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Apothekerschaft wird verkauft / Versandhandel muss verboten werden

13.11.201819:24 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Apothekerschaft wird verkauft / Versandhandel muss verboten werden

(openPR) Herxheim, im November 2018 - Für 350 Millionen Euro will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn anscheinend die deutsche Apothekerschaft im politischen Basar kaufen. Dafür soll das Versandverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel vom Tisch. Das scheint das Angebot von Jens Spahn an die ABDA zu sein, die in einer internen Sitzung am 7. November 2018 von der über zwei Jahre anhaltenden Forderung nach dem Versandverbot bereits abgewichen sein soll. „Der Versand verschreibungspflichtiger Arzneimittel besonders aus dem Ausland muss gestoppt werden“, fordert Dr. Helma Gröschel, Vorsitzende der Freien Apothekerschaft.



„Nach monatelangen Verhandlungen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die ABDA auf der gestrigen Sitzung des Gesamtvorstandes weitgehend geschlossen Abschied von der Forderung nach einem Rx-Versandverbot genommen. Stattdessen wird ABDA-Präsident Friedemann Schmidt in Kürze im Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Zustimmung der Apothekerschaft zu einem Maßnahmenbündel signalisieren, das am 5. Dezember im ABDA-Gesamtvorstand beschlossen werden soll. Die Apotheken sollen 350 Millionen Euro zusätzliches Honorar erhalten. Das sind im Schnitt 18.000 Euro Rohertragplus pro Apotheke.“ – so schreibt Apotheke adhoc. (https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/sonder-pzn-soll-apotheken-retten-350-millionen-euro-strukturfonds/)

Die Basis kocht: Die ABDA vertritt bei einem Nachgeben in diesem Punkt in keiner Weise die niedergelassenen Apotheker. Der politische Wille, im Koalitionsvertrag verankert, scheint reine Makulatur. „Die Apothekerschaft als treue Wähler der CDU wird verprellt, um Aktienkurse von Investoren nach oben zu treiben und holländischen Versendern zu ermöglichen, sich aus dem Topf der Krankenkassen zu bereichern, der gefüllt wird von erarbeiteten Mitgliedsbeiträgen der deutschen Versicherten“, so Dr. Helma Gröschel. Die Freie Apothekerschaft sieht in Spahns Angebot eine Art „Vetternwirtschaft“ zugunsten eines holländischen Versenders, dessen Geschäftsführer vor einigen Jahren mit Spahn eine Beratungsagentur hatte. „Ein fader Beigeschmack ist da nicht von der Hand zu weisen, nach dem Motto „Geld regiert die Welt“ und in diesem Fall das Kapital einer schweizerischen Aktiengesellschaft und eines saudiarabischen Investors“, so Gröschel.

Die Freie Apothekerschaft fordert: Der Versand verschreibungspflichtiger Arzneimittel besonders aus dem Ausland muss gestoppt werden – aus Gerechtigkeit gegenüber den deutschen Apotheken und für den Schutz der Preisbindung dieser Arzneimittel. Denn durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes in 2016 dürfen ausländische Versender Rabatte auf diese Arzneimittel geben. Wenn aber diese Preisunterschiede bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln durch die deutsche Politik nicht schnellstens verhindert wird, muss sie sich vorwerfen lassen, die ärztlichen Verordnungen und damit die Patienten direkt zu lenken – verstärkt ins Nachbarland.
„Der Gesundheitsminister scheint bei seinem Angebot auch vergessen zu haben, dass die Apotheken seit 14 Jahren von der Inflation abgekoppelt sind, die sich in dem Zeitraum um rund 20% erhöht hat. So konnten sich die Krankenkassen um Milliarden bereichern. Das gilt es erst einmal auszugleichen“, ärgert sich Gröschel. „Es ist ein schmutziger Deal, den die Koalition und in erster Linie die CDU mit Herrn Spahn zu verantworten hat.“

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