(openPR) Gelungener Auftakt in 2014
Am Frankfurter Büromarkt (inkl. Eschborn und Offenbach-Kaiserlei) wurde 2013 nach Analysen von AENGEVELT-RESEARCH ein Büroflächenumsatz von rd. 445.000 m² erzielt. Gegenüber dem Vorjahr (2012: 505.000 m²) bedeutet dies einen Rückgang um 60.000 m² bzw. 12%. Dabei zeichnete sich in der zweiten Jahreshälfte eine anziehende Umsatzdynamik ab, die sich in diesem Jahr fortsetzen wird. Entsprechend prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH für 2014 einen Büroflächenumsatz um 500.000 m².
Short Facts 2013:
• Die nominelle Angebotsreserve ging 2013 um rd. 80.000 m² auf rd. 1,58 Mio. m² zurück. Die Leerstandsquote stellt sich damit Anfang 2014 auf 13,0% des Gesamtbestandes von 12,2 Mio. m² Bürofläche (Anfang 2013: 13,7%). Ungeachtet dieser Rückgänge rangiert Frankfurt damit hinsichtlich des absoluten Angebotssockels unverändert an erster Position in Deutschland, und zwar vor München (1,44 Mio. m² bzw. 7,6%) und Berlin (1,39 Mio. m² bzw. 7,6%).
• Zum Leerstandsabbau beigetragen hat u.a. eine positive Nettoabsorption, d.h. ein Mehrverbrauch an Büroflächen durch Unternehmensexpansionen oder Neuansiedlungen. Weitere Faktoren sind das relativ moderate Fertigstellungsvolumen in Höhe von rd. 164.000 m² in 2013 (2012: 82.000 m²) und vor allem die erneut hohe Vorvermarktungsquote: Anfang 2013 waren von diesen Flächen bereits 82% bzw. rd. 134.000 m² disponiert.
• In Top-Lagen zog die Spitzenmiete moderat von EUR 36,-/m² auf EUR 37,00/m² an.
Prognose / Trends 2014
• Für das Jahr 2014 prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH angesichts einer bereits in der zweiten Jahreshälfte 2013 anziehenden Umsatzdynamik einen steigenden Büroflächenumsatz um 500.000 m², der damit 12% bzw. 60.000 m² über dem jüngsten Jahresergebnis läge und rd. 8% über dem Mittelwert der jüngsten Dekade (Æ 2004-2013: 461.000 m²).
• Bestätigt wird diese Prognose auch durch den dynamischen Auftakt im ersten Quartal 2014: AENGEVELT-RESEARCH analysierte für diesen Zeitraum am Frankfurter Büromarkt einen Büroflächenumsatz in Höhe von rd. 92.000 m², der rd. 46% über dem Vorjahreswert liegt (I. Q 2013: rd. 63.000 m²).
• 2014 prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH einen weiteren, wenn auch nur moderateren Abbau der nominellen Angebotsreserve auf rd. 1,56 Mio. m² Bürofläche.
• Das Fertigstellungsvolumen neuer Büroflächen zieht 2013 nach bisherigem Kenntnisstand deutlich an auf rd. 292.000 m² an. Indessen sind hiervon bereits zu Jahresbeginn 80% vorvermarktet, d. h. lediglich 20% bzw. rd. 58.000 m² waren noch disponibel.
• Im Spitzenpreissegment prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH einen leichten Anstieg auf rd. EUR 37,50/m². Frankfurt bleibt damit klarer Mietpreisführer in Deutschland.
Büroflächenumsätze nach Lagen – Schwerpunkt CBD
• Hinsichtlich der räumlichen Standortpräferenzen analysiert AENGEVELT-RESEARCH den Umsatzschwerpunkt im Jahr 2013 wie erwartet im Central Business District (CBD). Hier wurde mit rd. 60% (ca. 268.200 m²) mehr als die Hälfte des gesamten Büroflächenumsatzes registriert (2012: 56% bzw. 283.200 m²).
• Der Bürobezirk West konnte seinen Marktanteil vor allem aufgrund des Umzugs der Commerzbank in den ehemaligen Sitz der Deutschen Börse in Frankfurt-Hausen (rd. 46.000 m²) und der Eigennutzer-Projektentwicklung der Telekom in der Wilhelm-Fay-Straße (rd. 14.600 m²) auf ein beachtliches Niveau von 19% steigern (ca. 82.600 m²). Im Vorjahr lag die Quote nur bei rd. 8% (rd. 41.600 m²).
