Maß
halten kennt die ABDA nicht. Schöner, höher, größer, weiter - nach
diesem Motto verprasst sie Gelder der Mitglieder, die eigentlich dafür
gedacht sein sollten, die Interessen der Apotheken in der Politik und
gegenüber Politikern zu vertreten und für die Umsetzung von Änderungen
zu kämpfen. „Was ergibt das für ein Bild, wenn man bei Politikern mehr
Honorar einfordert und gleichzeitig das Geld so rausschmeißt?“ fragt
sich die Vorsitzende.



Da es wohl noch keine Baugenehmigung gibt, ist noch unklar, wie lange
die ABDA zur Zwischenmiete an die Ecke Friedrichsstraße/Unter den Linden
ziehen wird. Das Mendelssohn-Palais muss in den kommenden Monaten
verlassen werden, da andernfalls Investitionen in den Brandschutz nötig
wären. „Hat jemand einmal ausgerechnet, wie teuer diese kämen? Mit
Sicherheit günstiger als ein Umzug für zwei Jahre und ein Neubau“, so
Gröschel. Selbst wenn ein Neubau angedacht wird, muss es nicht mitten im
Regierungsviertel sein, etwas abseits würde deutlich Kosten sparen. 35
Millionen sind zudem nur eine erste Schätzung. Geht man wie üblich von
einer Planungsreserve von 20 Prozent aus, sind es schon über 40 Millionen.


„Die ABDA-Spitze hat die Realität aus den Augen verloren“, ist Gröschel
erbost. Es reiche schon, dass viel Geld für sinn- und inhaltslose
Werbung und einen personalen „Wasserkopf“ verschwendet und viel zu wenig
- auch politisch - getan werde, um die Situation der Apotheker zu
verbessern. Dieser geplante Millionenbau geht zu weit. Das kreidet die
„Freie Apothekerschaft“ an und wird es weiterhin publik machen. Immer
mehr Apotheker schließen sich der Vereinigung an, die das ebenfalls
nicht länger hinnehmen wollen.

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