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Mehr interkulturelle Kompetenz für die deutsche Wirtschaft

08.07.200810:06 UhrVereine & Verbände

(openPR) BMWI und TD-IHK werben im Rahmen des Projektes „Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in die deutsche Wirtschaft durch Berufsausbildung“ um eine erhöhte Ausbildungsbereitschaft bei Migrantenunternehmen und jugendlichen Migranten in NRW


- Rund 150 Unternehmer, Vertreter der Migrantenorganisationen und der Kammern sowie Jugendliche mit Migrationshintergrund diskutierten Möglichkeiten und Perspektiven, aber auch Probleme und Hindernisse der Dualen Berufsausbildung in Migrantenunternehmen
- Wie bereits bei der Auftaktveranstaltung am 15. Mai in Berlin unterstreichen auch in NRW alle Migrantenvertreter die Notwendigkeit eines verstärkten Engagements in der Berufsausbildung und die bereits intensive Zusammenarbeit aller Migrantenorganisationen in diesem Bereich

Köln, 7. Juli 2008: Die „Duale Berufsausbildung“ sichert den Bedarf an qualifizierten Fach- und Führungskräften, notwendiges Know-how und erforderliche Kapazitäten für eine Expansion nach innen und außen. Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft könnte und sollte sie zudem die erforderliche interkulturelle Kompetenz für die Erschließung neuer Märkte und die Bindung internationaler Kunden generieren. Das erforderliche Potenzial hierfür liegt in den mehr als 280.000 Unternehmen von Migrantinnen und Migranten in Deutschland und bei den Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Allerdings wird dieses Potenzial trotz wachsender Sensibilisierung immer noch zu wenig genutzt. Gerade 15 Prozent der Migrantenunternehmen bilden selbst aus. Lediglich 24 Prozent der Jugendlichen mit Migrationshintergrund eines Jahrgangs absolvieren bei rückläufiger Quote eine Berufsausbildung. Anders gesagt, 17 Prozent der jugendlichen Migranten haben keinen Bildungsabschluss, 44 Prozent aller Migranten – 72 Prozent davon türkischer Herkunft – haben keine Berufsausbildung, nutzen weder das vorhandene Potenzial der Multikulturalität noch der Multilingualität.

„Dabei können gerade Migrantinnen und Migranten ihre Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz als Auszubildende und spätere Fachkräfte in die Unternehmen einbringen, um neue Märkte in anderen Kulturkreisen zu erschließen und Kunden anderer Kulturen zu gewinnen und zu binden“, sagte Hartmut Schauerte, Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung bei der zweiten Projektveranstaltung in Köln. Gleichzeitig forderte er die anwesenden Vertreter der Kammern und Migrantenorganisationen auf, den Unternehmen bei der Überwindung von Hindernissen und der Nutzung der zahlreichen Unterstützungs- und Beratungsmöglichkeiten zu helfen.

“Angesichts des bereits bestehenden Fachkräftemangels in der Wirtschaft ist es für alle Unternehmen wichtig, in die Ausbildung junger Menschen zu investieren. Für Unternehmen mit Migrationshintergrund ist es darüber hinaus ein wichtiger Beitrag zur eigenen Integration und zeigt die Übernahme sozialer wie gesellschaftlicher Verantwortung“, sagte Schauerte.

Das Projekt „Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in die deutsche Wirtschaft durch Berufsausbildung“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie hat sich vor dem Hintergrund der Notwendigkeiten die Steigerung der Ausbildungsaktivitäten in Unternehmen mit Migrationshintergrund sowie die Erhöhung der Ausbildungsquote bei jugendlichen Migranten auf die Fahnen geschrieben.

Nihat Sorgeç, Vizepräsident der TD-IHK und als Geschäftsführer des Bildungswerks in Kreuzberg GmbH, selbst Unternehmer mit Migrationshintergrund, ergänzte: „Als Unternehmer leisten wir einen wichtigen Beitrag für den Standort Deutschland. Während überall Stellen wegrationalisiert und Standorte ins Ausland verlagert werden, schaffen z.B. die 70.000 türkischstämmigen Unternehmen hierzulande neue Arbeitsplätze.“

Nihat Sorgeç begründete das zurückhaltende Ausbildungsverhalten von Unternehmen mit Migrationshintergrund damit, dass diese über keine ausreichenden Kenntnisse über das deutsche Ausbildungssystem verfügen. Er versicherte jedoch: „Ausbilden ist erlernbar. Die TD-IHK kann Ihnen dabei helfen, diese wichtige Aufgabe zu bewerkstelligen. Jedes türkischstämmige Unternehmen bekommt im Rahmen des "TD-IHK-Jobstarter-Projektes“ eine intensive Rundum-Betreuung - von der Analyse, welche Berufe ausgebildet werden können, bis hin zur Auswahl passender Auszubildender und aktiven Unterstützung bei der Ausbildung.“

Mit der auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Informations- und Motivationskampagne des BMWI sollen Migrantenunternehmen verstärkt erstmals ausbilden oder ihre Ausbildungsaktivitäten erweitern, sollen jugendliche Migranten wie deutsche Jugendliche gezielt in eine Ausbildung gebracht werden. Dazu setzt das BMWI mit Partnern wie der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer (TD-IHK) auf die Unterstützung der deutschen wie der türkischen Medien. Das BMWI setzt sich als Verordnungsgeber für die Festschreibung von Qualifikationen der „Interkulturellen Kompetenz“ in Aus- und Weiterbildungsregelungen ein, öffnet das Förderprogramm „Passgenaue Vermittlung von Auszubildenden an ausbildungswillige Unternehmen“ wie den Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs gezielt für Migrantenunternehmen und passt diese deren besonderen Bedürfnissen an.

„Die Möglichkeiten sind also auf allen Seiten mehr als gegeben“, resümiert Nihat Sorgeç, Vizepräsident der TD-IHK. Sein Appell an die Unternehmer: „Mitarbeiter, die den Unternehmen mit Know-how und interkulturellen Kompetenzen nutzen, fallen nicht vom Himmel. Sie müssen ausgebildet und gefördert werden, bevor sie zum Gewinn der Unternehmen beitragen. Wie bei allen unternehmerischen Aktivitäten kommt auch in der Personalpolitik vor dem Gewinn die Investition. Wollen Sie also künftig auf qualifizierte Mitarbeiter zurückgreifen, sollten sie vorab einen Beitrag zur Ausbildung leisten. Warten sie hingegen darauf, dass immer nur die anderen ausbilden, könnten sie eines Tages selbst vom Nachwuchsmangel betroffen sein. Wer ausbildet, schafft einen Mehrwert für das eigene Unternehmen und zugleich für die Gesellschaft. Nur so gelingt es, den jungen Menschen eine sinnvolle Perspektive für ihre berufliche und persönliche Zukunft zu geben.“

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