openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Der Fall Vattenfall – Entscheidung über 4,7 Milliarden Euro hinter verschlossenen Türen

Bild: Der Fall Vattenfall – Entscheidung über 4,7 Milliarden Euro hinter verschlossenen Türen
Dr. Thomas Rinne, Rechtsanwalt und Abogado.
Dr. Thomas Rinne, Rechtsanwalt und Abogado.

(openPR) Die erst jüngst bekanntere Abkürzung ICSID steht für International Centre for Settlement of Investment Disputes. Vor dieser Schiedsgerichtsinstitution hat der schwedische Energiekonzern Vattenfall die Bundesrepublik Deutschland auf 4,7 Milliarden Euro Schadensersatz verklagt, wie Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel nun die genaue Höhe der Forderung bezifferte.

Vattenfall wirft der Bundesrepublik den vorzeitigen Atomausstieg und die damit verbundene Stilllegung zweier Kraftwerke vor. Ein Investitionsschutzabkommen ist der Grund dafür, dass das schwedische Unternehmen diese Forderung nicht vor einem deutschen Gericht geltend machen muss, sondern in einem geheimen Schiedsverfahren einklagte. 3.000 solcher Abkommen gibt es weltweit. Sie werden üblicherweise nur zwischen zwei Ländern geschlossen und ihr Ziel ist es, ausländischen Investoren die Angst vor vermeintlich rechtsunsicheren Staaten zu nehmen.

Dazu verweisen diese Abkommen u. a. bestimmte Streitigkeiten an das ICSID, beispielsweise bei Enteignung oder Verstoß gegen das Gebot von „gerechter und billiger Behandlung“. Deutschland selbst hat 139 solcher Abkommen abgeschlossen. Ursprünglich sollten diese deutsche Investoren im Ausland schützen. Doch die Gegenseitigkeit dieser Verträge machte auch Verfahren gegen Deutschland möglich. In der Bundesrepublik regt sich Protest insbesondere wegen der mangelnden Transparenz der Verfahren. Ob Deutschland tatsächlich den Betrag zahlen muss, der ungefähr der Hälfte seines Entwicklungshilfeetats entspricht, wird sich wohl erst in einigen Monaten oder Jahren entscheiden.

Mehr Informationen: http://dr-thomas-rinne.de/category/internationales-vertragsrecht/

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 825690
 562

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Der Fall Vattenfall – Entscheidung über 4,7 Milliarden Euro hinter verschlossenen Türen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Dr. Thomas Rinne, Rechtsanwalt und Abogado

