(openPR) Bereits zum 7. Mal fand am 17. Juni die Fachtagung für Sozialdienste im Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen statt. 56 Teilnehmer traten den Weg nach Bad Essen an, um über das neu in Kraft getretene „Erste Pflegestärkungsgesetz“ zu diskutieren.
Bad Essen. Mit einem neuen Teilnehmerrekord startet die 7. Fachtagung für Sozialdienste im Dr. Becker Neurozentrum: 56 Sozialdienstmitarbeiter aus Krankenhäusern, ambulanten Diensten und Rehabilitationskliniken folgten in diesem Jahr der Einladung aus Bad Essen. Zentrale Themen waren das Versorgungsnetz Gesundheit e.V. sowie das zu Beginn des Jahres neu in Kraft getretene „Erste Pflegestärkungsgesetz“.
Qualität durch Vernetzung
Wie wichtig eine gelungene Zusammenarbeit verschiedener Akteure im Gesundheitswesen ist, erläuterte Regine Harms, Vorstandsmitglied des Vereins Versorgungsnetz Gesundheit e.V.. Als ein Beispiel nannte sie die Notfallmappe, über die mittlerweile 16.000 Patienten in der Region Oldenburg verfügen: „Dadurch sind für den Rettungssanitäter im Notfall alle wesentlichen Informationen direkt verfügbar“, erläuterte Harms die Vorteile einer vernetzten Gesundheitsversorgung. Der Verein Versorgungsnetz Gesundheit e.V. wurde im Jahr 2002 in Oldenburg von verschiedenen Akteuren des Gesundheitswesens gegründet. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist der Aufbau einer vernetzten Gesundheitsversorgung, um die Betreuung kranker und pflegebedürftiger Menschen in Stadt und Region Oldenburg nachhaltig zu verbessern.
Offene Fragen zum Ersten Pflegestärkungsgesetz
Zweiter inhaltlicher Schwerpunkt der Veranstaltung waren die Neuerungen des „Ersten Pflegestärkungsgesetzes“, das Anfang 2015 in Kraft getreten ist. Mehr Betreuung und verbesserte Leistungen sollen den Pflegealltag in Deutschland deutlich erleichtern. Damit Pflegebedürftige solange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können, ist ein Ausbau des ambulanten Pflegeangebots geplant. Dafür stehen künftig 2,4 Milliarden Euro mehr im Jahr zur Verfügung, die durch erhöhte Beiträge finanziert werden. Besonders berücksichtigt wurden bei der Reform die Bedürfnisse von Menschen mit geistigen Einschränkungen wie Demenzerkrankungen. Elisabeth Fischer von der Compass Pflegeberatung und Heike Bludau und Maike Tesch von der AOK Niedersachsen referierten über die erste Stufe der Pflegereform. Viele der Anwesenden begrüßten das neue Pflegestärkungsgesetz, sahen aber noch erheblichen Regelungsbedarf bezüglich der Umsetzung.
Sozialdienste wichtige Ansprechpartner
„Sozialdienste sind wichtige Ansprechpartner für Patienten und Angehörige, die Fragen zum Klinikaufenthalt, Kostenträgern und Anträgen haben. Fachtagungen haben bei uns deshalb einen sehr hohen Stellenwert: Die Mitarbeiter bleiben auf dem neusten Wissenstand und können die Patienten kompetent beraten“, erläutert Hans-Jörg Kohorst, Verwaltungsdirektor der Dr. Becker Klinik in Bad Essen. Die Rehabilitationsklinik organisiert die Fachtagung zusammen mit dem Arbeitskreis der Sozialdienste Osnabrück.








