(openPR) Neuer Vorstand startet mit zukunftsweisender Forderung ins Amtsjahr
Augsburg - Die liberalen Hochschulgruppen Bayern haben vergangenen Sonntag einen neuen Landesvor-stand gewählt. Im Anschluss beschlossen sie, die Ab-schaffung des wissenschaftlichen Beamtentums zu fordern.
Bei der Landesmitgliederversammlung am 7.12.2014 löste Julia Ewerdwalbesloh den bisherigen Vorsitzenden Alexander Bagus nach zweieinhalb Jahren Amtszeit ab. Dabei wurde von beiden die Arbeit der Gruppen vor Ort gelobt und ihre Wichtigkeit betont. „Als Aufgabe des Landesvorstandes sehe ich vor allem die Koordination und Unterstützung der lokalen Hochschulgruppen, um die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre noch weiter auszubauen“, so Julia Ewerdwalbesloh.
Die Psychologie-Doktorandin aus München, die auch schon im hessischen Landesverband Engagement gezeigt hat, wurde mit 89% der Stimmen gewählt. Ihre Stellvertreter sind Stephan Wennike (20, BWL, Augsburg) als Schatzmeister, Michael Ziegelmeir (19, Luft- und Raumfahrttechnik, Augsburg) für Organisation, Friederike Gräfin Egloffstein (21, Jura, Passau) für Presse und Öffentlichkeitsarbeit, und Daniel Klein (20, Pharmazie, München) für Programmatik. Pierre Tannig (22, Chemie, Erlangen-Nürnberg) und Matthias Sing (19, Jura, Bayreuth) werden den Vorstand als Beisitzer unterstützen.
Ziel der Arbeit ist der Ausbau der erreichten (Wahl-)Erfolge der einzelnen Gruppen, die trotz der für den Liberalismus schwierigen Phase im letzten Jahr gute Arbeit geleistet haben. Als „Salz in der Suppe“ bezeichnete Ex-Vorsitzender Alexander Bagus die LHG in seinem Rechenschaftsbericht. „Mal mehr, mal weniger, aber ganz ohne geht es nicht!“ An diesem „mehr“ gälte es nun im Interesse des Liberalen Gedankens zu arbeiten, so der neue Vorstand.
Dies kam auch inhaltlich zum Ausdruck. So wurde der Ruf nach einer moderneren und wettbewerbsfähigeren Wissen-schaft deutlich in der Forderung, die Verbeamtung von Wis-senschaftlern abzuschaffen. Es sei im Interesse der Studierenden, dass sich Universitäten von Hochschullehrern verabschieden können, die dauerhaft schlechte Lehre erbringen. Auch der Forschungsstandort könne durch finanzielle Boni für gute wissenschaftliche Leistung, die für Angestellte einfach zu implementieren sind, profitieren. Ein Angestelltenverhältnis böte aber auch, im Notfall, die Möglichkeit zur Kündigung. Dazu die Vorsitzende: „Natürlich müssen individuelle Fächerkulturen berücksichtigt werden. Wer aber im Bezugsrahmen seiner Peergroup dauerhaft mangelhafte Leistungen erbringt, sollte sich nicht auf Kosten der Steuerzahler einen lauen Lenz auf hohem Niveau machen dürfen."

















