(openPR) Der selbstherrliche und von Bürgern gleichermaßen geachtete und gefürchtete Rathaus-Chef gehört zunehmend der Vergangenheit an. Immer öfter wollen die Bürger mitreden, aktiv mitgestalten und lassen sich Entscheidungen aus dem Rathaus oder dem Stadtrat nicht einfach überstülpen. Das hat zur Folge, dass aus einem auf die reine Verwaltung konzentrierten Bürgermeister zunehmend ein Kommunikator werden muss, ein „Leader“, der motiviert, begeistert und überzeugt. Das beginnt – so Reinhold Poensgen – beim Briefstil und endet bei der Frage einer aktiven Einbindung bei weitreichenden Entscheidungen. Der Ingolstädter Fachmann für eine aktive Bürgerbeteiligung muss es wissen, denn er berät und betreut Kommunen und Verbände, Landkreise und andere Institutionen. „Veränderungen passieren von innen heraus“, sagt Poensgen, der den Rathaus-Oberen Konzepte liefert, die es ermöglichen, den Bürger kommunikativ abzuholen und einzubinden. Und er fügt hinzu: „Bürgermeister und Stadt- bzw. Gemeinderat müssen vermitteln, warum manche Veränderungen sein müssen, sie dürfen damit aber nicht bis zum Projektbeginn warten“.
Bürger wollen immer mehr ernst- und wahrgenommen werden. Sie wollen verstehen, warum eine neue Verkehrsführung unabdingbar ist oder Baumaßnahmen aufgrund der Energiewende notwendig sind. Dann stehen sie auch dazu und erkennen den Sinn der Entscheidungen. So gesehen müssen sich Bürgermeister und Stadtkämmerer, Landräte und andere Kommunalpolitiker noch weit intensiver auf ihr (Wahl-) Volk zubewegen und es einbinden.












