openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Verdeckte Recherche im Max-Planck-Institut Tübingen

12.09.201409:20 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Verdeckte Recherche im Max-Planck-Institut Tübingen
Grausame Versuche am Max-Planck-Institut Tübingen
Grausame Versuche am Max-Planck-Institut Tübingen

(openPR) Erneut grausame Tierversuche aufgedeckt

Am Max-Planck-Institut in Tübingen werden, wie gestern in der Sendung «Stern TV» aufgedeckt wurde, grausame Experimente mit Affen durchgeführt. Um der Öffentlichkeit aufzuzeigen was dort passiert, hatte ein Tierschützer 6 Monate als Tierpfleger mitgearbeitet und den Alltag der Affen mit der Kamera festgehalten. Auf den Schock-Aufnahmen sieht man ganz klar grausame Tierquälereien.


Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) kritisiert schon lange die grausamen Zustände in Tierversuchslabors, und fordert endlich eine ernsthafte politische Diskussion über die Tierversuchsforschung.

Was auf den Aufnahmen der Organisationen Soko-Tierschutz und BUAV zu sehen ist, ist erschütternd. Man sieht blutverschmierte Affen mit offenen Wunden, Tiere die sich übergeben, apathische Affen und solche die sich vollkommen verhaltensgestört nur noch stereotyp bewegen. Affen werden stundenlang auf sogenannte Primatenstühle gefesselt. In diesem Stuhl werden ihre Köpfe mit Schrauben fixiert, damit sie sich nicht bewegen können. Die Versuche dienen der Grundlagenforschung um dabei die Wahrnehmungen und das Gedächtnis der Primaten zu erforschen. Dabei müssen die Affen z.B. Aufgaben am Bildschirm lösen. Nach Angaben des Max-Planck-Instituts (MPI) seien die Tiere dabei unter mässiger Belastung und sie würden artgerecht gehalten. Doch Transparenz scheint kein Thema zu sein. Ein SWR-Reporter versuchte wochenlang vergeblich einen Termin bei den Hirnforschern des Max-Planck-Instituts in Tübingen zu erhalten.

In den Aufnahmen sieht man, dass ein Affe betäubt auf den Stuhl gefesselt wird. Vermutlich hatte er sich davor zuviel gewehrt. Als dieser dann aufwacht gerät er völlig in Panik. Ebenfalls hat der Tierpfleger dokumentiert, dass Affen, um deren Zusammenarbeit zu erzwingen, über mehrere Tage nichts zu trinken bekommen. Ein vor kurzem operierter Affe versuchte sich das Implantat aus dem Schädel zu reissen und ein weiterer Affe wurde durch eine Infektion infolge des Implantats halbseitig gelähmt.

«Wenn ich diese Aufnahmen sehe bin ich fassungslos und es macht mich wütend, dass Forschung aus dem Mittelalter im 21. Jahrhundert immer noch Alltag ist. Muss man mit den heutigen Bildgebenden Verfahren usw. immer noch Köpfe aufbohren und zersägen um darin einen Einblick zu erhalten?» fragt Andreas Item, der Geschäftsführer der AG STG, und kritisiert scharf: «In der Öffentlichkeit behaupten Universitäten und Hochschulen immer wieder, dass ihre Versuche quasi «human» seien. Doch diese Aufnahmen zeigen einmal mehr die grausamen Schrecken in den Labors. Und das sogar noch für sinnlose Experimente der Grundlagenforschung!»

Solche Bilder müssen zu einem Umdenken führen. Rechtfertigt Neugier wirklich jegliche Tierversuche oder müsste eine echte Güterabwägung zwischen den Interessen von Mensch und Tier stattfinden? Insbesondere in der Grundlagenforschung, bei der nach keinem medizinischen Erfolg geforscht wird, und die Jahrzehnte ohne nachweisbaren Nutzen stattfinden kann, stellt sich diese Frage. Es müssen klare gesetzliche Regelungen gemacht werden, ob man wirklich unbeachtet des verursachten Leids weiterhin alle möglichen und unmöglichen Fragen versuchen darf zu beantworten – bzw. es müssen ethische und wissenschaftliche Grenzen gezogen werden.

