(openPR) 02.11.2014
Es war sein 61. Jahreskonzert in Folge, zu dem das Emscherland Akkordeon-Orchester am 02.11.2014 ins Kulturzentrum in Herne eingeladen hatte. Mit der „Suite für Akkordeon-Orchester“ von Rudolf Brucci eröffnete das 1. Orchester unter der Leitung von Martin Dejnega die 1. Konzerthälfte mit einem originalen Werk für Akkordeon-Orchester in vier Sätzen.
„We are little Superstars“, mit dieser Popballade stellte die Zukunftsmusik der Emscherländer, das Kinder Ensemble unter der Leitung von Vera Will, dem Publikum seine Musik vor. Im weiteren Verlauf spielten die Kids zudem gemeinsam mit dem Hobby Orchester, den Senioren des EAO unter der Leitung von Margret Kotzian, Musik von Michael Jackson. Anschließend, und nur unter sich, nahm das Hobby Orchester die Gäste im Kulturzentrum mit auf ihre Reise durch die Popmusik bis hin zu Titeln von Elton John. Mit dem Marsch „Folies Berdère“ entließen sie schließlich die rhythmisch mitklatschenden Besucher in die Konzertpause.
Die 2. Konzerthälfte hatte das 1. Orchester eigens für sich reserviert. Für alle Freunde klassischer und konzertanter Musik standen jetzt Werke von Ludwig van Beethoven, Adolf Götz und Johann Sebastian Bach im Mittelpunkt. Der „Frühlingsstimmen-Walzer“ von Johann Strauss (Sohn) beendete den Klassikteil. Was dann folgte, sollte alles bisher im Konzert Gehörte und Erlebte auf eine andere Art in den Schatten stellen. Titel zeitgenössischer Musik, Pop- und Jazzmusik waren angesagt. Mit „Collaboration“, einer Afro-American Rhapsodie im Jazz/Rock/Latin-Stil gab es eine erste Kostprobe eines umfangreichen Percussions- und Schlagzeugsolos.
Sorgten in dieser Disziplin Andor und Dominik, fast als eine Art Dreamteam, bereits schon in der Vergangenheit für das ausgesprochen unnachahmliche Temperament dieses Orchesters, so traten sie in diesem Jahr erstmalig, zusammen mit Bastian als Nachwuchstalent, als Trio an, und zwar so, als wäre es nie anders gewesen.
Und dann erst, „Mas que nada“, eine Pop-Samba in Anlehnung an den Stil von afrobrasilianischem Samba-Funk, in die das EAO einen rund eineinhalb Minuten langen Part an Freestyle Percussion- und Schlagzeugsoli integrierte, die das Publikum mit mehrfachem Szenenapplaus begleitete und bei dem selbst die Spieler des Orchesters ihren Drummer Protagonisten begeistert applaudierten. Sollte das – nach so viel Feuer frei – wirklich der letzte Programmpunkt gewesen sein? Das Publikum war da ganz anderer Meinung.
Mit „Brasilia“, lateinamerikanischen Sambaklängen als Zugabe, setzten die Emscherländer ihr percussiv musikalisches Feuerwerk unvermindert fort. Und nach der zweiten Zugabe, dem Mambo aus den sinfonischen Tänzen zur West Side Story, musste Martin Dejnega schließlich die Zuhörer im Kulturzentrum vertrösten, auf das 62. Jahreskonzert des Emscherland Akkordeon-Orchesters im kommenden Jahr.













