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Spitzenforschung zur Mobilität der Zukunft

10.07.201418:14 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Spitzenforschung zur Mobilität der Zukunft
Dr. Nils Schmid, Dr. Maria Zuber, Prof. Wilhelm Bauer © Fraunhofer IAO
Dr. Nils Schmid, Dr. Maria Zuber, Prof. Wilhelm Bauer © Fraunhofer IAO

(openPR) Fraunhofer IAO und MIT in Boston starten Kooperation »Ambient Mobility Lab«

Eine feierliche Eröffnung am 9. Juli 2014 mit dem baden-württembergischen Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid, Jeffrey M. Hill vom US-Generalkonsulat, Maria Zuber, Vice President for Research des in Boston angesiedelten MIT, sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beider Einrichtungen gab erste Einblicke.



Wie wird die Weltbevölkerung im Jahr 2050 mit voraussichtlich über neun Milliarden Menschen, von denen mehr als drei Viertel in Städten leben, mobil sein und wie sieht der Weg zu einer nachhaltigen Mobilität aus? Deutsche und US-amerikanische Spitzenforscher suchen jetzt gemeinsam nach Antworten auf diese drängenden Fragen: Im Forschungslabor »Ambient Mobility Lab« haben sich die beiden auf diesem Gebiet führenden Institute, das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und das SENSEable City Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT), zusammengeschlossen. Ziel ist es, gemeinsam zukunftsfähige Mobilitätskonzepte zu entwickeln, zu bewerten und zur Anwendung zu bringen. Dazu gehören innovative Spitzentechnologien wie autonomes Fahren, neue Antriebskonzepte, Sharing-Lösungen sowie Einsatzmöglichkeiten von Augmented Reality. Dabei soll nicht zuletzt die Frage beantwortet werden, wie diese Technologien mit bestehenden und künftigen Stadtsystemen interagieren können.

Im Rahmen eines zweitägigen Eröffnungsevents am 9. und 10. Juli am Fraunhofer IAO in Stuttgart informierten Wissenschaftler und Politiker über das deutsch-amerikanische Kooperationsprojekt, das von Baden-Württemberg mit 2,65 Millionen Euro gefördert wird. Nils Schmid (SPD), Minister für Finanzen und Wirtschaft in Baden-Württemberg, bettete die Zusammenarbeit in die E-Mobilitätsstrategie des Landes ein: »Angesichts aktueller globaler Herausforderungen ist es wichtig, jetzt Konzepte für die nachhaltige Mobilität der Zukunft zu entwickeln«, so Schmid. »Besonders freue ich mich, dass die Kooperation zwischen dem Fraunhofer IAO und dem MIT Impulse für unsere Automobil- und Zuliefererindustrie gibt.« Jeffrey M. Hill vom US-Generalkonsulat in Frankfurt verwies darauf, dass »wir gelernt haben, dass nachhaltige Mobilität ständige Investitionen und die Modernisierung von Infrastruktur und Technologie erfordert.« Er zeigte sich davon überzeugt, dass »die Wissenschaftler und Ingenieure des Ambient Mobility Lab in den kommenden 15 Jahren unsere Mobilität derart ändern werden, wie wir es uns heute noch nicht vorstellen können«. Wilhelm Bauer, Leiter des Fraunhofer IAO, Maria Zuber, Vice President for Research des in Boston angesiedelten MIT, Carlo Ratti, Leiter des SENSEable City Lab am MIT, sowie Assaf Biderman, Direktor desselben, unterstrichen die herausragende Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit.

»Wir freuen uns, im Ambient Mobility Lab mitwirken zu dürfen, das vom bemerkenswerten Know-how und den herausragenden Fähigkeiten der Fraunhofer-Gesellschaft und des MIT profitiert«, erklärte Zuber. »Die Synergien zwischen dem Bestreben des MIT, Technologien für praktische Lösungen zu entwickeln, und den großartigen Leistungen von Fraunhofer im Bereich angewandte Forschung sind bei der Gestaltung der urbanen Mobilität der Zukunft von entscheidender Bedeutung. Denn unser ehrgeiziges Ziel lautet, das Leben der Menschen zu erleichtern.«

»Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem MIT unsere Kompetenzen einsetzen können, um die Mobilität von morgen zu gestalten«, so Bauer. »Dafür benötigen wir nicht nur neue Mobilitätskonzepte, sondern auch eine intelligente IT-Infrastruktur, die diese sinnvoll miteinander vernetzt und gewinnbringend in die Stadt integriert.« Ratti fügte hinzu: »Da unsere Städte zunehmend zu ,Open-Air-Computern‘ werden, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten – insbesondere im Bereich Mobilität. Die Elektrifizierung bringt neue Antriebstechnologien hervor, autonomes Fahren lässt die Grenzen zwischen Individual- und Massentransport verschwimmen und Daten sorgen für veränderte Multimodalität und Nutzerinteraktion. Wir können ohne Übertreibung sagen, dass wir in puncto Mobilität derzeit eine der größten Umgestaltungen der letzten hundert Jahre erleben.«

Die Verbindung von High-Tech-Grundlagenforschung am MIT mit der anwendungsnahen Entwicklung des Fraunhofer IAO ist weltweit einzigartig. »Wir beziehen die Industrie- und Dienstleistungsunternehmen als Unterstützer des Labors frühzeitig ein. So wollen wir bereits heute Vorhaben im Bereich der angewandten Forschung planen, Lösungen und Technologien erproben und wichtige Wachstumsmärkte sichern«, erläutert Jochen Verhasselt, der beim Fraunhofer IAO für das »Ambient Mobility Lab« verantwortlich zeichnet. Sein Amtskollege beim MIT, Paolo Santi, fügt hinzu: »Besonders gespannt sind wir darauf, zukunftsfähige Mobilitätslösungen zu erforschen, die nun grundlegend durch die allgegenwärtige Verbreitung von Informations- und Kommunikationstechnologien beeinflusst werden.« Einige Projekte befinden sich bereits in der gemeinsamen Erforschungsphase und zeigen erste Synergien der transatlantischen Kooperation. Dabei geht es zum Beispiel um folgende Fragen: Wie sehen Taxis in Zukunft aus? Wie kann man private Einkäufe kostengünstig und umweltverträglich transportieren – auch ohne eigenes Fahrzeug? Welchen Mobilitätssystemen gehört die Zukunft? Und wie können Nutzer auf all diese Konzepte schnell und unkompliziert zugreifen? Social Media und Apps werden hier, so Verhasselt, eine wichtige Rolle spielen.

Weitere Informationen: http://www.iao.fraunhofer.de/lang-de/mobilitaets-und-stadtsystem-gestaltung/1391-spitzenforschung-zur-mobilitaet-der-zukunft.html

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