(openPR) Fast 1,6 Milliarden Euro investierten die Werbetreibenden 2013 in Hörfunk-Kommunikation und in diesem Jahr wird erwartet, dass die Schallmauer von 1,7 Milliarden Euro durchbrochen wird.
Damit haben sich die Bruttoumsätze für Radiospots und Audio-PR innerhalb von 10 Jahren fast verdoppelt, also ausgerechnet in der Zeit, in der neben Google-Werbung auch der Siegeszug von Social Media-Advertising begann. Warum sich das Radio als Werbeträger neben den neuen digitalen Werbeformen so prächtig entwickeln konnte, wundert den Hörfunk-PR-Experten Marc Erny von der Berliner Agentur allmediachannels nicht: "Inzwischen weiß jeder, dass zum Beispiel die sehr gehypten Web-Werbe-Videos von nicht einmal jedem zweiten User angeguckt werden.
Hörfunk dagegen brauche im Gegensatz zu Online-Videos oder Bannern nicht die ganze Aufmerksamkeit des Empfängers, nebenbei kann gejoggt, gearbeitet oder autogefahren werden. Erny: "Natürlich gibt es witzige, unterhaltsame Werbevideos – nur genau den Effekt kann auch ein Hörfunk-Beitrag haben, ohne dass man alles anderen Tätigkeiten unterbrechen muss". Auch wenn Werbe- und Digitalportale mit großem Aufwand für das teure Schalten von Bewegtbild-Spots werben, hinkt dieses Kommunikationsinstrument weit hinter dem Radio her: ganze 300 Millionen Euro flossen 2013 in Werbe-Videos, das sind 1,3 Milliarden Euro weniger als der deutschlandweite Radiowerbeumsatz ausmacht.
Das Radio wird jedenfalls vom Video-Star nicht “gekillt”, diese Befürchtung der Band “Buggles” war offenbar ziemlich voreilig. Und das, obwohl ihr Musikvideo über den Tod des Radios das erste Musikvideo war, dass MTV 1980 beim Sendestart ausstrahlte.












