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Kienbaum-Analyse: Sparprogramme der Autoindustrie wirken häufig nur kurzfristig

17.12.201418:32 UhrTourismus, Auto & Verkehr

(openPR) Düsseldorf, 17. Dezember 2014 Die deutsche Automobilindustrie tut sich schwer, ihre Kosten dauerhaft zu senken. Das zeigen die aktuell erneut angekündigten Sparprogramme der Hersteller in Milliardenhöhe. Eine Analyse der Managementberatung Kienbaum hat ergeben: Sparprogramme verlieren sehr schnell ihre Wirkung, sodass nach drei Jahren nur noch 15 Prozent aller beschlossenen Maßnahmen weiterhin umgesetzt werden. Dazu hat Kienbaum 75 Automotive-Firmen befragt.



„In der x-ten Kosteneinsparwelle greifen die einfachen Hebel zur Kostensenkung nicht mehr“, sagt Harald Proff, Geschäftsführer bei Kienbaum und Leiter der Global Practice Group Automotive, und fügt hinzu: „Global sourcing, Modularisierung – das haben die meisten Unternehmen schon umgesetzt und schlechtere Qualität wollen gerade Premiumanbieter möglichst vermeiden. Deswegen werden die Maßnahmen zur Kosteneinsparung zunehmend komplexer und damit die Annahmen zur Kostensenkung anfälliger für sich ändernde Rahmenbedingungen. Im Linienmanagement muss deshalb genügend Personal mit Entscheidungskompetenz sitzen, um die Sparmaßnahmen immer wieder anzupassen.“

Die Kienbaum-Analyse zeigt: Viele Einsparungsprogramme haben nur eine einmalige, kurzfristige Wirkung, weil sie Sparziele und Maßnahmen ausschließlich auf den Status-quo beziehen. Die Rahmenbedingungen verändern sich aber stetig, weshalb auch die Maßnahmen angepasst werden müssen. Zu den Themen, wo Anpassungen häufig notwendig werden, zählen zum Beispiel Modellpflege, neue Produkte oder Veränderungen der Gleichteile in der Produktion.

„Dauerhafte Kosteneinsparungen gelingen, wenn ein Dreiklang aus folgenden Bestandteilen gelingt: Erstens hartes Nachverfolgen der Maßnahmen im Program Office im Rahmen des Implementierungscontrollings. Zweitens Tiefbohrungen zur Überprüfung des finanziellen Impacts bis auf die Kostenstelle und drittens ein Transformationssupport, der die Volatilität stärker verarbeitet, die Mitarbeiter weiterentwickelt und den notwendigen institutionellen Support nach Projektende sicherstellt“, sagt Harald Proff.

Proff ergänzt: „Transformationssupport bedeutet, die Volatilität des normalen Geschäftsverlaufs besser in den Maßnahmen abzubilden und da, wo das nur unzureichend möglich ist, eine cross-funktionale Entscheidungsrunde zur Verarbeitung der Restunsicherheit einzusetzen. Außerdem ist es notwendig, die Projektmitarbeiter zu stärken: durch Mandate, mit den Fachabteilungen die Maßnahmen turnusmäßig zu überarbeiten, Controllingressourcen anzufordern und eigene Kompetenzentwicklung. Zudem bedarf es einer attraktiven Incentivierung für langfristige Einsparmaßnahmen.“

Für weitere Informationen steht Ihnen Dr. Harald Proff, Leiter der Automotive-Practice bei Kienbaum, gern zur Verfügung (Fon: +49 211 96 59-122; E-Mail). Proff führt integrierte Projekte der strategischen Transformation durch, die sowohl Strategie- und Prozess- als auch Change-Beratung umfassen. Die Elektromobilität ist angesichts der Auswirkungen auf das Kompetenzportfolio der Automobilindustrie ein Themenschwerpunkt der Automotive-Practice von Kienbaum.

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