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Gefahrtierstudie: Domestizierte Haustiere sind gefährlicher als Exoten

11.01.201609:13 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Gefahrtierstudie: Domestizierte Haustiere sind gefährlicher als Exoten
Gefahrtierstudie 2015
Gefahrtierstudie 2015

(openPR) Während die Haltung von potenziell gefährlichen Exoten zunehmend in der Kritik der Öffentlichkeit steht und Forderungen nach Haltungsverboten immer lauter werden, wird die Haltung von Hunden, Katzen, Pferden und Nutztieren in der Regel unkritisch gesehen. Die euphorische Berichterstattung über Vorfälle mit exotischen Tieren aufgrund der Sensationslust vieler bundesweiter Boulevardmedien verzerrt die öffentliche Wahrnehmung, wohingegen Vorfälle mit domestizierten Heim- und Nutztieren (wenn überhaupt) nur von lokalen Presseredaktionen aufgegriffen werden und dies zumeist auch nur dann, wenn die Polizei nach den Halterinnen und Haltern von aufgefundenen oder in Unfälle verwickelten Heimtieren fahndet und lokale Medien als Werkzeug für Zeugenaufrufe nutzt.



Im Rahmen einer Studie über Vorfälle mit Gefahrtieren, exotischen Wild- und Zuchttieren sowie domestizierten Heim- und Nutztieren in der medialen Berichterstattung des Jahres 2015 (Gefahrtierstudie 2015) wurden insgesamt 1.559 Vorfälle mit exotischen und domestizierten Tieren zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2015 dokumentiert. Die Bandbreite der erfassten Vorfälle reicht von ausgesetzten Kleintieren über Schlangen-, Hunde- und Katzenbisse und aufwändige Tierrettungen bis hin zu teilweise schweren Verkehrsunfällen, die durch freilaufende Tiere im öffentlichen Raum verursacht wurden. In 1.502 Vorfällen kamen Personen (größtenteils unbeteiligte Dritte) finanziell oder körperlich zu Schaden. Die unmittelbaren Sachschäden betragen in der Summe ca. 1,7 Mio. Euro (Einsatzkosten für Polizei- und Feuerwehreinsätze wurden nicht einbezogen). Insgesamt 853 Personen wurden in den dokumentierten Vorfällen verletzt, 234 davon schwer. 24 Personen kamen durch die Unachtsamkeit von Tierhaltern im Jahr 2015 zu Tode.

Die Gefahrtierstudie zeigt auf, dass Vorfälle mit potenziell gefährlichen Wild- und Zuchttieren statistisch kaum eine Rolle. Es wird nicht bestritten, dass von einigen exotischen Tieren, die in Privathand gehalten werden, eine potenzielle Gefahr für Halterinnen und Halter sowie für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgeht. Eine Gesetzgebung für die Haltung dieser Tiere ist also grundsätzlich begrüßenswert. Gesetzgebungsvorhaben sollten aber mit Augenmaß beschlossen werden. Diese Studie zeigt auf, dass Medienberichte keineswegs einen besonderen Handlungsbedarf für neue Gesetzgebungen in Bezug auf das Gefahrenpotenzial von exotischen Tieren erkennen lassen. Es wird vielmehr deutlich, dass insbesondere Pferde und Hunde aber auch Katzen und Nutztiere ebenfalls als Gefahrtiere angesehen und entsprechend reglementiert werden sollten und dass die allermeisten exotischen Tiere kaum gefährlicher sind als andere Kleintiere.

Restriktive Gesetze und einseitige Forderungen nach strikten Haltungsverboten für exotische Gefahrtiere unter Bezugnahme auf in Medienberichten veröffentliche Einzelfällen sind somit grundsätzlich als unverhältnismäßig zu bewerten.

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