(openPR) München, 26. Juni 2014 - Die Wirtschaft steht an der Schwelle zur vierten industriellen Revolution. Dies bedeutet die Vernetzung von eingebetteten IKT-Systemen, sogenannten„Cyber-Physical-Systems“ (CPS). CPS verknüpft die reale und die virtuelle Welt, getrieben durch das Internet. Diese Vernetzung von Systemen und Anlagen bietet Unternehmen Chancen - birgt aber auch große Risiken.
Mit Smart Home hält Industrie 4.0 Einzug in unser Privatleben und bedeutet die Vernetzung von Haustechnik und Haushaltsgeräten wie Heizungen, Lampen, Kühlschränke. Im Mittelpunkt steht dabei eine Erhöhung von Wohn- und Lebensqualität sowie eine effizientere Energienutzung durch automatisierte Abläufe.
Dabei besteht die Gefahr, dass Sicherheitsaspekte bei der Vernetzung der Anlagen oft unterschätzt werden. Es entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen Funktion und Sicherheit und die Vernetzung als Funktionalität beeinflusst auch die IT-Sicherheit. Nähere Informationen zum brisanten Thema Datenschutz finden sich unter: www.adorgasolutions.de.
Unternehmen sehen viele Vorteile in der Möglichkeit, Maschinen miteinander zu vernetzen. Die Produktion wird dadurch schneller und günstiger, die Prozesse lassen sich leichter überwachen. „Industrie 4.0 ist ein Hype, der sich aber in einem langen Evolutionszyklus etablieren lässt“, erklärte Jochen Bechtold von Capgemini in einem Artikel des Handelsblatt (Ausgabe Nr. 108). „Initiativen im Bereich 4.0 haben derzeit noch Pilotcharakter und sind oft nicht zu Ende gedacht.“
Diese Pilot-Phase hat aber schnell sehr reale Folgen. So gab es im April 2013 beispielsweise eine Sicherheitslücke beim Hersteller Vaillant. Über das Internet konnte man die hochmodernen Heizungsanlagen manipulieren und abschalten. Die Empfehlung des deutschen Herstellers war drastisch: „Vom Netz gehen“bis der Techniker kommt und ein Update einspielt.
Mit jeder Datenübermittlung geben die Kunden einen Teil von sich preis. Es ist zum Beispiel sehr bequem, wenn aufgebrauchte Lebensmittel „automatisch“ nachbestellt werden. Die Lieferanten erhalten aber damit sehr persönliche Einblicke in die Lebensgewohnheiten ihrer Kunden, die oftmals Rückschlüsse auf vertrauliche Details erlauben - etwa ob die Kundin schwanger ist, wenn sie zum Beispiel keinen Rotwein mehr bestellt oder ob der Kunde arbeitslos ist, wenn er auf einmal auf den guten und teuren Schinken verzichtet.
Schon diese auf den ersten Blick unverfänglichen Daten sagen etwas über unsere persönlichen Lebensgewohnheiten aus und lassen sich leicht auswerten und analysieren. Das wiederum könnte Konsequenzen mit sich bringen wie erhöhte Versicherungsbeiträge und Darlehenszinsen oder ein schlechtes Bankrating, da die Auswertung eine Krankheit, Schwangerschaft oder Arbeitslosigkeit vermuten lässt.
„Das Datenschutzrecht ist technisch und faktisch überholt, wir arbeiten schon seit 2001 mit einem Provisorium im Datenschutz. Es muss baldmöglichst modernisiert werden. Dabei sollte allerdings nicht nur der derzeitige ‚Stand der Dinge’ berücksichtigt werden. Wir sind schon fast über die Schwelle hinaus“, rät Inhaberin Regina Mühlich von AdOrga Solutions zu sensibleren und reformierten Datenschutzbestimmungen.











