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Gefahren beim Barfen?

11.09.201418:31 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes
Bild: Gefahren beim Barfen?
Hunderfutter sollte so frisch wie möglich sein!
Hunderfutter sollte so frisch wie möglich sein!

(openPR) Es wurde schon sehr viel über die gesundheitlichen Gefahren für Hunde und Menschen bei der Fütterung von rohem Fleisch gesagt und geschrieben.

Aus aktuellem Anlass (die U.S. Food and Drug Administration hat im Juni 2014 wieder einmal ein Warnung herausgegeben) möchten wir hier das Thema doch noch einmal aufgreifen:



Gewarnt wird primär vor den Gefahren einer Infektion mit Listerien und Salmonellen.

Listerien sind Bakterien, die eigentlich überall vorkommen können, auch auf Gemüse. Häufiger gefunden werden sie in küchenfertig abgepackten Salaten. Ein bis zehn Prozent der Menschen sind Träger von Listerien und scheiden diese natürlich auch aus.

Damit stellt sich für den Verbraucher die Frage: Was macht das Barfen jetzt so besonders gefährlich, wo wir doch sowieso ständig mit diesem Bakterium in Kontakt kommen können?

Salmonellen sind bekannter. Hier hat man schon von Infektionen (auch sie sind Bakterien) gehört, die für empfindliche Menschen gefährlich wurden. Aber nur 10% dieser Erkrankungen wurden durch Tiere auf den Menschen übertragen und meistens von Reptilien, bei denen 90% Träger sind. Hunde sind ziemlich resistent gegen Salmonellose. Es wird ein hohe Keimzahl benötigt um den Vierbeiner krank zu machen. Ein gutes Immunsystem schützt den Hund davor.

Wenn man sich die Infektionsmöglichkeiten einmal anschaut, ist man erstaunt, dass hier an erster Stelle „Unsauberkeit im Lebensmittelbereich, insbesondere bei Großküchen“ steht. Danach folgen die Gefahren durch Dauerausscheider (Menschen oder Tiere, die eine Infektion überstanden haben, aber noch Salmonellen ausscheiden) und verunreinigtes Wasser. Erst zum Schluss werden aufgetautes Geflügel (besonders das Tauwasser) und Eier genannt.

Trotz dieser „Gefahren“ ist die Zahl der Salmonellen-Erkrankungen (meldepflichtige Infektion) im Zeitraum von 1990 bis 2005 von 200.000 auf 55.000 Fälle jährlich in Deutschland zurück gegangen. Und das, obwohl bei uns viele Hundebesitzer ihre Tiere mit rohem Fleisch ernähren!

Stellt sich also die Frage, was diese Hinweise (z.B. von der FDA) eigentlich sollen. Werden nun alle frischen, rohen Nahrungsmittel vom Einkaufszettel gestrichen? In den meisten Familien werden Mahlzeiten (nicht nur für die Hunde) aus frischen Lebensmitteln zubereitet! Und damit sind Bakterien ja sowieso in der Küche, auch wenn kein Hundefutter zubereitet wird. Eine keimfreie Küche gibt es nicht!

Sicher ist es sinnvoll, beim Umgang mit rohem Geflügel, besonders mit dem Tauwasser vernünftig umzugehen. Das heißt aber nur: Händewaschen, Schneidbretter und Messer spülen und nicht ungesäubert für andere Lebensmittel benutzen. Damit hat man das Risiko schon stark minimiert.

Wer möchte sich schon nur noch von industriell sterilisierten, vorgegarten, hocherhitzten usw. Produkten ernähren. Auch wir Menschen haben ein Recht auf frische rohe Lebensmittel, die wir dann nach unserem Geschmack zubereiten!

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