Tierversuchsergebnisse sind zu über 92% nicht auf Menschen übertragbar. Deshalb warnt die AG STG schon lange vor den enormen Risiken und Gefahren des Tierversuchs und setzt sich für eine innovative und für Patienten nützliche Forschung ein, die mittels Bevölkerungsstudien, Zellforschung, Computersimulationen und Biochips zu relevanten medizinischen Erkenntnissen gelangt.

Fotogalerie aus dem Max-Planck-Institut: http://www.stern.de/tv/sterntv/aufnahmen-eines-tierschuetzers-bilder-aus-dem-tierversuchslabor-des-max-planck-instituts-in-tuebingen-2137030.html

Video: http://aerzte-gegen-tierversuche.de/de/bilder/videos/461-das-leid-der-affen

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 815560
 1410

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Verdeckte Recherche im Max-Planck-Institut Tübingen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von AG STG - Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner

Bild: Mahnwache gegen 'gesetzeswidrige' AffenexperimenteBild: Mahnwache gegen 'gesetzeswidrige' Affenexperimente
Mahnwache gegen 'gesetzeswidrige' Affenexperimente
(Zürich/Rotkreuz) Regierungsrat befürwortet Affenversuche Im Juli 2015 haben drei Mitglieder der Zürcher Tierversuchskommission gemeinsam Rekurs gegen die geplanten Affenversuche am Institut für Neuroinformatik (INI) der Universität und ETH Zürich eingelegt. Wie anfangs dieses Monats bekannt gemacht wurde, hat der Zürcher Regierungsrat den Rekurs gegen die geplanten Experimente nun abgewiesen. Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, hielt am Dienstag 22. Dezember eine Mahnwache als Zeichen gegen die geplanten Versu…
Bild: Ist der Mensch ein Schaf, ein Affe oder ein Huhn?Bild: Ist der Mensch ein Schaf, ein Affe oder ein Huhn?
Ist der Mensch ein Schaf, ein Affe oder ein Huhn?
(Aarau) Engel verteilen vergiftetes Weihnachtsgebäck «Möchten Sie gerne einen Arsen-Weihnachtskringel oder einen Zyankali-Spekulatius probieren?» fragten heute Engel in der Aarauer Altstadt. Viele Passanten blieben daraufhin irritiert, teils schockiert stehen, wurden dann aber gleich über den Hintergrund dieser Aktion aufgeklärt. Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) zeigte mit der Aktion «Vergiftetes Weihnachtsgebäck» auf, dass die Ergebnisse von Tierversuchen nicht auf Menschen übertragbar sind. Jährlich werden in …

