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Teilzeitfalle Pflegeberuf

19.03.201412:30 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) DBfK fordert zum Equal Pay Day mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmerinnen / Altersarmut vorprogrammiert

München, 19. März 2014 – In fast allen Einrichtungen der Pflege werden derzeit gut ausgebildete Mitarbeiter/innen händeringend gesucht – am liebsten in Vollzeit. Doch Pflegefachpersonen, die die Wahl haben, entscheiden sich oftmals für eine Teilzeitstelle. Sie tun das, weil sie sich vor den Folgen einer Arbeitsüberlastung schützen wollen oder schlicht, weil sie aufgrund gesundheitlicher Probleme, die sie im Laufe ihres Erwerbslebens erworben haben, kürzertreten müssen. „Frauen in den Gesundheitsberufen sind häufiger von Altersarmut betroffen als Arbeitnehmerinnen in anderen Branchen, weil sie überdurchschnittlich häufig in Teilzeit arbeiten“, berichtet Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführerin des DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V. Der DBfK unterstützt den Equal Pay Day, der die Lohnunterschiede von Männern und Frauen anmahnt. Der DBfK fordert für die Pflegebranche von Politik und Arbeitgebern wirksame Instrumente, um mehr Mitarbeiterinnen eine Tätigkeit in Vollzeit zu ermöglichen. „Hier könnte eine betriebliche Gesundheitsförderung schon sehr viel bewirken“, so Dr. Biederbeck. Und weiter: „Vieles ist hausgemacht und befördert außerdem den strukturellen Personalmangel nur noch weiter.“



Über die Hälfte der Altenpflegerinnen arbeiten in Teilzeit
In keiner Branche ist die Teilzeitquote so hoch wie in der Pflege, über 80 Prozent der Beschäftigten sind Frauen. Laut den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind über 40 Prozent der Gesundheits- und Krankenpflegerinnen in Teilzeit beschäftigt, in der Altenpflege sind es sogar fast 55 Prozent. Ursache dafür ist, dass der Pflegeberuf mit besonderen physischen und psychischen Belastungen einhergeht. Diesen Beruf üben sehr wenige Pflegende überhaupt bis zum Renteneintrittsalter aus, weil sie es schlicht nicht schaffen. „Kontinuierliche Teilzeitarbeit und Frühverrentungen gefährden das Ruhegehalt, Rücklagen für die Zeit nach dem Erwerbsleben zu bilden ist fast nicht möglich“, so Dr. Biederbeck. Viele können nicht mehr als das Existenzminimum erwarten, bei einem Beruf mit einem vergleichsweise niedrigen Lohnniveau. Die älteren Arbeitnehmerinnen arbeiten Teilzeit aufgrund der körperlichen Belastungen, die jüngeren unterbrechen ihre Karriere oder arbeiten in Teilzeit, weil sie es sind, die sich hauptsächlich um Kinder und pflegende Angehörige kümmern. Familie und Pflegeberuf sind unter den derzeitigen Arbeitsbedingungen ebenfalls oft schwer miteinander vereinbar. Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung sind Frauen in Gesundheitsberufen mit der Doppelbelastung von Familie und Beruf nachweislich überdurchschnittlich häufig überlastet. Rund sieben von zehn Müttern seien in Teilzeit beschäftigt, ist deren Ergebnis.

• Der DBfK setzt sich dafür ein, dass Arbeitsplätze in der Pflege so ausgestattet werden, dass Frauen jeden Alters davon leben und Rücklagen für das Alter bilden können. Dazu gehören ein konsequentes betriebliches Gesundheitsmanagement, flexible Arbeitszeitmodelle, altersgemischte Teams, die auf die Situation des Einzelnen besser Rücksicht nehmen und genügend Pausen, um sich regenerieren zu können.

• Der DBfK fordert außerdem gemessen an den hohen Anforderungen und Belastungen eine deutlich bessere Bezahlung für professionelle Pflegefachpersonen.

• Der DBfK setzt sich zudem für die weitere Akademisierung des Pflegeberufs ein, weil sich durch bessere Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten die Attraktivität des Pflegeberufs insgesamt steigern lässt.

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