(openPR) (Großhelfendorf/München, 16. April 2014) In Deutschland gibt es ein großes ungenutztes Potential an Reststoffen und Bioabfällen, die für die Vergärung in Biogasanlagen Verwendung finden könnten. Damit sich die Fermentation beziehungsweise auch eine Ko-Fermentation wirtschaftlich rechnet sind Analysen der eingesetzten Substrate vorab notwendig. Denn der Methanertrag pro Tonne Frischmasse variiert je nach Zusammensetzung der eingesetzten Substrate teilweise erheblich.
Die inocre®, eine Abteilung der Fritzmeier Umwelttechnik GmbH & Co. KG, führt im firmeneigenen Technikum Untersuchungen und Analysen rund um die anaerobe Vergärung durch.
Um die potentielle Gas- bzw. Methanausbeute der verschiedenen Substrate zuverlässig zu ermitteln, bieten sich Batchgärversuche an. Bei den kontinuierlichen Durchflussversuchen wird eine Biogasanlage im Kleinformat simuliert, um z.B. die Auswirkungen von Fermenter-Additiven auf den Gasertrag oder die optimale Raumbelastung im Fermenter zu ermitteln.
Zur Untersuchung von Trockenfermentationsanlagen stehen Feststofffermenter im Labormaßstab zur Verfügung. Hier werden neue Substrate und Reststoffe auf ihre Eignung zur Feststoff¬vergärung untersucht. Wichtige Untersuchungspunkte sind hierbei zum Beispiel das Mischungsverhältnis von Substrat zu Gärrest für den optimalen Abbau der Substrate, sowie Perkolationsmenge und -intervall. Die Versuche geben Aufschluss über den Zustand der Gärbiologie und ermöglichen es, rechtzeitig auf Störungen wie z.B. Versauerung des Perkolats zu reagieren.
Nicht ganz unbedenklich sind Krankheitserreger und Unkräuter, die in die Biogasanlage gelangen können und bei einer ungenügenden Inaktivierung zu Problemen bei der Wiederausbringung führen können. Dadurch kommt es über die Gärreste im schlimmsten Fall zur Verbreitung von Pflanzenkrankheiten und vermehrtes Unkrautwachstum, bis hin zu Risiken für die menschliche Gesundheit. Die inocre® führt Hygienisierungsuntersuchungen bei mesophilen als auch bei thermophilen Bedingungen in Durchfluss¬fermentern durch, um bei praxisnahen Bedingungen die Inaktivierung von Krankheitserregern und Unkräutern durch den Gärprozess zu testen. In bereits abgeschlossenen Untersuchungen stand unter anderem der Zwergsteinbrand, Sauerampfer als auch das indische Springkraut auf dem Prüfstand.
Besuchen Sie Fritzmeier Umwelttechnik, Abteilung inocre auf der IFAT in der Halle B6, Stand 216.