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Christiane Nüsslein-Volhard - Kreativität, Elan und unbefristete Hingabe an die BiologieBild: Christiane Nüsslein-Volhard - Kreativität, Elan und unbefristete Hingabe an die Biologie
Christiane Nüsslein-Volhard - Kreativität, Elan und unbefristete Hingabe an die Biologie
Tübingen, 20.10.2017. Christiane Nüsslein-Volhard wird am heutigen Freitag 75 Jahre alt. Die Nobelpreisträgerin leitet derzeit eine Emeritus-Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen und erforscht molekulare und genetische Grundlagen von Farbmustern am Modellorganismus Zebrafisch. 2016 erhielt sie dafür den begehrten …
Bild: Erstes „African Plant Genomics Symposium“ legt Grundstein für zukünftiges wissenschaftliches WachstumBild: Erstes „African Plant Genomics Symposium“ legt Grundstein für zukünftiges wissenschaftliches Wachstum
Erstes „African Plant Genomics Symposium“ legt Grundstein für zukünftiges wissenschaftliches Wachstum
Unter der Leitung von Dr. Patience Chatukuta, Vorsitzende des Organisationskomitees und Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Biologie Tübingen, wurde das Symposium konzipiert, um die Forschung im Bereich der pflanzlichen Genomik in Afrika zu beleuchten und ein Netzwerk von Forschenden und Interessengruppen aufzubauen. Die Veranstaltung zog Wissenschaftler:innen …
TU Berlin: Alumni der TU Berlin erhalten Leibniz-Preise 2018
TU Berlin: Alumni der TU Berlin erhalten Leibniz-Preise 2018
… Oliver G. Schmidt von der Technischen Universität Chemnitz und zugleich Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden sowie Prof. Dr. Bernhard Schölkopf vom Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Tübingen. Beide Wissenschaftler wurden an der Technischen Universität Berlin promoviert. Ihr Preisgeld von je 2,5 Millionen Euro …
Beginn der KI-Konferenz NeurIPS- In diesen deutschen Städten und Instituten gibt es KI-Spitzenforschung
Beginn der KI-Konferenz NeurIPS- In diesen deutschen Städten und Instituten gibt es KI-Spitzenforschung
… Deutschland. Denn auch Deutschland kann KI-Spitzenforschung vorweisen. Gemessen an der Anzahl der akzeptierten Fachbeiträge ist das Max Planck Institut für Intelligente Systeme (13) mit Sitz in Tübingen führend, vor der TU München (10), der Universität Tübingen (8) und dem Max Planck Institut für Informatik (8) mit Sitz in Saarbrücken. Aber auch Unternehmen …
Affenquäler von Tübingen kommen nicht vor Gericht - Tierqual im Labor wieder einmal als Bagatelldelikt abgetan
Affenquäler von Tübingen kommen nicht vor Gericht - Tierqual im Labor wieder einmal als Bagatelldelikt abgetan
Der für den 7. Januar geplante Prozess gegen Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Biologische Kybernetik in Tübingen wurde abgesagt. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche hatte vor 4 Jahren Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt und ist schockiert, aber nicht überrascht über die aktuelle Absage. Nach Kenntnis des …
Bild: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann würdigt Spitzenforschung der Tübinger Max-Planck-InstituteBild: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann würdigt Spitzenforschung der Tübinger Max-Planck-Institute
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann würdigt Spitzenforschung der Tübinger Max-Planck-Institute
… naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung bleibt“, betonte der Ministerpräsident.Ausbau des Tübinger ForschungsstandortsDer Besuch begann mit einer Führung durch drei Labore am Max-Planck-Institut für Biologie Tübingen und des Friedrich-Miescher-Labors. An diesen Einrichtungen erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Evolution und Entwicklung …
Bild: Einweihung des Max-Planck-HausesBild: Einweihung des Max-Planck-Hauses
Einweihung des Max-Planck-Hauses
… über ein gemeinsames Kongress- und Begegnungszentrum.Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Moritz Hardt, Mitglied des Campus-Triumvirats und Geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme Tübingen, richtete Dr. Simone Schwanitz, Generalsekretärin der Max-Planck-Gesellschaft, ihr Grußwort an die Gäste. In ihrem Beitrag betonte …
Bild: Beatrice Ramms neue Max-Planck-Forschungsgruppenleiterin wird die Musterbildung in verschiedenen biologischen MaßstäbenBild: Beatrice Ramms neue Max-Planck-Forschungsgruppenleiterin wird die Musterbildung in verschiedenen biologischen Maßstäben
Beatrice Ramms neue Max-Planck-Forschungsgruppenleiterin wird die Musterbildung in verschiedenen biologischen Maßstäben
… Forschungsgebiets beitragen“, sagt Andrei Lupas, Geschäftsführer des Friedrich-Miescher-Laboratoriums in Tübingen.Beatrice Ramm hat einen Hintergrund in Biochemie und promovierte 2020 am Max-Planck-Institut für Biochemie in Deutschland, während sie an der Ludwig-Maximilians-Universität München eingeschrieben war. Nach einer kurzen Postdoc-Phase wechselte sie an …
Bild: Dr. Jane Goodall fordert Freilassung der überlebenden MPI-AffenBild: Dr. Jane Goodall fordert Freilassung der überlebenden MPI-Affen
Dr. Jane Goodall fordert Freilassung der überlebenden MPI-Affen
… Organisationen, dem bundesweiten Verein Ärzte gegen Tierversuche, der britischen Cruelty Free International und One Voice, Frankreich, die überlebenden Affen aus dem Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik (MPI) in Tübingen in eine Auffangstation abzugeben. Die UN-Friedensbotschafterin und die drei Organisationen begrüßen das kürzlich bekannt …
Sie lesen gerade: Verdeckte Recherche im Max-Planck-Institut Tübingen