(openPR) In Deutschland haben Politik und Wirtschaft den chinesischen Umwelt- und Energiemarkt voll ins Visier genommen. Über 50 deutsche Unternehmen präsentieren sich bei der Umweltmesse IFAT CHINA vom 27. bis 30. Juni in Shanghai im offiziellen Pavillon der Bundesrepublik Deutschland auf 1000 Quadratmetern Fläche. Diese Bundesbeteiligung wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und vom Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA) gefördert.
Wie an einer Perlenkette reihen sich derzeit hochkarätige Umwelt-Foren im Reich der Mitte aneinander. So fand im November vergangenen Jahres in Peking die zweite Weltkonferenz für Erneuerbare Energie statt. China demonstrierte dabei seinen Willen, eine internationale Vorreiterrolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien zu übernehmen. Bis zum Jahr 2020 plant die Volksrepublik, den Anteil erneuerbarer Quellen am Gesamtenergieverbrauch auf 15 Prozent zu steigern. Allein die Windkraftkapazität soll bis zum Jahr 2020 auf 30 Gigawatt (GW) ausgebaut werden. Das wäre fast das Doppelte der derzeit in Deutschland installierten Kapazität. Hinzu kommen sollen weitere 20 GW aus Bioenergie und 4 GW aus Solarenergie. Zusammen mit großen Wasserkraftanlagen will China bis zum Jahr 2020 insgesamt mehr als 30 Prozent seines Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen erzeugen – eine Chance gerade für deutsche Unternehmen, die in diesem Markt weltweit führend sind.
Eine nachhaltige Energieversorgung steht auch im Mittelpunkt der „strategischen Partnerschaft im Umweltschutz“, die im Januar 2006 auf dem 2. Deutsch-Chinesischen Umweltforum in Qingdao verkündet wurde. Der stellvertretende chinesische Umweltminister Zhu Guangyao betonte in diesem Zusammenhang, Deutschland sei „der beste Partner Chinas beim Umweltschutz“. China werde die Projekte deutscher Unternehmen „mit erster Priorität“ behandeln.
Weitere Themen der Konferenz waren Ressourceneffizienz, Stoffkreislaufwirtschaft und die Entwicklung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster. Am Rande der Konferenz wurden mehrere Übereinkommen zur Verwirklichung von Projekten unterzeichnet, darunter zwei Biogas-Anlagen, ein Windpark sowie eine Produktionsanlage für Solarenergieprodukte.
Auch eine Ende Januar 2006 erschienene Studie der Deutsche Bank Research, Frankfurt a. M., attestiert deutschen Unternehmen aus dem Umweltsektor beste Chancen in China. Schließlich könnten unbewältigte Umweltprobleme zu einem Engpass für die wirtschaftliche Entwicklung im Reich der Mitte werden. Auch der Exportmotor Chinas könnte ins Stottern geraten, wenn die ökologischen und sozialen Standards der Produktionsverfahren den Importbestimmungen der Abnehmerländer widersprächen. Zur Bewältigung der anstehenden Aufgaben benötigt China nach Einschätzung der Frankfurter Experten ausländisches Kapital und Know-how. Deutsche Unternehmen hätten hierbei besonders gute Startbedingungen. Sie könnten neben ihrer eigenen langjährigen Erfahrung von den traditionell engen Verbindungen zwischen Deutschland und China sowie der Vorreiterrolle Deutschlands in der Umweltgesetzgebung profitieren. Die Analysten der Deutschen Bank schätzen, dass China in den nächsten 20 Jahren mehrere hundert Milliarden US-Dollar in Umwelttechnologie investieren wird.
Die nächste große Chance, sich dem chinesischen Markt zu präsentieren, bietet die vom 27. bis 30. Juni 2006 in Shanghai stattfindende IFAT CHINA. Die Umweltmesse gilt als internationale Networking-Plattform – schon bei ihrer „Erstausgabe“ im Jahr 2004 haben 252 Aussteller aus 17 Ländern erfolgreich Geschäfte initiiert und wertvolle Direktkontakte geknüpft.
Über die IFAT CHINA
Die 2. Internationale Fachmesse für Umweltschutz findet vom 27. - 30. Juni 2006 auf dem Shanghai New International Expo Centre (SNIEC) in China statt. Die IFAT CHINA ist eine umfassende Fachmesse für praxisorientierte Lösungen in den Bereichen Wasserversorgung, Abwasser, Abfallentsorgung, Recycling, Luftreinhaltung, Umwelttechnik sowie umweltverträgliche Energien in Asien. Die Messe besitzt internationalen Charakter und wird von einem fachlichen Rahmenprogramm begleitet. Die IFAT CHINA 2004 hatte 252 Aussteller aus 17 Ländern und ca. 9.500 Besucher aus 69 Ländern.
Veranstalter
•Messe München GmbH
•Shanghai New International Expo Centre Co., Ltd. (SNIEC)
Veranstaltungspartner
•Munich Trade Fairs (Shanghai) Co. Ltd.
Mitveranstalter
•China Association of Resources Comprehensive Utilization (CARCU)
Mitwirkender Veranstalter
•China Council for the Promotion of International Trade – Machinery Sub-Council (CCPIT-MSC)
Unterstützende Organisationen
•National Development and Reform Comission (NDRC), VR China
•Ministry of Science and Technology, VR China
•Ministry of Land and Resources, VR China
•Ministry of Agriculture, VR China
•Minstry of Water Resources, VR China
•State Environmental Protection Administration (SEPA), VR China
•Professional Association Contact Office of State-owned Assets Supervision and Administration Commission of the State Council, VR China
•China Water Supply Association (CWSA), VR China
•Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Deutschland
•Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Deutschland
Internationale Partner
•Rimini Fiera S.p.A.
•DVGW - Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. - Technisch-wissenschaftlicher Verein
•DWA - Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.
•EWA - European Water Association
•ISWA - International Solid Waste Association
•VKS - Verband Kommunale Abfallwirtschaft und Stadtreinigung e.V.
•Wasserchemische Gesellschaft - Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.
Über die Messe München International (MMI)
Die Messe München International (MMI) ist mit rund 40 Fachmessen für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien eine der weltweit führenden Messegesellschaften. Über 30.000 Aussteller aus mehr als 100 Ländern und mehr als zwei Millionen Besucher aus über 200 Ländern nehmen jährlich an den Veranstaltungen in München teil. Darüber hinaus veranstaltet die MMI Fachmessen in Asien, in Russland, im Mittleren Osten und in Südamerika. Mit vier Tochtergesellschaften im Ausland und 62 Auslandsvertretungen, die 86 Länder betreuen, verfügt die MMI über ein weltweites Netzwerk.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.ifat-china.com



