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Salmonellen: Kleinkinder und Reptilien

13.11.201418:12 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Salmonellen: Kleinkinder und Reptilien
(c) Marco Bergmann
(c) Marco Bergmann

(openPR) In Haushalten mit kleinen Kindern sollten Eltern darauf achten, dass ihre Kinder keinen unbeaufsichtigten Kontakt zu Reptilien haben. Doch auch mit Hunde oder Katzen sollten Kleinkinder nicht in direkten Kontakt kommen.

Wolfgang Rabsch vom Nationalen Referenzzentrum für Salmonellen und andere bakterielle Enteritiserreger in Wernigerode, einer Außenstelle des Robert Koch-Instituts (RKI), äußerte sich gegenüber der "Apotheken Umschau", dass bis zu 90 Prozent der Reptilien Salmonellen ausscheiden und für Kleinkinder, die Umgang mit diesen Tieren haben, ein erhöhtes Risiko einer Ansteckung besteht. Rabsch ermittelte im Rahmen einer Studie, dass bei 15 von 19 Salmonellose-Fällen bei Kindern, die im jeweiligen Haushalt gehaltenen Reptilien dieselben Erreger in sich trugen. Er mutmaßt daher, dass sich jährlich Hunderte von Salmonellose-Fällen bei Kleinkindern auf Reptilien zurückführen lassen.

Dr. Frank Mutschmann von der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft relativiert diese Ergebnisse gegenüber der "Apotheken Umschau" jedoch: "Letztlich bleibt in diesen Falluntersuchungen unklar, wer wen angesteckt hat." Er empfiehlt Eltern dennoch, ihre Kinder nicht ohne Aufsicht mit Reptilien in Kontakt kommen zu lassen und nach dem Kontakt dafür sorgen, dass ihre Kinder sich die Hände mit Wasser und Seife waschen. Außerdem sollen Reptilien keinen Auslauf in der Wohnung und keinen Kontakt zu Lebensmitteln erhalten. Gegenstände wie Futterschüsseln sollten nicht in Bereichen gesäubert werden, an denen auch Lebensmittel verarbeitet werden. Halten sich Eltern an diese Verhaltensweisen, kann eine Ansteckung der Kinder an den Reptilien mit Salmonellen nahezu ausgeschlossen werden.

Mutschmann gibt ferner zu bedenken: "Grundsätzlich geht von Reptilien ein deutlich geringeres Risiko aus, vergleichbar dem von Katzen oder Hunden."

Daher raten Experten, dass Kinder auch keinen unbeaufsichtigten Kontakt zu Katzen oder Hunden haben sollten. Das Risiko einer Ansteckung beim Umgang mit warmblütigen Tieren ist biologisch bedingt sehr viel höher einzuschätzen als beim Umgang mit wechselwarmen Tieren wie Schlangen, Schildkröten oder Bartagamen. Wenn sich jährlich Hundertausende Salmonellose-Fälle bei Kindern auf Reptilien zurückführen lassen, liegt die Anzahl der von Hunden und Katzen ausgelösten Ansteckungen statistisch im Millionenbereich.

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