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Zur Berufsausbildung nach Deutschland

30.07.201418:20 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Kolping-Bildungswerk begrüßt Lehrlinge aus Spanien, Italien und Rumänien

„Ich gehe nach Deutschland, weil ich dort eine bessere Zukunft habe“, „Ich möchte in Deutschland arbeiten, weil dies eine große Chance für mich ist“, „Ich gehe nach Deutschland, weil ich hoffe, dort eine Zukunft zu haben.“ Dies sind nur drei Aussagen von jungen Spaniern aus Malaga, die sich um eine Teilnahme an dem Projekt MobiPro-EU beworben hatten. Die sich also dafür entschieden haben, ihre Heimat zu verlassen und in der Deutschland eine Lehre zu beginnen.



Vor wenigen Tagen war es so weit. Gemeinsam mit 110 weiteren jungen Männern und Frauen aus Malaga/Spanien, Palermo/Italien und Sibiu/Rumänien wurden sie auf einer festlichen Veranstaltung des Kolping-Bildungswerks Württemberg in Stuttgart begrüßt.

Natürlich sind all die jungen Menschen neugierig, Deutschland kennen zu lernen. Auslöser für ihre Bewerbung waren aber weder die Berge und Täler des Schwarzwalds noch die Burgen des Neckartals. Auch die Autos aus Stuttgart, die bei jungen Spaniern die gleiche Begeisterung auslösen, wie bei den gleichaltrigen Deutschen, waren nicht die Triebfeder. Der Grund für ihre Bewerbung um einen Ausbildungsplatz in Deutschland wareinfach die Perspektivlosigkeit in ihrer Heimat. Bei einer Arbeitslosigkeit der unter 25-jährigen von 54% in Spanien oder 45% in Italien wird schnell klar, wieso junge Menschen ihre Zukunft in der Ferne sehen.

Dr. Klaus Vogt, Vorsitzender des Vorstandes des Kolping-Bildungswerks Württemberg griff in seiner Begrüßung genau diesen Punkt auf und machte die Dramatik der Situation deutlich: „Von 6 Millionen jungen Frauen und Männern ohne Arbeitsplatz in Europa ist die Rede. Damit wir uns die Dimension einmal vergegenwärtigen: In ganz Baden-Württemberg gibt es knapp 4,2 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse.“ Das Engagement des Kolping-Bildungswerks in dem Projekt MobiPro-EU begründete Vogt aus der Tradition des großen Bildungsträgers heraus: „Adolph Kolping, der Namensgeber unserer Organisation kümmerte sich um junge Handwerksgesellen, die hinaus in die Welt zogen. Er wollte ihnen in den Gesellenhäusern eine Heimat in der Fremde geben. Gleichzeitig wollte er ihnen Zugang zu Bildungsmöglichkeiten eröffnen. Und so wollen wir auch rund 200 Jahre nach Adolph Kolping junge Menschen in der Fremde bei ihrer beruflichen Entwicklung unterstützen.“ Konkret werden die Jugendlichen dieses Projektes Ausbildungen im Bauhandwerk, im Garten- und Landschaftsbau, in der Altenpflege und im Stuckateurhandwerk aufnehmen.

Von der Bundesregierung wurde das Projekt MobiPro-EU aber nicht ausschließlich als Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit auf den Weg gebracht. Bewusst wurde es mit einem Problem verbunden, das die Wirtschaft in Deutschland belastet: Dem Fachkräftemangel. Für deutsche Unternehmen wird es immer schwieriger, offene Lehrstellen zu besetzen. Mit der Integration von Bewerbern aus dem Ausland soll nun gegengesteuert werden. Dass dies nicht immer ganz einfach ist, machte Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid deutlich, der im Namen der Landesregierung begrüßte und darauf hinwies, dass auch die Unternehmen Neuland mit der Ausbildung der jungen Menschen aus anderen Ländern betreten würden. „Dies erfordert weit mehr Engagement als die Ausbildung deutscher Jugendlicher und ich finde es sehr lobenswert, dass Sie diesen Schritt wagen und den jungen Menschen eine Chance und berufliche Perspektive geben, die sie in ihren Heimatländern derzeit nicht haben,“ wandte er sich direkt an die Unternehmer und ihre Verbände, denen er für ihren Einsatz dankte.

Wie genau das Projekt im Ausland verfolgt wird, zeigte auch die Anwesenheit des stellvertretenden Bürgermeisters der Stadt Malaga. Julio Andrade Ruiz wollte natürlich allen Beteiligten für ihr Engagement danken. Gleichzeitig wollte er sich aber auch vor Ort über die Organisation des Projektes überzeugen. Zu viele Enttäuschungen hatte es in den letzten Monaten rund um das Thema „Ausbildung in Deutschland“ gegeben. Sehr froh sei er deshalb, dass der ehemalige Stuttgarter Oberbürgermeister Professor Dr. Wolfgang Schuster den Kontakt zum Kolping-Bildungswerk und den Handwerksverbänden in Baden-Württemberg hergestellt habe. Hier habe er bewährte und zuverlässige Partner gefunden. Dabei sei er sich bewusst, dass auf alle Beteiligten drei Jahre harte Arbeit warten würden, damit die großen Hoffnungen dann auch in Erfüllung gehen könnten.

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