(openPR) Das Treffen der G 20 in Australien war wieder eine der typischen Laberpartys, bei denen außer Spesen letztlich nichts gewesen ist. Die Wirtschaft solle „angekurbelt“ werden! Das wird doch mit Gelddrucken und kostenlosem Verteilen dieses Geldes an Bankster und andere Spekulanten schon lange erfolglos versucht. Resultate sind nur riesige Spekulationsblasen, mit deren Platzen in naher Zukunft schon zu rechnen ist.
Die Menschheit spielt verrückt. In vielen Teilen der Welt herrschen Anarchie und Terror, Bankster treiben Aktien- und Anleihenkurse in eine absurde Überbewertung, während sie den Goldkurs geradezu fanatisch nach unten manipulieren, Anzeichen für eine bevorstehende Weltwirtschaftskrise mehren sich, überlebenswichtige Fragen der Menschheit werden unter hohem Kostenaufwand seit Jahren von Politikern und Lobbyisten belabert, ohne daß die Verantwortlichen an wirklichen Lösungen interessiert scheinen.
Die sozialen Verhältnisse in den Industrienationen verschlechtern sich zusehends. Die Zahl der Armen steigt, weil ordentliche Einkommen vorgeblich die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gefährdet. Unanständig hohe Gehälter, überzogen hohe Boni und Aktienoptionen, die eher zu Finanztricksereien und kurzfristigem Denken verleiten als zu klugen und nachhaltig ertragreichen Investitionen, sind dagegen von der gesetzgebenden Politikerschar offenbar sogar erwünscht.
Doch woher kommt gesundes Wirtschaftswachstum?
Sicherlich nicht in Gestalt immer neuer direkter und indirekter Subventionen und Alimentationen derer, die sowieso schon im Geld ersticken und auf Kosten des Wohls der Allgemeinheit damit ihre skrupellosen Spielchen spielen. Sicherlich auch nicht durch immer neues Schuldenmachen und Geldverteilen an die, deren Lobbyisten in den Parlamenten sozusagen direkt an der Quelle sitzen. Gesunde Nachfrage kommt auch nicht dadurch zustande, daß man möglichst billig hergestellte Produkte ins Ausland gegen schlechte Dollars „verschenkt“, mit denen man vermutlich in Zukunft noch weniger anfangen kann als mit dem den USA anvertrauten Goldreserven.
Nachhaltiges Wachstum wird auch gewiß nicht dadurch erzeugt, daß man Sparer und Besitzer von Kapitallebensversicherungen schleichend enteignet und damit private Altersversorgung ad absurdum führt. Die materiellen und Vertrauensschäden, die unsere Politiker dadurch heute verursachen, werden unsere Gesellschaft noch Jahrzehnte belasten. Private Altersversorgung bei realen Negativzinsen ist sinnlos und den allermeisten Menschen mangels ausreichenden Einkommens auch unmöglich
Nachhaltige Nachfrage entsteht vor allem durch einen soliden nachhaltigen Binnenkonsum. Dazu braucht man nicht in erster Linie staatliche Investitionen auf Pump, sondern nur gute und sichere Einkommen für jedermann. Denn dann hätten alle Bürgerinnen und Bürger nicht nur das notwendige Geld zur Teilnehme am sozial-kulturellen Leben der Gesellschaft, sondern könnten auch langfristig disponieren, Familien gründen und Kinder aufziehen. Die tatsächlich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten vernachlässigten staatlichen Investitionen in Bildung und Erziehung, Verkehrsinfrastruktur und ein bezahlbares Gesundheits- und Pflegesystem würden das dazu erforderliche Vertrauen der Menschen in die Zukunft zusätzlich fördern, wären durch die vermehrten Steuereinnahmen infolge nachhaltig kräftigen Binnenkonsums und wachsender Bevölkerung auch viel leichter zu finanzieren.
Und dann sollte man nicht nur alle, die in Deutschland Geld verdienen, zum Steuernzahlen heranziehen – was ja derzeit endlich in Angriff genommen werden soll, sondern man sollte die Steuerlast auch endlich gerecht, d. h. mehr auf die Stärkeren und in den letzten 20 Jahren noch erheblich kräftiger gewordenen Schultern verlagern. Auch das wäre ein Beitrag zur Schaffung nachhaltigen Wirtschaftswachstums.
„Jede Gesellschaft hat die Schurken, die sie verdient“, meinte einmal Albert Camus, „und auch die Dummköpfe“, ergänzt Prof. Querulix. Die Feststellung, daß die arbeitende und Werte schaffende Mehrheit der Bevölkerung mit ihrem Einverständnis von einer beutegierigen Minderheit ausgebeutet und ihrer Existenzgrundlagen beraubt wird, dürfte nicht übertrieben sein.
Die Finanzmafia bestimmt seit Jahren den Kurs der Politik und spannt die Politiker vor den Karren ihrer Interessen. Allzuvielen scheint das überhaupt nicht klar zu sein – es geht ihnen ja bestens und die üppige Pension ist auch gesichert – aber viele pfeifen offensichtlich auch auf das allgemeine Wohl, solange sie immer wiedergewählt werden. Der Kurs der Unvernunft führt direkt auf einen wirtschaftlichen und sozialen Abgrund zu. Er könnte schneller erreicht werden als wir annehmen, zum Beispiel bei einem durchaus möglichen Zusammenbruch der hypertrophierten Derivatemärkte – Wetten auf Kurse von Aktien, Anleihen, Indices, Rohstoffe, Edelmetalle.
Wenn es ganz schlecht läuft, werden wir in naher Zukunft schon nicht nur eine verlorene Generation zu beklagen haben, sondern den Verlust alles dessen, was unsere Großväter und Väter nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut haben. Von den derzeitigen Territorialkriegen und die Glaubenskriegen soll in diesem Zusammenhang gar keine Rede sein. Welche Folgen diese für die Welt noch haben werden, ist ein ganz anderes Thema.
Ist mit einer vernünftigen Lösung der sich schnell weiter zuspitzenden Weltfinanz- und Wirtschaftskrise zu rechnen? Die Erfahrung sagt: Nein. Wahrscheinlich bringt tatsächlich nur der Crash die Lösung, wie die deutschen Ökonomen Matthias Weik und Marc Friedrich vermuten.
Wieder aufbauen zu können, hat den Vorteil, aus den gemachten Fehlern lernen zu können – zu können, aber nicht, aus den Fehlern lernen zu müssen. Dennoch kann Information nicht schaden. Vor einigen Jahren erschien eine Studie mit Anregungen dazu. Sie trägt den Titel „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft (ISBN 978-3-943788-18-1, eBook, 9,95 Euro). Die mit Zahlen unterlegte Studie ist beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort sowie in jeder guten (Internet-)Buchhandlung erhältlich.
Das Grundeinkommen ist, wie der Titel der Studie sagt, nur als Kernstück, wenn auch unverzichtbare Grundlage einer umfassenden zukunftsweisenden und zukunftssichernden Reform von Staat und Gesellschaft zu verstehen. Der Verfasser geht realistischerweise davon aus, daß die derzeit herrschenden Kräfte und Profiteure des Status quo weder willens noch fähig sind, ein solches geradezu epochales Reformvorhaben durchzuführen. Er sieht aber die Chance einer solchen grundlegenden gesellschaftlichen Erneuerung nach einem wirtschaftlichen und sozialen Kollaps, wenn die dann tonangebenden Kräfte beherzt ans Werk gehen – und tatsächlich wenigstens aus den folgenreichsten Fehlern ihrer Vorgänger lernen.
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