(openPR) „Von der Zukunft sollten wir nicht mehr erhoffen als wir heute sicherstellen können. Leben findet in der Gegenwart statt und wer (in die Zukunft) überleben will, der muß in der Gegenwart dafür die Voraussetzungen schaffen.“ (Prof. Querulix, Volksmund tut Weis- und Wahrheit kund)
Deutschlands wirtschaftliche, soziale und politische Zukunft hängt entscheidend davon ab, inwieweit es gelingt, die Politik wieder mehr am allgemeinen Wohl statt an Sonderinteressen von Parteiklüngeln und Lobbyvereinen auszurichten. Unser Land hat keine Zukunft, wenn weiterhin Sonderinteressen die Politik bestimmen und der Profit von Minderheit zum Selbstzweck erklärt wird. Wirtschaft muß dem Menschen dienen und nicht der Mensch der Wirtschaft.
Es muß deshalb darum gehen, unser Land zu einem lebenswerten Ort für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger zu entwickeln und ihnen eine gerechte Teilhabe am gemeinsam erwirtschafteten Wohlstand zu gewährleisten. Der Aufstieg Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg ist maßgeblich der Tatsache zu verdanken, daß es für die ganze Bevölkerung aufwärts ging. Daran müssen wir anknüpfen und endlich die inzwischen gigantisch aufklaffende Schere bei den verfügbaren Einkommen deutlich schließen.
Nicht nur Schwellenländer scheitern am Aufstieg zu modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften, weil sie die Förderung des Massenwohlstands versäumen. Diese Länder gehören faktisch einem kleinen polit-ökonomischen Klüngel; der Mittelstand spiel keine wesentliche Rolle und die Masse der Bevölkerung ist arm. Industrieländer, in denen zunehmend die Lobbyvereine polit-ökonomischer Herrscherklassen den Ton angeben und demokratische Verfassungen zu Lobbydemokraturen degenerieren, sich wie im Falle der USA sogar plutokratische Strukturen herausbilden, laufen Gefahr, in die Strukturen von Schwellenländern zurückzufallen und damit ihre Zukunftsfähigkeit zu verspielen.
Aus dem von der SPD geführten Wirtschaftsministerium wurde jüngst die Forderung laut, überprüfbare Verabredungen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu treffen und Strategien zur weiteren internationalen Marktdurchdringung zu entwickeln. Prompt äußerste die CDU Skepsis und erinnerte, daß die unter Kanzler Schröder geführten Gespräche über ein „Bündnis für Arbeit“ auch nichts gebracht hätten. Deshalb sollte der Wirtschaftsminister sich mehr für die Belange der Industrie einsetzen und weitere Bestrebungen zur Verbesserung des Klimaschutzes verhindern.
Deutschland ist aus Sicht der Bevölkerungsmehrheit in den letzten 30 Jahren nicht vorangekommen. Das Bildungssystem ist maroder denn je, Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürger arbeiten für Hungerlöhne, sind verarmt und dürfen nicht auf eine Verbesserung ihrer Lage hoffen, immer häufiger reichen die Renten auch nach einem 40jährigen Arbeitsleben nicht mehr aus, um einen angemessenen Lebensunterhalt zu finanzieren, Krankheit oder Pflegebedürftigkeit stürzen immer mehr Mitbürgerinnen und Mitbürger in unmenschliche Lebensverhältnisse.
Auf der anderen Seite häuft eine Minderheit unter Nutzung der Arbeitskraft dieser Mitmenschen unermeßlichen Reichtum an und entzieht sich durch geschickte Nutzung der von ihren Lobbyisten durchgesetzten steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten auch noch einer gerechten Beteiligung an den Kosten des Staates. Politiker nutzen ihre privilegierten Positionen, um lukrative Nebeneinkünfte zu erzielen, die oft ihre Haupteinkünfte als Abgeordnete weit übersteigen. Nicht selten arbeiten sie sogar auf einen Wechsel in ein Wirtschaftsunternehmen hin, um ihre ohnehin üppige Pension noch mit einem siebenstelligen Gehalt aufzubessern.
Hat ein Staat mit diesen „Führungs“-kräften eine gute Zukunft?
Aus der Perspektive der allermeisten Mitbürgerinnen und Mitbürger kann man diese Frage bestimmt nur negativ beantworten. Denn sie haben von der Zukunft nichts Gutes zu erwarten. Je mehr sich diese Erkenntnis durchsetzt, desto mehr werden sich die Menschen von diesem Staat, der nicht der ihre ist, abwenden. Die Folgen werden gravierend sein – auch für die, die ganz vorne an den Fleischtöpfen sitzen.
Der Aphoristiker und Privatphilosoph Prof. Querulix glaubt nicht, daß Menschen ohne erheblichen Leidensdruck für die Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse und eine gute Zukunft kämpfen. Größere Chancen für Verbesserungen, wie zum Beispiel im Hinblick auf eine stärkere Berücksichtigung des Allgemeinwohls durch die Politik, bestehen seiner Meinung nach nur nach großen Katastrophen. Im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital sind zahlreiche seiner zeitlos-zeitkritischen Aphorismen, Reime und Gedichte erschienen, sowie vier Sammelbände mit zahlreichen konstruktiv-kritischen Kurzbeiträgen zu gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Themen. Sie sind beim Verlag und in allen guten (Internet-)Buchhandlungen erhältlich.
READ Pressestelle











