(openPR) Am Freitag, den 07.04.2006 hatten sich gegen 19.30 Uhr zahlreiche Mitglieder von Jungbayernbund und Bayernpartei und auch einige historisch interessierte Gäste im Augustiner in der Neuhauser Straße eingefunden, um am Seminar des JBB München teilzunehmen.
Unter den Anwesenden waren u.a. der Landesvorsitzende des JBB Michael Scheckenhofer, der Vorsitzende des JBB Schwaben Tobias Weigl, die stellvertretende Vorsitzende des JBB Oberbayern Sri Fackler und natürlich Referent und Stargast des Abends, der Historiker und Generalsekretär der BP Hubert Dorn. Besonders erfreulich war die Anwesenheit einer größeren Gruppe aus dem Ortsverband Lengenfeld bei Landsberg.
Nach einer kurzen Begrüßung und einigen einführenden Worten von Sri Fackler und Michael Scheckenhofer war die Bühne frei für Hubert Dorn, der – unterstützt vom Kreisvorsitzenden München-Ost Erich Wimmer – in einer Diapräsentation packend und interessant über Hintergründe, Ursachen und Hergang der sog. Sendlinger Bauernschlacht referierte.
Auch wenn das Thema jedem der Teilnehmer – zumindest in Grundzügen – bekannt war, war es doch aufschlußreich, mehr und Genaueres über diesen „bayerischen Volksaufstand“ gegen die Habsburger und dessen blutiges Ende zu erfahren.
Dabei erinnerte er an die Worte eines SPD-Stadtrats bei der Eröffnung einer Ausstellung zur Sendlinger Mordweihnacht im Münchner Stadtmuseum – dessen Meinung nach sei es nicht „notwendig, einen patriotischen Überbau zu konstruieren“; sogar die Motivation, aus Liebe für Bayern gehandelt zu haben, wollte dieser den Beteiligten absprechen. Als Antithese hierzu legte Hubert Dorn dann die wissenschaftlichen Erkenntnisse detailliert da, aus denen die loyale bayerische Gesinnung der Aufständischen belegbar ist. „Das war wohl der erste Aufstand in der Geschichte, der primär nicht aus sozialen, sondern aus patriotischen Gründen stattfand.“
Der Zuspruch der Zuhörer und die anschließende Diskussion haben gezeigt, daß der JBB einmal mehr ein gelungenes Seminar veranstaltet hat. Verschiedentlich wurde aber Unverständnis dafür geäußert, daß dieser bayerische Volksaufstand im Geschichtsunterricht meist immer noch totgeschwiegen wird. Das, und da waren sich alle Beteiligten, ob nun BP-Mitglieder oder nur historisch Interessierte, einig, hat „1705´´ nicht verdient.
Wir danken an dieser Stelle nochmal allen Beteiligten ganz herzlich!
