• Der Marktanteil der Bürozentren Niederrad, Eschborn und Offenbach-Kaiserlei ist im Jahresvergleich nahezu konstant geblieben (2012: 9% bzw. 45.300 m², 2013: 10% bzw. 44.300 m²). Hier schlägt im Berichtsjahr vor allem die Anmietung von "Vodafone" im Eschborner Bürokomplex „New Waves“ mit rd. 6.700 m² zu Buche.
• Die in 2013 erzielten Umsatzanteile der anderen Bürobezirke lauten: Ost: ca. 4% bzw. 17.900 m², Süd/Sachsenhausen: rd. 4% bzw. 15.800 m², Nord: rd. 2% bzw. 10.900 m² und Flughafen: ca. 1% bzw. 5.300 m². 2012 erreichte der Flughafenbereich noch eine Quote von 6% bzw. 32.300 m².
Büroflächenumsätze nach Branchen
• Belegte die Finanzdienstleistungsbranche als Nachfragegruppe 2012 lediglich den dritten Platz, war sie 2013 nach Analysen von AENGEVELT-RESEARCH mit rd. 182.700 m² bzw. einem Anteil von rd. 41% am Gesamtbüroflächenumsatz markttypisch wieder stärkste Nachfragegruppe am Frankfurter Büromarkt (2012: 21% bzw. 107.600 m²).
• Demgegenüber gab die Nachfrage der Gruppe der unternehmensbezogenen und sonstigen Dienstleister mit einem Marktanteil von 21% (ca. 94.200 m²) gegenüber dem Vorjahr (2012: 30% bzw. 152.600 m²) nach.
• Der Flächenumsatz von Unternehmen der Kommunikations-/IT-Branche sowie Medien und Verlage konnte mit rd. 58.400 m² seine Marktquote nahezu auf 13% verdoppeln (2012: 34.600 m² bzw. 7%).
• Dagegen war die Nachfrage aus den Bereichen Industrie, Handel und Transport mit rd. 34.400 m² im Berichtsjahr 2013 vergleichsweise zurückhaltend. Die Marktquote sank deutlich von 25% (128.400 m²) im Vorjahr auf aktuell 8%.
• Die öffentliche Hand sowie Organisationen ohne Erwerbszweck erzielten einen Büroflächenumsatz von rd. 75.300 m². Die Marktquote blieb gegenüber dem Vorjahr stabil (2013: 17%, 2012: 16% bzw. 81.800 m²).
Büroflächenumsatz nach Größenklassen - Anteil kleinflächiger Abschlüsse wächst
• Die Verteilung der kontrahierten Flächen in Frankfurt im Jahr 2013 lässt sich in folgenden Größenklassen darstellen:
o bis 1.000 m² ca. 38% (2012: 31%)
o 1.000 bis 3.000 m² ca. 15% (2012: 25%)
o 3.000 bis 5.000 m² ca. 7% (2012: 5%)
o über 5.000 m² ca. 40% (2012: 39%)
• Zum Rückgang des Frankfurter Gesamtumsatzes hat die geringere Anzahl an Vermietungen über 10.000 m² beigetragen: 2012 waren es noch acht Mietverträge, 2013 nur noch vier. Dennoch ist der Anteil der großvolumigen Vermietungen ab 5.000 m² mit rd. 40% konstant geblieben (2012: 39%).
• Auch das markant geringere Flächenvolumen in der Vermietungsklasse zwischen 1.000 m² und 3.000 m² (2012: rd. 125.000 m²; 2013: ca. 66.000 m²) hat zur jüngsten Unterperformance beigetragen.
Büroleerstände
• Anfang 2014 belief sich die kurzfristig verfügbare Angebotsreserve auf rd. 1,58 Mio. m² Bürofläche (Anfang 2013: ca. 1,66 Mio. m²). Die Leerstandsquote sank auf rd. 13,0% (Anfang 2013: 13,7%).
