(openPR) Für Erhalt und Ausbau der Englischsprachigen Masterprogramme an deutschen Hochschulen
München - Die liberalen Hochschulgruppen Bayern kritisieren die Bemerkung von Bundestag-Vizepräsident Johannes Singhammer (CSU), dass Englisch als Unterrichtssprache an deutschen Universitäten reduziert werden solle
In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau am 7.1.2015 hatte sich Johannes Singhammer dagegen ausgesprochen, weiterhin so viele Masterstudiengänge auf Englisch anzubieten. Er forderte „mehr Mut zum Deutsch“ und bezeichnete die Behauptung, dass Englischkenntnisse auf dem Arbeitsmarkt wichtiger seien, als sich selbst erfüllende Prophezeiung.
Ganz anders sehen das die Liberalen Hochschulgruppen in Bayern. Die Wahl der Unterrichtssprache obläge zunächst allein den Hochschulen selber. Eine etwaige Vorschrift wäre deshalb ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Hochschulautonomie und auch in die der Studenten. Landesvorsitzende Julia Ewerdwalbesloh sagt dazu: „Es sollte jedem Studenten freistehen, in welcher Sprache er sein Studium absolviert. Der hohe Zuspruch der englischsprachigen Programme, nicht nur durch internationale, sondern auch durch deutsche Studenten spricht für das Interesse an englischsprachigen Studiengängen.“ Gerade im Hinblick auf eine spätere Karriere im Ausland und in internationalen Branchen seien fundierte Englischkenntnisse wichtig, so die Vorsitzende. „Schließlich bleiben nicht alle Studenten nach ihrem Abschluss in Bayern“.
Singhammers Behauptung, dass zunehmende Englischkenntnisse gleichzeitig eine Abnahme der Deutschkenntnisse im Ausland bzw. der EU bedeuten, sei weltfremd. Dazu Julia Ewerdwalbesloh: „Die deutsche Sprache in ihrer Wichtigkeit mit der Weltsprache Englisch gleichzusetzen, ist zu gleichen Teilen weltfremd und arrogant. Im Kontext der fortschreitenden Globalisierung und der Öffnung der Märkte würde eine unzureichende Förderung der Fremdsprachenkenntnisse sowohl einem deutschen Wirtschaftswachstum als auch der Europäischen Integration im Wege stehen. Die Liberalen Hochschulgruppen fordern daher nicht weniger, sondern mehr Vielfalt und Internationalisierung für die Akademiker von morgen“.