Bild: Kein Forum-Shopping bei Sammelklagen auf SchadensersatzBild: Kein Forum-Shopping bei Sammelklagen auf Schadensersatz
Kein Forum-Shopping bei Sammelklagen auf Schadensersatz
Unter Forum-Shopping versteht man das systematische Ausnutzen nebeneinander bestehender Zuständigkeiten um bestimmter rechtlicher oder tatsächlicher Vorteile willen. Möglich ist dies beispielsweise bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Internet. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) erlaubt in solchen Fällen Klagen an jedem Ort, an dem ein online veröffentlichter Inhalt einsehbar ist (Aktenzeichen C-509/09 und C-161/10). Der Kläger kann sein Gericht also vollkommen frei wählen, insbesondere überlegen, welches Gericht seiner Klage die besten E…
Bild: Vertragsaufhebung und Selbstvornahme im UN-KaufrechtBild: Vertragsaufhebung und Selbstvornahme im UN-Kaufrecht
Vertragsaufhebung und Selbstvornahme im UN-Kaufrecht
Nach wie vor ist das UN-Kaufrecht eines der am wenigsten beachteten Rechtsinstrumente. Tatsächlich wissen viele Unternehmer nicht, dass es in 83 Ländern der Welt – beispielsweise in Deutschland und Spanien – bei transnationalen Verträgen über den Warenkauf automatisch zur Anwendung kommt. Dabei kann sich das UN-Kaufrecht ganz erheblich vom nationalen Kaufrecht unterscheiden. Der BGH äußerte sich in einem Urteil vom 24. September 2014 (Az. VIII 394/12) dazu, unter welchen Voraussetzungen der Käufer sich durch Vertragsaufhebung vom Kaufvertra…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Vattenfall geht gegen Mitbewerber vorBild: Vattenfall geht gegen Mitbewerber vor
Vattenfall geht gegen Mitbewerber vor
Berlin, 28. August 2006. Vattenfall möchte seinen Mitbewerbern den direkten Preisvergleich untersagen. In der Hansestadt Hamburg verlangt der schwedische Stromkonzern, dass die aktuelle Plakatkampagne eines günstigeren Anbieters eingestellt wird. Geht es nach Vattenfall, soll FlexStrom künftig nicht mehr vorrechnen dürfen, dass Hamburger Stromkunden …
Bild: Willkommen bei den Haien, kleiner FischBild: Willkommen bei den Haien, kleiner Fisch
Willkommen bei den Haien, kleiner Fisch
… Verspätung zu zahlen. Im Allgemeinen kein Problem, denn ein Telefonat, eine E-Mail oder ein Brief reichen, um Probleme gar nicht erst aufkommen zu lassen. Nicht so bei Vattenfall. Vattenfall macht zwar große Werbung, unterstützt Sport und arme Kinder, aber für seine Kunden, die wegen Stundung von Kleinstbeträgen anfragen, hat Vattenfall kein Herz. Bei meinem …
Bild: Mit Energiesparbox.de die Umwelt schützenBild: Mit Energiesparbox.de die Umwelt schützen
Mit Energiesparbox.de die Umwelt schützen
… deutlich teurer. Bei rund 500 bis 900 Versorgern stehen Preiserhöhungen von durchschnittlich sieben Prozent an, so das Verbraucherportal Verivox. Auch die Stromriesen RWE, Vattenfall und EnBW planen demnächst Preiserhöhungen. Laut einer Grünen-Studie sollen Verbraucher durch die anstehende Preiserhöhung im kommenden Jahr bis zu zwei Milliarden Euro mehr …
Jörg Nobis: „Kraftwerk Moorburg wird zum Milliardengrab und Mahnmal der gescheiterten ‚Energiewende‘“
Jörg Nobis: „Kraftwerk Moorburg wird zum Milliardengrab und Mahnmal der gescheiterten ‚Energiewende‘“
… Regierung in Hamburg blockiert, weil man dem modernen Kraftwerk aus rein ideologischen Gründen eine sinnvolle Bestandsgarantie bis 2038 nicht gewähren wollte.Dem Betreiber Vattenfall wurde die Abschaltung mit einer Entschädigungszahlung auf Steuerzahlers Kosten vergoldet. Wie hoch die ist, weiß keiner – Bund und Vattenfall vereinbarten Stillschweigen …
Bild: Stromkonzerne mit Milliardengewinnen – Strompreise für private Haushalte steigen trotzdemBild: Stromkonzerne mit Milliardengewinnen – Strompreise für private Haushalte steigen trotzdem
Stromkonzerne mit Milliardengewinnen – Strompreise für private Haushalte steigen trotzdem
… Zusatzgewinne bescheren. Die Strompreise werden aber dennoch weiter erhöht. Millionen Haushalte müssen im nächsten Jahr deutlich mehr für Strom bezahlen. Viele Stadtwerke, aber auch Energieriesen wie Vattenfall, EnBW und RWE haben bereits angekündigt, dass der Strom im nächsten Jahr teurer wird. Teilweise steigen die Stromkosten um mehr als 14 Prozent. So …
Bild: Jörg Nobis (AfD): „Was hier abgeht, kann man nur noch als energiepolitischen Wahnsinn bezeichnen“Bild: Jörg Nobis (AfD): „Was hier abgeht, kann man nur noch als energiepolitischen Wahnsinn bezeichnen“
Jörg Nobis (AfD): „Was hier abgeht, kann man nur noch als energiepolitischen Wahnsinn bezeichnen“
… soll bei der Ausschreibung, die die Bundesnetzagentur zur Stilllegung von 4.000 Megawatt Kraftwerkskapazität in Norddeutschland durchführt, den Zuschlag bekommen. Dass sich Vattenfall an dieser Ausschreibung nun ausgerechnet mit seinem hochmodernen Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg beteiligt, zeigt, wohin die linksgrüne Energiewende führt, die auch …
Aktionäre sollen der Verschmelzung mit Vattenfall Europe zustimmen
Aktionäre sollen der Verschmelzung mit Vattenfall Europe zustimmen
… Hauptversammlung der Bewag Aktiengesellschaft im Berliner Internationalen Congress Centrum ICC haben die Aktionäre des Unternehmens über die Integration der Bewag in den Vattenfall Europe-Konzern zu entscheiden. Die Tagesordnung sieht neben den Beschlüssen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/2002, der Neuwahl von Aufsichtsratsmitgliedern und der Zustimmung zur …
Bild: Berliner Schüler werden „Hinter Fassaden sehen“Bild: Berliner Schüler werden „Hinter Fassaden sehen“
Berliner Schüler werden „Hinter Fassaden sehen“
Vattenfall Europe Berlin startet Kreativwettbewerb Der Energiedienstleister Vattenfall Europe Berlin lobt nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr erneut den Vattenfall Kreativwettbewerb für Berliner Schülerinnen und Schüler aus. Das diesjährige Motto des Wettbewerbs lautet „Hinter Fassaden sehen“. Die Schirmherrschaft übernimmt auch in diesem Jahr …
Strom: Entscheidung zu Netzgebühren reicht nicht aus
Strom: Entscheidung zu Netzgebühren reicht nicht aus
Berlin, 10. Mai 2007 - Der Stromkonzern Vattenfall unterliegt vor Gericht, doch bei unabhängigen Anbietern will keine rechte Freude aufkommen. Laut Oberlandesgericht Düsseldorf ist die von der Bundesnetzagentur im Juni 2006 angeordnete Gebührensenkung rechtens, doch eine Rückzahlung für überhöhte Gebühren der Vergangenheit wird es demnach nicht geben. Für …
Bild: BBB begleitet große Offshore-Windpark-TransaktionBild: BBB begleitet große Offshore-Windpark-Transaktion
BBB begleitet große Offshore-Windpark-Transaktion
… GmbH (BBB) erneut mit der technischen Due-Diligence-Prüfung eines großen Windparkprojekts in der deutschen Nordsee beauftragt. Nun wurde die Transaktionen zwischen SWM und Vattenfall erfolgreich abgeschlossen. Der geplante Offshore-Windpark „Sandbank“ soll ab 2015 durch eine eigens zu diesem Zweck gegründete Gesellschaft realisiert werden. Bei der Durchführung …
Sie lesen gerade: Der Fall Vattenfall – Entscheidung über 4,7 Milliarden Euro hinter verschlossenen Türen