Diese auf dem Frankfurter Büromarkt Anfang 2012 nominell verfügbare Leerstandsfläche von 1,58 Mio. m² ist gemäß des von AENGEVELT-RESEARCH zur Analyseverfeinerung entwickelten Leerstandsindex „ARLEX“(AENGEVELT-REASEARCH-LEERSTANDS-INDEX) hinsichtlich ihrer vollkommen unterschiedlichen Marktwirksamkeiten wie folgt zu differenzieren:
• Rd. 462.000 m² des Leerstands sind als langfristige „regionalisierte Fluktuations- und Mobilitätsreserve“ (mittlere Umsatzdynamik der jüngsten 10 Jahre) für das marktwirtschaftlich wünschenswerte, ausgewogene Funktionieren des Marktes notwendig.
• 250.000 m² entfallen auf sogenannte „strukturelle Leerstände“. Dies sind leerstehende Büroflächen in Objekten, die schon seit mindestens fünf Jahren eine durchschnittliche Leerstandsquote von mindestens 50% aufweisen (Fachjargon „Marktleichen“).
• Auf „latente Leerstandsflächen“ - das Angebot an Untermietflächen – entfallen in Frankfurt rd. 40.000 m².
• Nach Subtraktion der drei vorerwähnten Leerstandsflächen vom gesamten nominellen Flächenleerstand von 1,58 Mio. m² ergibt sich der tatsächlich „marktaktive Flächenüberhang“ von ca. 828.000 m². Das sind rd. 52% des gesamten Leestands und bezogen auf den gesamten Flächenbestand von 12,2 Mio. m² lediglich 6,8%.
• Die von AENGEVELT-RESEARCH mit Hilfe „ARLEX“ entwickelte Leerstandsdifferenzierung zeigt, dass die nominelle Leerstandsrate (13,0%) wie andernorts auch in Frankfurt allenfalls indikative Aussagekraft hat.
• Für 2014 geht AENGEVELT-RESEARCH von einer weiteren Reduzierung der nominellen Angebotsreserve auf rd. 1,56 Mio. m² aus. Hierdurch schmilzt der marktfähige Flächenüberhang weiter ab.
Anziehende Fertigstellungen, weiterhin hohe Vorvermarktungsquote
• 2014 werden nach Erhebungen von AENGEVELT-RESEARCH rd. 292.000 m² Bürofläche fertiggestellt (2013: 164.000 m²; 2012: rd. 82.000 m²). Hiervon sind Anfang 2014 bereits 80% vorvermarktet, so dass lediglich noch 58.000 m² am Markt verfügbar sind.
Weitgehend stabiles Mietpreisniveau
• Die gewichtete Spitzenmiete stieg in Frankfurt binnen Jahresfrist moderat auf EUR 37,-/m²(2012: EUR 36,-/m²). Damit konnte der Frankfurter Büromarkt nach der Mietpreisbodenbildung zum Jahreswechsel 2009/2010 die positive Tendenz seit nunmehr drei Jahren halten. Insgesamt bleibt die Mainmetropole damit auch weiterhin der teuerste Bürostandort Deutschlands.
• Die mittlere Miete im Citybereich blieb binnen Jahresfrist konstant und stellte sich zum Jahresende 2013 auf rd. EUR 21,50/m².
• Die Durchschnittsmiete in Cityrandlagen ist nach Analysen von AENGEVELT-RESEARCH geringfügig um EUR 0,30/m² auf EUR 13,50/m² Ende 2013 gestiegen.
• In Stadtrandlagen entwickelte sich die Miete negativ und sank von EUR 11,80/m² im Vorjahr auf EUR 11,50/m² Ende 2013.
Trends
• Im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs konnten die Mietpreise in den Jahren 2010 bis 2013 vor allem im Spitzensegment und in Toplagen zulegen. Für 2014 geht AENGEVELT-RESEARCH davon aus, dass vor allem die Spitzenmiete auf hohem Niveau stabil oder sogar moderat ansteigen wird.
• Während die Vermarktungschancen für moderne Bürogebäude mit entsprechender Ausstattung in gefragten Lagen zu marktgerechten Preisen durchaus gut bis sehr gut bleiben, ist in weniger nachfragegerechten, z. B. veralteten, suboptimal angebundenen Bestandsgebäuden mit unzureichender Flächen- und Energieeffizienz etc. qualitätsgeschuldet mit einem Anstieg des strukturellen Leerstands zu rechnen. Entsprechend hoch bleiben hier Modernisierungs- und Preisdruck.











